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Mittwoch, 29. April 2015

Auferstehen 25 - wie groß ist mein Leben?



Fragen 

Wie groß ist dein Leben?
Wie tief?
Was kostet es dich?
Bis wann zahlst du?
Wie viel Türen hat es?
Wie oft
hast du ein neues begonnen?
Warst du schon einmal
gezwungen um es zu laufen?
Wenn ja
bist du rundherum gelaufen
im Kreis oder hast du
Einbuchtungen mitgelaufen?
Was dachtest du dir dabei?
Woran erkanntest du
dass du ganz herum warst?
Bist du mehrmals gelaufen?
War das dritte Mal
wie das zweite?
Würdest du lieber
die Strecke im Wagen fahren?
oder gefahren werden?
in welcher Richtung?

Erich Fried

nur so - geh bitte, wie sich das Alter einschleicht

seht ihr - alle BEIDE?
die Junge und die Alte?

innerlich,so glaube ich, fühle ich mich spät-pubertär
von "an die 70" keine Rede
mit dem Alter kokettiere ich - aber dran glauben oder "ES" fühlen, NEIN
und DOCH
da beginnen sich seltsame Dinge einzuschleichen

an apple a day, keeps the doctor away?! Ja eh
aber zum 1.Mal viertel ich mir einen Apfel - besser zum Reinbeißen

ich kaufe und esse frisches Brot - bis jetzt mochte ich es nur schön hart und alt

Kultur am Abend? - nur, wenn mich danach jemand mit dem Auto heimbringt.
Um 23.00 bei der U4 stehen und von der letzten Station dann erst mit dem Radl heim ...na.....

Einladung zum Essen? Ja gerne, zu MITTAG.
Abend liegt mir das nur im Magen, halber Genuß

Fahrma mit dem Radl? Ja, super, aber net mitten in der Sonne

Mann schaut mir auf der Straße nach - nein, bin nicht geschmeichelt,- bloß mißtrauisch


Starkregen angesagt: ich freu mich nicht und denk mir: dann geh ich barfuß, mit den Schuhen in der Hand - nein, ich zieh die klobigen Schuh an, denen "das Wasser" nix ausmacht

Karten für die Festwochen bestellen?
Naja schauma erst, wies BIS DAHIN ist

beim Spazierengehen weich ich den Wassersprengern aus den Gärten aus -
früher hab ich gewartet,bis es zu mir auf den Gehsteig pritschelt 

ich fahr in die Stadt - und kauf mir NIX

eiskaltes Wasser - nein, bitte von "heraußen"

jöh so ein schönes Sonnenplatzl - und WO ist Schatten?

morgen Hochdruck und frühsommerlich? - da muss ich wieder die Jalousien runterlassen

Zehennägel lackieren! - hat immer noch Zeit

schnelles noch was Besseres umziehen - geh bitte ....






















Dienstag, 28. April 2015

Fürbitten 29.4. - weniger "predigen", mehr Liebe und Toleranz Apg.12.24




29.4.2014 Apg.12.24 nicht predigen,die Liebe muss man spüren
„In jenen Tagen wuchs das Wort des Herrn und breitete sich aus“ - so beginnt heute der Leseabschnitt in der Apostelgeschichte. Und wie sieht es bei uns aus: wächst das Wort Jesu, breitet es sich aus? Von Neu-Evangelisierung spricht man seit Jahren – aber manchmal habe ich das Gefühl, es sind immer dieselben Leute die denselben Leuten predigen. Vieleicht liegt es auch am „predigen“. Wer Kindern Liebe „predigt“ - lehrt sie nur das predigen, sagte vor Jahren die bekannte amerikanischen Pädagogin Alice Miller. Vielleicht wird in unseren Kirchen zu viel gepredigt und zu wenig geliebt oder zumindest, von der Liebe gesprochen? Bitten wir heute

um so viel Liebe, dass man uns die Freude ansieht, an dem, was wir glauben und leben

um so viel Liebe, dass wir keine Angst vor Veränderung haben,

um so viel Liebe, dass wir niemand unter Druck setzen mit unserer Vorstellung vom Leben

um so viel Liebe, dass wir ohne Vorurteile auf andere zugehen, dass wir niemand ängstlich ausgrenzen müssen

um so viel Liebe, dass wir immer danach fragen, „was tut dem Menschen gut“ und nicht:
„was gehört sich“ und „was werden die Leute sagen“

um so viel Liebe, dass wir uns füreinander verantwortlich fühlen , ohne den anderen einzuengen und ihm die Freiheit zu nehmen

um so viel Liebe, dass wir uns selbst immer wieder verändern und wandeln können - wie auferweckt von den Toten

So bitten wir guter Gott, lass uns durch die Dankbarkeit und Freude an unserem Leben von der Liebe zu Dir sprechen, die unser Leben hell und gut macht, 
im Licht der Auferstehung Jesu, unseres Bruders. amen 

Montag, 27. April 2015

Fürbitten 28.4. - will ich mit allen Konsequenzen "Christ" sein?

Foto Eva Filice
28.4.2015 Di 4.OW Apg. 11.19 "in Antiochia nannte man die Jünger zum ersten Mal Christen"   
in der Apostelgeschichte erfahren wir, WO und WANN man zum ersten Mal die Anhänger des Jesus von Nazareth als „Christen“ bezeichnete. Es war in Antiochia, so schreibt es Lukas.
Wir Christen sind heute ganz selbstverständlich „Christen“ ohne viel darüber nachzudenken – dabei gibt es ein ganz konkretes Anforderungsprofil für uns: „dass wir zum vollkommenen Menschen werden und Christus in seiner vollendeten Gestalt darstellen“ wie es Paulus im Epheserbrief schreibt. Wollen wir das Ernst nehmen?
An Stelle der Fürbitten heute : Gedanken mit unserer eigenen stillen Bitte:

Wie nahe und lebendig ist mir „Christus“?

lasse ich ihn an mich heran oder bleibt er eine fromme „Formel“?

spüre ich, wie Er selbst MICH um sich haben will?

dass er mich braucht? Mich liebt?

Traue ich mich, diesen Christus zu lieben oder kommt mir das komisch vor ?

Ist Christus ein Sozialprogramm für mich oder „mein Leben“?

wer werde ich sein, wenn ich Christus in vollendeter Gestalt bin?

welche Konsequenzen für mein Leben wird das haben?

will ich überhaupt einen so ver-rückten Weg gehen ?


Du, Jesus – Christus – auferstanden:  nimm mich mit in deine Wirklichkeit, die alles umkrempelt und alles auf den Kopf stellt. Denn das heißt es wohl, Christ zu sei.Amen

Sonntag, 26. April 2015

Fürbitten 27.4. - Gott braucht keine Rituale und Paragrafen



27.4.2015 Mo 4.OW Apg.11.1
Eigentlich müsste uns die Lesung heute sehr nachdenklich machen. Für die junge Jesus Kirche ist es ein gewaltiger Einschnitt: aus der Petrus Erzählung geht hervor, dass Menschen sich Jesus anschließen können, ohne vorher Juden zu sein, dh beschnitten worden zu sein. Auch die jüdischen Speisevorschriften sind nicht verpflichtend. Das heißt: Gott teilt sich allen Menschen mit – er braucht keine Rituale, keine Paragrafen, keine fixen Bräuche: GOTT unterscheidet nicht zwischen „zu ihm gehörig“ und fremd -  der Geist Gottes kommt auf ALLE, überall dorthin, wo Menschen Gott suchen. Daraus sollte die Kirche HEUTE lernen: man muss immer wieder NEU denken und überdenken - selbst erlassene Vorschriften sind nicht für die Ewigkeit - siehe Zölibat, Frauenpriestertum....
Für Gott scheint das das einzig Wichtige zu sein: dass wir IHN voll Sehnsucht suchen. 
So bitten wir heute

dass wir nicht stecken bleiben in Äußerlichkeiten, in leeren Formeln und Ritualen
Christus höre uns – Christus erhöre uns

dass wir nichts „Frommes“  tun, weil es „Pflicht“ ist, sondern dass wir mit unserem Leben und unserer ganzen Liebe dahinter stehen

dass wir für uns selbst herausfinden, was richtig und falsch ist

dass wir nicht hängen bleiben an alten Bildern und Geschichten, sondern dass wir eine
persönliche Beziehung zu Gott suchen

dass wir keine Angst davor haben, eigenständig und kritisch zu denken

dass wir niemand den „wahren“ Glauben absprechen, sondern Respekt haben vor jedem, der
aufrichtig nach Sinn und Liebe im Leben sucht

dass Gott keine Verbotstafel in unserem Leben ist, sondern ein Hinweisschild für Freude
und Freiheit und Zuversicht


Du guter Gott. Um wie viel größer bist du, als wir es uns vorstellen können. Du nimmst uns an, so wie wir sind. Mit all unserem Suchen, mit allen  Zweifeln. Dafür danken wir dir, durch Jesus unseren Bruder. amen