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Montag, 31. August 2015

MENSCH SEIN IN ÖSTERREICH

Demonstration „Mensch sein in Österreich“
HEUTE 31.8.2015, 18 Uhr, Christian-Broda-Platz, Wien

Für ein Ende der katastrophalen Zustände in Traiskirchen 
und eine menschenwürdige Asylpolitik

Zentrale Forderungen der Demonstration sind:
  • Kein Flüchtling darf in Österreich obdachlos sein
  • Gute und adäquate Betreuung, Versorgung und Unterbringung für jede Frau, jeden Mann, jedes Kind, die in Österreich Schutz vor Verfolgung und Krieg suchen.

Seit Monaten werden die Menschenrechte im Flüchtlingslager Traiskirchen verletzt. Obdachlosigkeit, Überbelegung und mangelhafte Versorgung sind die Folge. Unbegleitete Kinder und Jugendliche sind auf sich allein gestellt. Zwei Wochen nach dem Amnesty-Bericht hat sich die Lage nicht wesentlich verbessert. Lösungen sind nicht in Sicht.
Viele Bürgerinnen und Bürger helfen und sind ehrenamtlich engagiert. Sie versuchen, das Versagen der Republik zu kompensieren. Eine engagierte junge Frau hat im Internet begonnen, die Demonstration "Mensch sein in Österreich" zu organisieren.  

Wir tun uns zusammen!  
Gemeinsam sind wir stärker!

wenn möglich bitte 
weiß-gekleidet und mit weißen Fahnen kommen

Fürbitten 31.8. für den Abend - GEMEINSAM MENSCH SEIN



Fürbitten 31.8. ABEND
Lange haben wir uns die ganz großen Flüchtlingstragödien auf Distanz halten können.

Die tausenden Toten im Mittelmeer, sie sind weit weg. Nun sehen wir direkt vor unserer Haustüre, unvorstellbar grausam ums Leben gekommene Menschen, alle in einem Schlepper LKW erstickt. Natürlich, wir einzelne, können so wenig tun – aber wenigstens in unseren Herzen und Köpfen müssen wir die Grenzen aufmachen. Ein „Humanitäres Visum“ für Flüchtlinge fordert Caritas Präsident Michael Landau. Europa muss sich nicht nur als wirtschafts-Profit Gemeinschaft in je eigener Sache sondern als offene Solidargemeinschaft erweisen. Ab 18.00 findet in Wien eine große Demonstration für Flüchtlingshilfe statt – um 19.00 im Wiener Stephansdom ein Trauergottesdienst für die 71 Menschen die hier in Österreich tot aufgefunden worden sind, aber auch für alle Toten dieser schrecklichen weltweiten Flüchtlingstragödie. Bitten wir heute

Für die unzähligen Toten, Kinder, Frauen, Männer – für all die Menschen die um tote Angehörige weinen – viele wissen aber auch gar nichts vom Schicksal ihrer Männer Frauen oder Kinder – bitten wir für alle, die in diesen Stunden auf den Straßen Europas unterwegs sind, dass sie bald Aufnahme und Sicherheit finden
Du Gott des Lebens - hilf uns das Richtige zu tun

Bitten wir, dass die Staaten Europas endlich bereit sind, ihre Grenzen für Flüchtlinge zu öffnen und solidarisch und mitmenschlich zu handeln
Du Gott des Lebens - hilf uns das Richtige zu tunHELFEN  
Wir bitten,dass Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten in Syrien, Irak, Afghanistan und aus Ländern Afrikas auf legalen Wegen und ohne Schlepper wenigstens vorübergehend Sicherheit in Europa suchen können
 Du Gott des Lebens - hilf uns das Richtige zu tun

Bitten wir um internationale politische Strategien, die zu einem Ende von Krieg und Terror führen – und dass die internationale Staatengemeinschaft alles tut, um den Menschen auch in den Kriegsgebieten vor Ort zu helfen. Erst vor wenigen Tagen sind dem Flüchtlingshilfswerk UNHCR finanzielle Mittel zur Versorgung von Flüchtlingen im Libanon gestrichen worden 
Du Gott des Lebens - hilf uns das Richtige zu tun
Bitten wir, dass wir hier in Österreich großherzig und liebevoll handeln, dass wir erkennen, dass die Hilfe, die wir geben, eine große Chance für uns selbst ist
Und bitten wir, dass es auch gelingt, rechtsradikale und menschenverachtende Tendenzen in unseren Ländern zu bekämpfen
Du Gott des Lebens - hilf uns das Richtige zu tun

Nicht zuletzt, so bitten wir, dass gerade wir als Christen ALLES tun, um ein Klima der Mitmenschlichkeit zu schaffen, auch im politischen Umfeld, wenn es um Wahlentscheidungen geht
Du Gott des Lebens - hilf uns das Richtige zu tun 
Ratlos und hilflos fühlen wir uns in diesen Tagen, guter Gott – hilf uns zu helfen, dass wir uns nicht weiter mitschuldig machen am Elend unserer Schwestern und Brüder - Amen


Ps schon seit langem rufen die Laiensavatorianer Östereichs jeden Montag zwischen 19.00 und 20.00 zu einem Gebet für den Frieden auf. Ganz gleich, WO wir uns befinden – beten um den Frieden – nur so finden Menschen Heimat und Sicherheit


Sonntag, 30. August 2015

Fürbitten 31.8. - halten wir die Wahrheit aus? Lk.4.16





31.8.2015 …da gerieten sie in Wut Lk.4.16
Von heute bis zum Ende des Kirchenjahres wird das Evangelium nach Lukas gelesen. Über den Verfasser selbst, von ihm stammt auch die Apostelgeschichte, weiß man eigentlich wenig – er war nach eigenen Angaben kein Augenzeuge Jesu und stammte offenbar nicht aus Palästina, da er schlechte Ortskenntnisse hatte. Er war ein gebildeter, griechisch schreibender Stadtbewohner – höchstwahrscheinlich ein Heidenchrist der zweiten oder dritten Generation, der auch für Heidenchristen schrieb. Das Evangelium entstand auf jeden Fall später als  70 n. Chr. Im heutigen Abschnitt schildert Lukas eine spannende Szene. Jesus predigt in der Synagoge seiner Vaterstadt – zunächst sind die Leute sehr angetan von ihm – als er aber beginnt, ihnen ihre innersten Gedanken vorzuwerfen, geraten sie in Rage, ja
sie treiben Jesus aus der Synagoge und wollen ihn einen Berg hinunter stürzen. Ein richtiger gefährlicher Mob. Aber wie sieht es bei uns aus? Möchten wir nicht auch manchmal die Wahrheit lieber nicht hören und sie beim Tempel hinaus jagen?
 so bitten wir heute

dass wir Kritik annehmen und - im Idealfall - sogar dankbar dafür sind

dass wir immer wieder unsere Motive und Beweggründe hinterfragen,
nicht alles, was „gut gemeint“ ist, ist auch gut

dass wir auch die Menschen um uns akzeptieren, so wie sie sind
dass wir sie nicht an unseren Erwartungen messen

dass wir uns auch nicht in religiösen Vorstellungen einzementieren
sondern uns immer wieder auf neues Denken einlassen

und bitten wir, dass wir es auch aushalten, dass nie etwas so perfekt sein wird,
wie wir es uns wünschen -  schon gar nicht wir selbst

Du Gott siehst uns, wie wir wirklich sind. Vor dir dürfen wir alles bestehen lassen:
Helles und Dunkles. Auch an unseren Schwierigkeiten werden wir wachsen.
Darauf vertrauen wir, und danken Dir, weil Du Jesus mit uns sein lässt. Heute und morgen und alle Tage. amen

Samstag, 29. August 2015

Fürbitten Sonntag 30.8. Tod, Hunger, Verzweiflung ....auf Europas Straßen



30.8.2015 22.Sonntag im Jahreskreis
Noch spüren wir alle in uns die Fassungslosigkeit über die Flüchtlingstragödie hier in Österreich. 71 Menschen sind qualvoll in einem Container erstickt. 4 Kinder, 8 Frauen, 59 Männer. Fast zeitgleich sind im Mittelmeer vor der libyschen Küste wieder an die 200 Menschen ertrunken oder in einem Schiffs-Laderaum erstickt sind. Zigtausende Menschen haben bereits ihr Leben auf der Flucht verloren.
Bitten, bitten, bitten wir heute

Für all die Menschen die um tote Angehörige weinen – viele wissen aber auch gar nichts vom Schicksal ihrer Männer Frauen oder Kinder – bitten wir für alle, die in diesen Stunden auf den Straßen Europas unterwegs sind, dass sie bald Aufnahme und Sicherheit finden

Bitten wir, dass die Staaten Europas endlich bereit sind, ihre Grenzen für Flüchtlinge zu öffnen und solidarisch und mitmenschlich zu handeln

Dass Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten in Syrien, Irak, Afghanistan und aus Ländern Afrikas auf legalen Wegen und ohne Schlepper wenigstens vorübergehend Sicherheit in Europa suchen können

Bitten wir um internationale politische Strategien, die zu einem Ende von Krieg und Terror führen – und dass die internationale Staatengemeinschaft alles tut, um den Menschen auch in den Kriegsgebieten vor Ort zu helfen. Erst vor wenigen Tagen sind dem Flüchtlingshilfswerk UNHCR finanzielle Mittel zur Versorgung von Flüchtlingen im Libanon gestrichen worden  

Dass wir hier in Österreich großherzig und liebevoll handeln, dass wir auch sehen können, dass die Hilfe, die wir geben, eine große Chance für uns selbst ist

Und bitten wir, dass es auch gelingt, rechtsradikale und menschenverachtende Tendenzen in unseren Ländern zu bekämpfen – dass wir als Christen ALLES tun, um ein Klima der Mitmenschlichkeit zu schaffen, auch im politischen Umfeld, wenn es um Wahlentscheidungen geht

Ratlos und hilflos fühlen wir uns in diesen Tagen, guter Gott – hilf uns zu helfen, dass wir uns nicht mitschuldig machen am Elend unserer Schwestern und Brüder - Amen