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Donnerstag, 28. April 2016

Fürbitten 30.4. - Wer Visionen hat, muss zum Arzt??? Apg.16.1



29.4.2016 in der Nacht hatte Paulus eine Vision Apg.16.1  5.OW Sa

Wir erinnern uns noch an einen ranghohen Politiker, der einmal sagte „Wer Visionen hat, gehört zum Arzt“. Ohne Visionen aber sähe unsere Welt traurig aus. Auch in der Apostelgeschichte wird heute erzählt: „Paulus hatte in der Nacht eine Vision“ – und er folgte dieser Eingebung und fuhr daraufhin nach Mazedonien, um auch dort das Evangelium zu verkünden. Bitten wir um den Mut, Visionen zu haben und ihnen auch zu folgen

Dass wir uns ganz bewusst auf die Vision einer besseren Welt und einer besseren Gesellschaft einlassen, damit Dinge in Bewegung kommen

Dass wir den Mut haben uns in verschiedenen Projekten zu engagieren,
Dass wir keine Angst haben, mit unserem Engagement komisch dazustehen

Dass wir uns getrauen, umstrittene Dinge anzusprechen und uns für Ideen und Menschen einzusetzen

Dass wir auch gegen den Strom schwimmen, wenn wir von unseren „Visionen“ überzeugt sind

Dass wir uns nicht entmutigen lassen und an einer Sache dranbleiben, wenn wir sie für richtig halten und sie uns wichtig ist

Dass wir uns auch immer wieder im Gebet Impulse und „Visionen“ holen und dass wir unserer inneren Stimme vertrauen

Dass wir aber auch andere ermutigen, auf ihre innere Stimme zu hören und dass wir Respekt vor den Visionen und Zukunftsplänen Anderer haben


So bitten wir dich guter Gott um Segen und Hilfe für alle Organisationen, die sich für andere Menschen aber auch für den Tierschutz und unsere Umwelt einsetzen. Hilf, dass wir Deine Stimme hören und dass wir immer wieder den Mut haben, zu neuen Ufern aufzubrechen. Mit der Hilfe Jesu  amen

Fürbitten 28.4. Keine LASTEN auferlegen!!!!! Apg.15.7



28.4.2016 Apg.15.7 keine Lasten auferlegen

Die Geschichte der ersten Christengemeinden ist aufregend. Von allem Anfang an gibt es die Spannung zwischen dem Neuen und dem Alten. Alt, das ist das jüdische Gesetz – Jesus war Jude, alle Apostel waren Juden – aber NEU, das waren die Lebensumstände der Menschen, die nun für Jesus gewonnen werden. Viele sind keine Juden – müssen sie zuerst Juden werden? Müssen sie beschnitten werden? Müssen sie sich an die jüdischen Riten halten?-  ehe sie Jesus Anhänger werden dürfen? Das muss fast eine Zerreißprobe für die jungen Gemeinden gewesen sein – die Apostel berufen eine eigene Streitschlichtungs-Versammlung ein und auf der wird letztlich entschieden: „Nein, den Nicht-Juden, die sich zu Gott bekehren, sollen keine Lasten aufgebürdet werden“  Um dieses mutige neue Denken bitten wir auch heute:

Dass die Kirche nicht opportunistisch ist – aber im guten Sinn die Zeichen der Zeit erkennt, wenn neues Denken und Handeln notwendig wird

Dass die Kirche sich an den Menschen orientiert – und nicht die Menschen an die vor hunderten vor Jahren erlassenen Kirchen-Gesetze anpassen will

Dass die Menschen selbst bereit sind, ihrem Gewissen nachzuspüren und nicht nur auf Richtlinien von oben warten

Dass es mehr Vertrauen in den heiligen Geist gibt, dass die Seelsorger aufgreifen, was ihnen Papst Franziskus als Leitlinie mitgibt: die Barmherzigkeit

um den Mut, den Menschen ihren jeweils eigenen Weg zuzutrauen

Bitten wir für uns selbst, dass auch wir offen bleiben für neues Denken, für neue Entscheidungen, dass wir den Mut haben uns den eigenen Weg zuzutrauen

und dass auch wir Anderen keine Lasten und Verpflichtungen auferlegen, die vielleicht für unser Leben passen aber nicht für andere

So bitten wir guter Gott um deinen heiligen Geist – steh uns bei in all den Entscheidungen, den großen und den kleinen, die wir treffen müssen. Dass wir alles voll Vertrauen in deine Hand legen, darum bitten wir durch Jesus unseren Herrn und Bruder. amen

Dienstag, 26. April 2016

Fürbiten 27.4. Petrus Canisius "weitermachen, durchhalten"



27.4.2016 Petrus Canisius, Kirchenlehrer:  durchhalten weitermachen
In der Kirche denkt man heute an Petrus Canisius, einen der ersten Männer im neu gegründeten Jesuitenorden – der zur Zeit der Gegenreformation als Seelsorger in Deutsschland aber auch in Österreich, in Wien wirkte. Hier war er ab 1550 Hofprediger, half aber auch in allen Pfarren der Umgebung aus, wo es keine Seelsorger gab. Predigt, Ausbildung, Unterricht: für den Klerus aber auch für die Laien, das war ihm wichtig. Und alles stellte Petrus Canisius unter sein Motto: „Durchhalten, weitermachen“ 
Wie aktuell ist das für unsere heutige Situation in der Kirche. so bitten wir

Dass wir erkennen, wie wir weitermachen können, damit die Kirche für die Menschen wieder wahrhaftig und glaubwürdig wird:

dass wir erkennen, wie wir weitermachen können, auch, um so viele Wunden und Verletzungen – begangen innerhalb der Kirche - wieder gut zu machen

dass wir erkennen, wie wir weitermachen können, damit unsere Kirche wieder eine Kirche der Barmherzigkeit und eine Kirche für die Armen und Benachteiligten wird

dass wir erkennen, wie wir weitermachen können, damit wieder mehr junge Menschen, Frauen und Männer zu einem speziellen Dienst in der Kirche bereit sind

dass wir auch in unserer Gesellschaft erkennen, wie wir weite machen können – wie wir Probleme und neue Herausforderungen gerade als Christen besser lösen können

dass wir für uns selbst erkennen,wie wir weitermachen können, dort wo wir unsicher sind und
nicht so recht weiter wissen

Du guter Gott: Gib uns immer wieder Kraft und Zuversicht, zum „Durchhalten, zum Weitermachen“. Denn im Vertrauen auf dich werden auch unsere verschlungenen Wege zu unserem Ziel führen: zu Jesus Christus, unserem Herren und Bruder. amen