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Samstag, 24. Mai 2014

Segne du Maria.....meine Maria im Mai

vielleicht die älteste Abbildung Mariens, die bis jetzt entdeckt wurde, 
in der Priscilla-Katakombe in Rom Beginn 3.Jahrh.nach Christus


Segne Du Maria, segne mich Dein Kind.
Daß ich hier den Frieden, dort den Himmel find!
Segne all mein Denken, segne all mein Tun,
Laß in Deinem Segen Tag und Nacht mich ruhn! 

Segne Du Maria, alle die mir lieb,
Deinen Muttersegen ihnen täglich gib!
Deine Mutterhände breit auf alle aus,
|Segne alle Herzen, segne jedes Haus! 

Segne Du Maria, jeden der da ringt,
Der in Angst und Schmerzen, Dir ein Ave bringt.
Reich ihm Deine Hände, daß er nicht erliegt,
  Daß er mutig streite, daß er endlich siegt! 

Segne Du Maria, unsre letzte Stund!
Süße Trostesworte flüstre dann Dein Mund.
Deine Hand, die linde, drück das Aug uns zu,
|Bleib im Tod und Leben unser Segen Du! 



Bei einer Umfrage in den Pfarren Deutschlands und Österreichs, welche Lieder in das neue “Gotteslob” aufgenommen werden sollten, erreichte “Segne, du Maria” ganz unerwartet den ersten Platz. Der Text zu diesem Lied stammt von Cordula Wöhler, 1845 in Mecklenburg in einer protestantischen Pfarersfamilie geboren. Als sie mit 25 Jahren katholisch werden wollte, hat sie in dieser Zeit, die für sie und ihre Familie sehr schwer war, dieses - einfache und sehr innige - Marienlied geschrieben
 

   


Fürbitten 25.5.: die Bitt-Tage ... mit Gedanken von Rabindranath Tagore

                                                             Foto: Irmgard Czerny
25.5.2014 6.Ostersonntag Bittage vor Christi  Himmelfahrt
Seit Hunderten von Jahren sind die Tage vor Christi Himmelfahrt Bitttage: Ich denke, wir dürfen ruhig heute Sonntag schon damit anfangen. Gott möge vor Missernten, Hungersnot und Umwelt- Katastrophen schützen. Ganz besonders bitten wir für die verzweifelten Menschen in Serbien und Bosnien. Bitten wir aber auch um Gottes Hilfe für alles, was wir als persönliches Unheil fürchten. Ich möchte unsere Fürbitten heute in das schöne Gebet des indischen Dichters Rabindranath Tagore einfließen lassen
Du guter Gott, wir können nicht verlangen,
vor Gefahr bewahrt zu werden,
aber wir bitten dich,
dass wir die schwierigen Situationen unseres Lebens
geduldig und voll Hoffnung meistern
wir bitten dich, erhöre uns

Du guter Gott, wir können nicht verlangen
dass du uns vor jedem Schmerz und jeder Kankheit bewahrst
aber wir bitten dich um ein starkes Herz,
das auch den Schmerz und die Angst besiegt.

Du guter Gott, wir können nicht verlangen
dass du uns alle Schwierigkeiten aus dem Weg räumst
aber lass uns in unseren Krisen,
unsere eigene Stärke und Kraft entdecken

Du guter Gott,wir können nicht verlangen
dass du all unsere Pläne gelingen läßt
aber schenke uns die Gnade, alles von dir zu erhoffen
und unser Glück nicht am Erfolg zu messen

Du guter Gott, was immer mit uns geschieht,
um das eine bitten wir dich
lass uns immer den Halt deiner Hand fühlen,
gerade dann, wenn wir versagen.
Geborgen – gehalten – getragen von dir..

So bitten wir dich guter Gott, bewahre uns und unsere Umwelt und sei bei uns, wenn wir uns hilflos und ausgeliefert fühlen. Lass uns einander beistehen und alles von Dir erwarten, das bitten wir dich, durch Jesus unseren Herren und Bruder Amen

das Orginal Gedicht - Gebet von Rabindranath Tagore, 
bengalischer Nobelpreisträger aus Indien
 
Lass mich nicht bitten,
vor Gefahr bewahrt zu werden,
sondern ihr furchtlos begegnen,
lass mich nicht das Ende der Schmerzen erflehn,
sondern das Herz, das sie besiegt.
Lass mich auf dem Kampffeld des Lebens
nicht nach Verbündeten suchen,
sondern nach meiner eigenen Stärke,
lass mich nicht in Sorge und Furcht nach Rettung rufen,
sondern hoffen, dass ich Geduld habe,
bis meine Freiheit errungen ist, gewähre mir,
dass ich kein Feigling sei,
der seine Gnade nur im Erfolg erkennt,
lass mich aber
den Halt deiner Hand fühlen,
wenn ich versage.

Auferstehen 35

will ich auferstehen?
 50 Ausreden (bis Pfingsten)

wer will denn dauernd ans Sterben denken? 

Man muss weggehen können
und doch sein wie ein Baum:
als bliebe die Wurzel im Boden,
als zöge die Landschaft und wir ständen fest.
Man muss den Atem anhalten,
bis der Wind nachlässt
und die fremde Luft um uns zu kreisen beginnt,
bis das Spiel von Licht und Schatten,
von Grün und Blau,
die alten Muster zeigt
und wir zuhause sind,
wo wir zuhause sind,
wo es auch sei...

Hilde Domin









Freitag, 23. Mai 2014

wenn Aylas Opa (nicht) singt....


Komme eben aus der Oper - "Hoffmanns Erzählungen" - und schon fallen mir
"Aylas Erzählungen" ein.

Ich sage zu Aylas Papa: "Bitte heute die Ayla früher abholen. Ich muss weggehen"

"WO GEHST DU?" - fragt Ayla, neugierig ist sie rund um die Uhr

"Ich gehe in die Oper!"

Ayla ist verwirrt. "WO gehst du OPA?"

"im 1.Bezirk sage ich, ein wunderbares großes Opernhaus, ich werde es dir einmal zeigen"

"OPA nicht Haus" - sagt Ayla verzweifelt

Ach jetzt kapier ichs erst!!! Oper - OPA

Nein, Ayla sag ich, "nicht Opa, in der Oper, wo ich hingehe, singt man"

Aylas Verzweiflung mit Ilselein steigt: "OPA nicht singt es"

("das Opa" - mit den Artikeln und Fürwörtern hapert es lange noch!!)

Fürbitten 24.5.: Maria Hilfe der Christen

24.5.2014
Heute ist auch der Tag des Gebetes für die Kirche in China. Papst Benedikt XVI hat 2007 dazu aufgerufen – denn auch von den chinesischen Christen wird am 24.Mai ganz besonders
„Maria Hilfe der Christen“ verehrt und zwar im Marienheiligtum von She-Shan in Shanghai.

In China wächst die Zahl der Christen rasant. Offiziell gibt es etwa 20 Millionen Protestanten und sechs Millionen Katholiken, doch die tatsächliche Zahl ist viel höher: Erfasst werden nur die Mitglieder dieser beiden offiziellen Kirchen. Schätzungen reichen von 50 bis zu 80 Millionen Christen in China.
Die Römisch-katholische Kirche ist geteilt, in die offizielle Kirche und die ehemalige Untergrundkirche. Beide Kirchen haben ungefähr 70 Bischöfe.Die Strukturen der offiziellen und der inoffiziellen Kirche verlaufen parallel, so dass die Diözesen oft doppelt besetzt sind. Beide Organisationen haben eine vom Vatikan nicht anerkannte Bischofskonferenz. Die meisten Bischöfe der offiziellen katholischen Kirche sind inzwischen vom Papst anerkannt und legitimiert und in einem Brief an die chinesischen Katholiken im Jahr 2007 erläuterte der Papst, dass er eine Vereinigung der beiden katholischen Kirchenflügel Chinas wünscht, und dass es keine Bischofsernennungen im Untergrund mehr geben wird. Die Zuständigkeit für die Bischofsernennungen bleibt weiterhin umstritten. Der Papst pocht auf sein Recht, Bischöfe zu ernennen, die chinesische Regierung besteht auf dem Verfassungsartikel, dass keine Kirche aus dem Ausland gesteuert werden darf. Es wird ein Kompromiss angestrebt.
Die Kirchen werden wie alle religiösen Gruppen von den parteistaatlichen Organen misstrauisch beobachtet. Offiziell gibt es keine „Christenverfolgung“ - dennoch leiden viele Christen unter Repressionen und Benachteiligungen.

Mit unserem Blick auf Maria
bitten wir heute also ganz besonders für die Christen in China, für die es gesellschaftlich noch immer schwer ist, ihren Glauben zu leben.

Bitten wir für alle Menschen, die auch wegen ihrer politischen Überzeugung Repression und Verfolgung ausgesetzt sind.

für die Christen in Syrien, Vor einem Monat erst ist der niederländische Jesuitenpater Frans van der Lugt von unbekannten Bewaffneten in Homs aus dem Haus gezerrt und erschossen worden.

Bitten wir für die Christen in Nigeria, die von der Boko Haram Sekte verfolgt werden. Ganz besonders für die fast 200 noch immer verschleppten und schwer bedrohten Schulmädchen

bitten wir um gute Gespräche bei der Nahostreise von Papst Franziskus, er bereist Jordanien,Israel und die Palästinensergebiete

bitten für die Arbeit aller Organisationen, die sich für religiös und politisch verfolgte Menschen einsetzen, für Gerechtigkeit und Menschenrechte
und bitten wir auch für uns selbst, lass uns aufrechte Menschen sein, die zu dem stehen, wovon sie überzeugt sind und woran sie glauben . hilf uns zu erkennen, wo auch in unserem Leben Entscheidungen anstehen, die wir treffen müssen, auch wenn sie uns Nachteile bringen.
Guter Gott, so bitten wir im Namen Jesu, dass Leid und Tod so vieler Menschen, die für ihren Glauben verfolgt und getötet worden sind, nicht vergeblich ist. Wir bitten um Frieden und Versöhnung – auch untereinander. Amen

FUNKTIONIEREN - vom Über-leben zum Leben

Heute vormittag denke ich wieder besonders an Irmgard. Sie hat einen Zahnarzt-Termin, wer hat das schon gern. Wurzelbehandlung. Aber bei jemand, dem man monatelang im Mund und rund um den Mund herummanipuliert und behandelt hat - Zungengrundkrebs - bei dem löst das doch mehr als nur das "gewöhnliche" Unbehagen vor dem Zahnarzt aus. Irmgard aber "funktioniert" klaglos ...sie macht,was sie machen muss ... so wie sie sich das ungeliebte Baugerüst vor ihrem Fenster einfach
"verschönert" hat ...

                                                                                     - 10 -
"Funktionieren.  Ja ich habe immer funktioniert, und ich habe gut funktioniert, aus meiner Sicht und auch aus der Sicht meiner FreundInnen und Bekannten. Passiert aber einmal etwas Unvorhergesehenes, etwas Schicksalhaftes, wird dieses ‚Funktionsgerüst‘ wackeliger und kann sogar vorübergehend zusammenbrechen. Und je enger sich die Schlinge um den Hals zieht, umso mehr greift Abhängigkeit von anderen Personen, von medizinischen Einrichtungen, von Hilfsmitteln aller Art Platz; eine Situation, mit der ein bis dahin äußerst selbständiger Mensch schwer zurechtkommt. Nur Ängste und Schmerzen und die schwindenden Kräfte ‚erleichtern‘ dann  das Begreifen der neuen Situation und das Zulassen (müssen).
Sind verschiedene Körperfunktionen reduziert oder gar ausgeschaltet, funktioniert ja der ganze dazugehörige Mensch nicht mehr. Die Zeit in der Intensivstation, die Zeit mit der Magensonde durch die Nase in den Magen, die Zeit der Sprachlosigkeit, die Zeit, bis sich Muskeln und  Kreislauf wieder ihrer Aufgabe voll bewusst sind – eine Zeit, in der man schwach und hilflos ist und sich nutzlos vorkommt; denn der Geist ist im Gegensatz zum Körper gesund und wach geblieben.


Zum Glück ging diese Hilflosigkeit nie so weit, dass ich nicht wenigstens die tägliche – wenn auch eingeschränkte – Körperpflege und den Gang auf die Toilette ohne fremde Hilfe geschafft hätte. Dass dennoch einmal dieser Fall eintreten könnte, davor bewahre mich Gott. Und die Gedanken an ‚diesen Fall‘  kreisen seit langem durch meinen Kopf, nicht erst, als ich bereits nahe dran war. Nicht so sehr die Gedanken daran, dass das gleiche, was eben mit mir passiert ist, noch einmal kommen könnte, nein, die Gedanken daran, was habe ich – mittlerweile altersbedingt – noch zu erwarten, ja zu befürchten. Wie lange werde ich meinen ganz normalen Alltag selbständig bewältigen können, welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen hat das Schicksal noch für mich vorgesehen – Gedanken, die sich unweigerlich in den Vordergrund drängen, z.B. dann, wenn es an einer Stelle zwickt und zwackt, die bisher verschont geblieben war. Doch die Tatsache, dass ich ‚hier‘ lebe mit den besten sozialen Einrichtungen, die man sich nur vorstellen kann, beruhigt dann wieder."

Donnerstag, 22. Mai 2014

Fürbitten: "einander lieben" ...klingt einfacher,als es ist Joh.15.12

                                                                      Foto Irmgard Czerny
23.5.2014 Joh.15.12 Liebt einander
mit einer solchen Eindringlichkeit spricht Jesus von der Liebe. Johannes faßt das als große Abschiedsrede im Abendmahlsaal zusammen, vor dem Tod Jesu. Immer wieder sagt Jesus: Liebt einander,das trage ich euch auf:Liebt einander....Nun könnte man meinen,im Grund ist es ja das, was wir alle wollen: lieben, geliebt werden. Ich stocke aber immer beim:
 „einander lieben“ - das ist wie bei der Nächstenliebe, den Nächsten kann man sich nicht aussuchen, und das „einander“ auch nicht. So bitten wir heute

dass wir einander lieben, den Nachbarn, der uns auf die Nerven geht

dass wir einander lieben, die Arbeitskollegin, die immer alles besser weiß

dass wir einander lieben, den Schüler, der uns seit Wochen provoziert

dass wir einander lieben, die Bettlerin, die bei den U Bahn Stiegen herumjammert

dass wir einander lieben, auch die dort im fernen Vatikan, die Exkommunikations Dekrete
verschicken

dass wir einander lieben, nein, ...das kann es nicht sein,
dass wir einander lieben – auch die, die Böses tun,die andere verletzen und quälen, 
die, die Terrorakte verüben,die, die aus Gewinnsucht Menschenleben aufs Spiel setzen,
nein Gott, nein,wie sollen wir die lieben können ….

Hilf uns heraus, guter Gott, hilf uns heraus aus unserer Hilflosigkeit. Jesus wirklich „ernst nehmen“ übersteigt unsere Kraft. Sei bei uns, weil wir dich nur erkennen, wenn wir ins Antlitz des Anderen schauen. Sei bei uns, weil andere DICH nur erkennen, wenn sie in unsere Augen sehen. Erbarme dich unser Gott, erbarme dich. Amen

Ilse Oberhofer

Auferstehen 33

will ich auferstehen?
 50 Ausreden (bis Pfingsten)

                             wer weiß, was einen da erwartet? 
"..Was bin ich unter diese
Unendlichkeit gelegt,
duftend wie eine Wiese,
hin und her bewegt,
rufend zugleich und bange,
daß einer den Ruf vernimmt,
und zum Untergange
in einem Andern bestimmt."
Rainer Maria Rilke
   

Exkommuniziert - ach du lieber Gott!!!!!!!

10 Fragen
1. gleich an Jesus: wie oft hast DU exkommuniziert?
2. an die Herren in Rom/Vatikan: wovor fürchtet ihr euch?
3. worin besteht ein" Imitieren" der Eucharistie?
4. entweder: Jesus ist in der Mitte seiner Jüngerinnen/Jünger voll präsent in
   Brot und Wein - in der Transubstantiation? puh Wort richtig?
5.oder: Jesus ist nicht "als ein Ganzer", Gott und Mensch DA, weil unwürdige Hände
   die Wandlung vollzogen haben
6. was sind unwürdige Hände?
7. woran erkennt ihr, dass Jesus wirklich GEGENWÄRTIG ist
8. kann man das messen, Geigerzähler?
9. wo lest ihr eure Exkommunikation bei Jesus nach? stand da nicht irgendwo der Satz im       Evangelium "wer nicht GEGEN mich ist, ist FÜR MICH"
10, ach was, in diese Männerköpfe geht eh nix hinein, Heilige Geistin, heilige "ruach" (hebräisch) HILF DU 

ACH JA: und sagte Jesus nicht:
"WO ZWEI ODER DREI IN MEINEM NAMEN VERSAMMELT SIND - 
DA BIN ICH MITTEN UNTER IHNEN"
 
Ilse Oberhofer

Infoquelle: http://tirol.orf.at/news/stories/2648535/


Die Vorsitzende der Plattform „Wir sind Kirche“, Martha Heizer, ist exkommuniziert worden. Grund sind die privaten Eucharistiefeiern, die die Tiroler Kirchenkritikerin gemeinsam mit Gleichgesinnten in ihrem Haus in Absam feiert.

Der Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer wollte das Dekret aus Rom am Mittwochabend persönlich dem Ehepaar Heizer zustellen. Er las Heizer und ihrem Mann den Inhalt vor - das Schreiben selbst wiesen die beiden aber zurück. Sie stellen das Verfahren überhaupt infrage, wie der Ehemann Heizers gegenüber ORF Tirol bestätigt. Auch er wurde exkommuniziert.

Private Eucharistiefeiern

Grund für die Exkommunikation ist das Feiern von privaten Eucharistiefeiern. Heizer hatte vor zweieinhalb Jahren öffentlich gemacht, dass sie gemeinsam mit ihrem Ehemann und ein paar weiteren Gläubigen solche Feiern zu Hause durchführt
 
Die katholische Kirche sieht in einer solchen Feier ohne Priester ein Imitieren der Eucharistie und damit ein schwereres Vergehen. Mit der Exkommunikation verbunden ist, dass Betroffene keine Sakramente mehr spenden oder empfangen dürfen. Heizer will im Laufe des Tages detailliert zu Exkommunikation durch die Kirche Stellung nehmen.

Was ist eine Exkommunikation?

Exkommunikation ist eine Kirchenstrafe. Sie ist kein Ausschluss aus der Kirche. Durch die Taufe wird man Mitglied der Kirche, und diese Mitgliedschaft ist eigentlich durch keine rechtliche Maßnahme aufhebbar. Sie ist aber die strengste aller möglichen Kirchenstrafen. Der Exkommunizierte darf keine Sakramente mehr empfangen, er darf also nicht zur Kommunion oder zur Beichte gehen oder kirchlich heiraten. Er darf keine kirchlichen Dienste, Ämter oder Aufgaben wahrnehmen, vor allem darf er bei einer Messe keinen Dienst verrichten.
Wenn eine Exkommunikation in aller Form von Rom ausgesprochen wurde wie jetzt gegenüber Heizer, dann ist für eine Aufhebung auch Rom zuständig. Wenn Heizer sagen würde, dass sie ihr Vorgehen bereut und glaubwürdig versichert, dass sie ihr Verhalten ändert, dann würden die Chancen auf eine Aufhebung gut stehen.

Abtreibung zieht Exkommunikation nach sich

Für eine Exkommunikation braucht es allerdings nicht unbedingt eine Feststellung von Rom. Laut dem römisch-katholischen Kirchenrecht ist es möglich, dass man sich durch eine Tat selbst exkommuniziert, etwa durch die Vornahme einer Abtreibung. Für die Aufhebung einer solchen nicht offziell ausgesprochenen Exkommunikation ist aber nicht Rom, sondern der Bischof beziehungsweise von ihm Bevollmächtige zuständig.


Infoquelle: http://tirol.orf.at/news/stories/2648535/




Mittwoch, 21. Mai 2014

Fürbitten 22.5. "..dass die Liebe einen langen Atem hat" Joh.15.9

                                                            Foto  Irmgard Czerny

22.5.2014 Joh.15.9 Bleibt in meiner Liebe
Immer wieder beschwört Jesus diesen einen Satz, diesen einen Gedanken „Liebt einander, bleibt in meiner Liebe“. Der Sinn unseres Lebens wird am Maß unserer Liebe gemessen.
So ehrenwert es ist, hilfsbereit und engagiert zu sein, so ehrenwert es ist, sich immer wieder zu überwinden und Gutes zu tun: letztlich sollten wir Liebe füreinander, Liebe zueinander empfinden, - letztlich sollen wir Gott lieben. Und wenn, dann aus Dankbarkeit und aus Liebe „fromme“ Menschen sein. Bitten wir heute

dass unsere Liebe einen langen Atem hat, dass sie geduldig und fürsorglich ist
christus höre uns – christus erhöre uns

dass unsere Liebe gütig ist, nachsichtig, dass wir die anderen akzeptieren können wie sie sind

dass wir großzügig sind, nicht eifersüchtig, nicht Besitz ergreifend

dass wir uns nicht wichtig machen, dass wir nicht unseren Vorteil suchen, dass wir nicht Angst haben zu kurz zu kommen

dass wir Kränkung und auch Böses nicht nachtragen, dass wir verzeihen können, dass wir nicht Recht haben müssen

dass unsere Liebe vieles aushalten kann, auch unser eigenes Versagen, all das, was
wir nicht selbst an „gut-sein“ schaffen

dass unsere Liebe uns immer wieder dabei hilft: weiter zu machen, durch zu halten, nicht aufzugeben, gerade dann, wenn wir eine Krise durchtauchen müssen und vieles nicht so gut läuft

und am wichtigsten: dass die Liebe uns dankbar und froh und glücklich macht

So bitten wir dich guter Gott: schenke uns diese Liebe, die unser ganzes Leben trägt und die uns hilft, auch das Leben anderer mit zutragen: wie es uns Jesus vorgelebt hat. Unser Herr und Bruder. Amen

Ilse Oberhofer 

Ayla, die Engel und die Angst

Im Lesebuch kommt das Wort ANGST vor. Ayla weiß nicht was ANGST bedeutet.
 
In den ersten gemeinsamen Wochen, bräuchten wir ein ganzes Wörterbuch zum Übersetzen, so wenig Deutsch „kann“ sie: trotz Kindergarten und obwohl sie nun schon die 1 Klasse Volksschule das zweite Mal macht. Ayla ist so ein ruhiges schüchternes Mädchen - sie nickt einfach immer 
"JA, JA"
– da merkte offensichtlich niemand, dass sie ja meistens gar nicht versteht, worum es geht

Also: was ist ANGST.
Ich beutle mich, zittere, halte mir die Hände vor die Augen, weine „Mama,Mama“ und zeige nach draußen: huuu großes Gewitter, Donner Blitz. ...na so ähnlich halt....
(ich müßte mal beim Samy Molcho einen Pantomime Kurs machen)
zur Sicherheit schauen wir auch noch ins Internet: Vogel steckt Kopf in den Sand, 
der will sich vor Angst verkriechen – ja das versteht Ayla.

Schon erzählt sie in ihrem Kauderwelsch: wenn sie in der Nacht schlecht träumt und Angst bekommt, dann läuft sie gleich zu ihrer Mama und legt sich zu ihr ins Bett.

"Aber Ayla sage ich, du hast doch deine zwei Engel auf der Schulter, da brauchst du doch gar keine Angst haben".  

Ernst schaut sie auf ihre Schultern, links, rechts – links,rechts. 

Dann schüttelt sie den Kopf: „Ilselein,isse Nacht,Engel schlafen“ – muss Mama Bett

Auferstehen 32

will ich auferstehen?
 50 Ausreden (bis Pfingsten)

gibt es ein VORHER ?  gibt es ein NACHHER ?    



 
"War ich ein Falter
vor meiner Geburt
ein Baum oder
ein Stern

Ich habe es vergessen

Aber ich weiß
daß ich war
und sein werde

Augenblicke
aus Ewigkeit"

Rose Ausländer

Fürbitten 21.5.2014 Franz Jägerstätter "aus dem Glauben heraus...."

Heute ist auch der Gedenktag von Franz Jägerstätter. Der junge Bauer aus Oberösterreich ist am 9.August 1943 in Berlin von den Nazis hingerichtet worden. Ermordet,weil er sich als Christ geweigert hat, für das Hitlerregime zu kämpfen. 2007 ist Jägerstätter selig gesprochen worden, aber jahrzehntelang war selbst in der Kirche sein Widerstandskampf umstritten.
In den Monaten im Gefängnnis, in den Monaten vor seiner Hinrichtung hat Jägerstätter von seiner Kirche, der katholischen Kirche, keinerlei moralische Unterstützung bekommen. Man hielt ihn für einen Sturschädel, der auf Kompromisse mit dem Regime eingehen sollte. Seiner Familie zuliebe. Auch seine Frau Franziska wurde noch lange nach dem Krieg kritisiert, weil sie die Entscheidung ihres Mannes verstanden hat und ihn nicht überredete, seinen Widerstand aufzugeben. Heute dürfen wir Franz Jägerstätter selig nennen – bitten wir Gott, dass auch wir klare Entscheidungen im Leben treffen können:

Lass uns aufrechte Menschen sein, dass wir zu dem stehen, wovon wir überzeugt sind,                      so bitten wir: komm heiliger Geist
Hilf uns immer zu unterscheiden zwischen Sturheit und Uneinsichtigkeit – und der Notwendigkeit, das Richtige und Notwendige zu tun
gib uns den Mut herauszufinden, was nach unserem eigenen Gewissen falsch oder richtig ist.
Hilf uns zu erkennen, wo auch in unserem Leben Entscheidungen anstehen, die wir treffen müssen, auch wenn sie uns und anderen weh tun.
Lass uns Menschen sein, die Verantwortung für sich und andere übernehmen können.
Gib uns die Kraft, wenn es notwendig ist, auch gegen den Strom zu schwimmen
Gib uns den Mut, Ungerechtigkeit beim Namen zu nennen und uns für all die einzusetzen, die niemand haben, der auf ihrer Seite steht.
Lass uns auch im eigenen Land immer wieder gegen Ausländerhetze, Rassismus und Diskriminierung Andersdenkender auftreten
Sei an der Seite aller Menschen, die auf Grund ihrer religiösen oder politischen Überzeugung verfolgt werden. Segne die Arbeit aller Organisationen, die sich für Gerechtigkeit und Menschenrechte einsetzen

So bitten wir dich guter Gott, lass uns aus unserem Glauben heraus Entscheidungen treffen
und Verantwortung übernehmen ,wir bitten durch Jesus Christus unseren Bruder, der uns ein Leben in der Wahrheit und in der Liebe vorgelebt hat. amen

Ilse Oberhofer

Dienstag, 20. Mai 2014

Fürbitten 21.5.2014 ..eine Liebesbeziehung Joh.15.1

Ich bin der Weinstock,ihr seid die Reben sagt Jesus – und ich denke mir manchmal: das könnte auch der Beginn von einem Liebesgedicht sein, von einem Liebeslied. Das Bild spricht von einer Zusammengehörigkeit und Einheit, von zweien, die einander lebensnotwendig brauchen. Der Weinstock braucht die Reben, wie traurig würde er sonst aussehen – und die Reben haben kein Leben ohne den Weinstock. Es ist,wie sich eine Liebebeziehung anfühlt: einer mag nicht ohne den anderen sein …. Bitten wir heute, dass aus unserem Glauben immer mehr eine Liebesbeziehung wird

dass wir aus Liebe zu Jesus - Dinge tun,das wir sonst vielleicht nicht tun würden

dass wir aus Liebe zu Jesus - einen alten Streit beilegen können

dass wir aus Liebe zu Jesus - uns mit Kritik an Anderen zurückhalten

dass wir aus Liebe zu Jesus - uns Neues zutrauen und offen sein wollen für alles, was kommt

dass wir aus Liebe zu Jesus - jeden Tag zu einem Tag der Dankbarkeit machen

dass wir aus Liebe zu Jesus - fröhlich und freundlich sind

dass wir aus Liebe zu Jesus - uns selbst lieben und uns immer wieder ganz bewußt etwas Gutes gönnen

Du guter Gott,so wie Jesus ganz in Dir ist, wollen auch wir ganz in Jesus sein und wie die Reben am Weinstock unser Leben ganz aus ihm leben. Hilf uns, dass wir liebende Menschen werden und diese Liebe uns froh und dankbar macht. Weil wir mit und in Jesus leben dürfen. Heute und immer.Amen

Ilse Oberhofer

warum mir Ayla am Dachboden einfällt



Schaut fast so aus, als würde es der Sommer bald ernst meinen.
Ich muss rauf auf den Dachboden, und "leichtes Gwand" holen.
Am Weg hinauf - drei Stockwerke - lache ich. Die Erinnerung:

Ayla, sie kam noch nicht lange zu mir, hat mich aber immer so gerne bei "Hausarbeiten" begleitet.
Eine dieser Arbeiten bestand nun im "Wäsche aufhängen" - und, was sie noch nicht wußte, dazu
mit dem Wäschekorb in den vierten Stock auf den Dachboden gehen. Gutes Training.

Komm Ayla, sag ich - jetzt müssen wir 3 Stock hinauf mit der Wäsche...

Ich schaue ihr zu, wie sie ein bißchen ratlos vom Sessel aufsteht.
Sie schaut rund um sich ...Offensichtlich sucht sie etwas
"Na komm, tu weiter....was ist denn "
Ilselein wo isse STOCK?

Sie suchte Stöcke für uns - schlampert hatte ich ja nur "vom Stock" geredet, aber selbst
Stockwerk war ihr deutsch noch kein Begriff....
"am Stock gehen", ja, das kannte sie von ihrem Opa
da habe ich erst bemerkt, wie mühsam "Schule" für sie lange Zeit war: denn so oft haben "die Dinge" einfach nicht übereingestimmt.
Das, was die Frau Lehrerin sagte, mit dem Bild, das sie selber im Kopf hatte ....

und weil es grad so warm ist:
Ayla, als sie schwitzend zu mir kommt: Ilselein, so viel geschweißt heute!