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Samstag, 22. März 2014

Fastentagebuch Tag 18


"das kleine ICH muss grosszügiger werden, 
   bis an die Grenze der Verrücktheit."
Peter Schellenbaum

ich war obdachlos...ein Hilferuf

KANN JEMAND HELFEN: ich leite den Hilferuf des Direktors einer Wiener Schule weiter!!!!!

"Ich beginne mit einer Entschuldigung bzw. Erklärung:
Normalerweise bin ich als Schulleiter nicht für Wohnungssuche oder –vermittlung zuständig.
In diesem Fall (einer aus Kenia stammenden Mutter und ihrer 9-jährigen Tochter und ihres 3-jährigen Sohnes) mache ich eine Ausnahme, weil ich mich für das Verhalten der jetzigen (österreichischen) Hauseigentümer dieser Mutter geniere und hoffe, dass wir (= mehrere hundert Eltern und LernbegleiterInnen der ILB) eine Lösung finden.
Die Mutter wohnt zur Zeit im 16. Bezirk und seit Wochen wird das Schloss ihrer Eingangstüre verklebt und verschmiert, werden Farbkübel gegen die Wohnungstüre geschüttet – die Vermutung liegt nahe, dass die (auch ansonsten forsch auftretenden) Hauseigentümer diese Mutter als Mieterin loswerden wollen. Mutter und Kinder sind mittlerweile ziemlich verängstigt, haben Schlafstörungen, die wiederholt von der Mutter bei Sachbeschädigungen zugezogene Polizei hat auch keine Handhabe (gegen unbekannte Täter) und rät ihrerseits der Mutter, am besten woanders hin zu ziehen.
Nun hat diese Mutter einer Kündigung per Ende März zugestimmt (weil sonst bekäme sie ihre Kaution nicht zurück usw.) – soll aber nun bereits per Montag, 24.3. die Wohnung verlassen und die Schlüssel abgeben. Leider konnten bisher weder VertreterInnen von ZARA noch ein Amt in der Lederergasse erfolgreich bei der Beschaffung einer Wohnung sein.
Ich habe heute die für den 20.Bezirk zuständige Schulsozialarbeiterin eingeschaltet, die glücklicherweise binnen einer halben Stunde zu uns an die Schule kommen konnte und anschließend mit der Mutter gemeinsam in die (bisherige) Wohnung fuhr, um Dokumente zu holen. Für das Wochenende ist ein Notquartier bei Freunden/Verwandten möglich.
MEINE BITTE: Wer kann einen Hinweis für eine (dauerhafte und menschenfreundliche) Unterkunft für diese 3-köpfige Familie geben? Die Mutter könnte bis zu max. 500,-€ Miete monatlich aufbringen, hat aber nach ihren Erzählungen bisher bei Wohnungsbesichtigungen keine Chance aufgrund ihrer Hautfarbe, ihres Alleinerzieherinnen-Status.
Ich hoffe sehr (im Sinne unserer lieben Schülerin, ihres kleinen Bruders und ihrer relativ gut deutsch-sprachkundigen und umgänglichen Mutter), dass meine Aussendung einen Erfolg hat und bedanke mich im Voraus für Hinweise jeder Art ! "
OSR Josef Reichmayr
Integrative Lernwerkstatt Brigittenau    -   Ganztagsschule der Stadt Wien
Volksschule mit angeschlossenen Hauptschul- / Neuen Mittelschul-Klassen
1200 Wien, Vorgartenstraße 50 / Allerheiligenplatz 7
01 / 33 33 723 - 111

Fürbitten der verlorene Sohn Lk.15.1


22.3.2014 der verlorene Sohn Lk.15.1

Wie schön und wie tröstlich ist dieses Gleichnis. Ein Klassiker der spirituellen Weltliteratur.
Aber wer ist am Ende des Tages der „verlorene“ Sohn. Der Eine ist heimgekommen und Alles ist gut – aber was ist mit dem der Anderen??? Wird er sich in Eifersucht und Kränkung zurückziehen? Wird er sich in seinen bitteren Gedanken verlieren? Können wir ihn nicht allzu gut verstehen? Bitten wir heute

dass wir uns selbst nicht in Neid und Eifersucht verstricken

dass wir mit unserem Leben zufrieden sind,und mit dem,was wir haben

dass wir uns aufrichtig darüber freuen können, wenn jemand sich ändert

dass wir unsere Vorurteile ablegen

dass wir Anderen immer wieder die Chance geben, etwas besser zu machen

dass wir niemand abschreiben, auch wenn etwas oft aussichtslos scheint

dass wir viel mehr Geduld und Vertrauen haben

dass wir nicht nachtragen, was war


Du guter Gott, hilf uns, dass wir großzügig und gütig werden, hilf uns, DAS an uns zu ändern, was uns selbst und anderen nicht gut tut – darum bitten wir durch Jesus, dessen Zuwendung uns alle heilt. Amen

Freitag, 21. März 2014

Fastentagebuch Tag 17


Freude - in Allem - Freude

Fürbitten Eifersucht,Neid und Gier Gen.37.3 Mt.21.33

21.3.2014 Mt.21.33 Gen. 37.3 verpachteter Weinberg, Josef wird von den Brüdern verkauft

Um Eifersucht, Neid und Gier geht es heute in den Lesungen. Wie aktuell das ist. Jeden Tag haben wir aktuellen Anschauungsunterricht im Fernsehen - aber auch in uns selbst wurelt es oft mehr als genug. Da dürfen wir uns nichts vormachen. Schauen wir heute ein bißchen auf diesie psychologisch klugen „Hauptsünden“ - an ihnen hängt unser Charakter. bitten wir heute

bewahre uns vor Neid, Missgunst und Eifersucht.
dass wir uns nicht ständig mit anderen vergleichen, dass wir nicht glauben, immer zu kurz zu kommen, dass wir nicht unzufrieden mit uns selber sind.

bewahre uns vor Geiz und Habsucht
dass wir uns selbst gegenüber großzügig sind. Dass wir uns die Freude und das Genießen nicht verbieten – dass wir in allem die Balance wahren können, auch in unserem religiösen Leben

bewahren uns vor Zorn und Bitterkeit.
Dass wir Menschen und Situationen akzeptieren wie sie sind,
dass wir vergeben und verzeihen können,

bewahre uns vor Überheblichkeit und Eitelkeit.
Dass wir uns über Begabungen von Anderen freuen können, 
dass wir uns selbst kritisch sehen und uns doch nie gering schätzen

bewahre uns vor Maßlosigkeit und Unmäßigkeit, Gier.
dass wir nicht arbeitswütig werden, dass wir uns nicht unersetzbar vorkommen
dass wir uns genug Zeit für Freude und Freunde nehmen

bewahre uns vor Trägheit und Lustlosigkeit.
Oft aber sind es Depressionen, gerade im Alter,die einen kraftlos machen und niederdücken. Lass uns dann Hilfe suchen,damit Freude und Dankbarkeit wieder zurückkommen 

Du guter Gott. Niemand kennt uns so wie du. Nicht an uns ist dir fremd. Sei Du an unserer Seite und führe und beschütze uns in allen Situationen, in denen wir uns schwer tun, anständig und liebevoll zu sein. Darum bitten wir durch Jesus unseren Bruder. amen


Donnerstag, 20. März 2014

La Boheme - genießen


                                                        La Boheme, Mimis Sterbeszene

Gestern abend in der Oper. Mit mir eine unbekannte Dame in der Loge. Sie erzählt mir, dass ihr  entsetzlich kalt ist, sie fühlt sich nicht gut und man sieht es ihr an. Schuld ist eine Diät. Obwohl sie schlank ist, macht sie die gerade hochgerühmte Kur: „Jeden zweiten Tag nix essen“. Es beutelt sie direkt vor Kälte … Ich sage ihr: „ich kenne das, ich habe diese Diät voriges Jahr auch gemacht,
 aber nach drei Monaten damit aufgehört. Ich denk mir, ich bin einfach zu alt, um mir jeden zweiten Tag selbst zu versauen“ 
Religiöses Fasten, da sind wir uns einig, macht Sinn. Aber dieser ewige Kampf um die Figur .... 
Dann hören wir die Boheme, viel besser als erwartet. Mimis Leid geht direkt ans Herz. 
Im 4.Akt, (Mimi stirbt, natürlich wunderbar singend, im Kreis der Freunde) sehe ich, wie sich meine Sitznachbarin Tränen aus den Augen wischt. Während rundum Applaus und standing ovations für das Sängerteam aufbrausen, sagt die Dame zu mir: „Sie haben Recht, das Leben ist zu kurz, als dass man sich auch noch selbst quält. Jetzt geh ich auf ein Glas Sekt und Shrimpsbrötchen brauch ich auch dazu“  
Mimi sei Dank!!!! Wie kostbar ist das Leben - NUR für Diät wollen wir uns nicht quälen

Mut


"wer, wenn nicht die..
die ein schweres Los getroffen hat,
könnten besser bezeugen,
dass unsere Kraft weiter reicht als unser Unglück,
dass man, um vieles beraubt,
sich zu erheben weiss
dass man enttäuscht,
und das heisst,
ohne Täuschung
zu leben vermag." 
 
Ingeborg Bachmann

Fastentagebuch Tag 16

eine neue Perspektive, 
eine andere Blickrichtung

Mittwoch, 19. März 2014

Fürbitten Wir, die satten Reichen Lk.16.19




20.3.2011 Lk.16.19 Der satte Reiche und der arme Lazarus

Das ist eine harte Geschichte, die Jesus erzählt. Ja, in dieser Parabel haben WIR die Rolle des Reichen, der sich nach seinem Tod qualvoll in der Unterwelt wieder findet. Lazarus geht es dann gut – aber ein Leben lang hat er zuvor gelitten. Den meisten von uns geht es JETZT gut. Was tun wir, um zu helfen? Wenigstens ein bißchen ausgleichende Gerechtigkeit liegt in unseren eigenen Händern. Das ist die NAGELPROBE unseres Christ-seins So bitten wir heute:

dass wir Armutsbekämpfung nicht nur der Politik und caritativen Organisationen überlassen

dass wir uns Tag für Tag in der eigenen Umgebung umsehen, wer Hilfe braucht

dass wir nicht zu denen gehören, die sich von Bettlern belästigt fühlen

dass wir nicht so viel Angst davor haben, selbst zu kurz zu kommen

dass sich die Kirchen glaubwürdig an die Seite der Armen stellen - in den Ländern der 3.Welt aber auch hier bei uns, wo Asylanten und Flüchtlinge unseren besonderen Schutz brauchen.

Dass Österreich großzügig bereit ist, Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen, ohne nach der Religion zu fragen

dass wir selbst Geld hergeben, aber auch Zeit und Zuwendung: immer gibt es Menschen die wie Lazarus förmlich verhungern, weil sie niemand mag

dass wir ein bißchen wie die Hunde in diesem Evangelium werden können, sie lecken dem Armen die Wunden, dass wir anderen Menschen einfach gut tun, trösten u helfen

dass wir aber auch den geschundenen Lazarus in uns selbst sehen u verstehen lernen: den Menschen der so armselig ist, so voll Hunger  nach Liebe und Zuwendung

Du guter Gott. Wenn wir es realistisch sehen, ist die Welt ungerecht und grausam.
Hilf uns, nicht zu resignieren oder zynisch zu werden sondern lass uns hilfreich sein, wo immer WIR es mit unseren Fähigkeiten können. Darum bitten wir durch Jesus, unseren Bruder.Amen

Petition österreichischer Filmschaffender bitte unterschreiben



Die Österreichische Filmbranche befindet sich unverschuldet in einer wirtschaftlich äußerst schwierigen und Existenz bedrohenden Situation. Trotz großer nationaler und internationaler Erfolge.
Durch den Wegfall der Gebührenrefundierung will sich der ORF gezwungen sehen ein Drittel seiner Aufträge beim heimischen Filmschaffen zu kürzen. Was einem Todesstoß gleichkommt.
Bis zu 1500 Arbeitsplätze sind massiv in Gefahr.
Mühsam aufgebaute und historisch gewachsene Infrastrukturen werden nachhaltig zerstört.
Damit wäre auch die Ausbildung vieler junger Menschen, die in diesen zukunftsträchtigen Wirtschaftszweig strömen, ein Absurdum.
Das kleine Land Österreich, das im internationalen Filmgeschehen ein wichtiger Player geworden ist, wird diese Erfolgsposition verlieren.
Der ORF schädigt sich selbst, denn heimisches Programm hat 2 bis 3 mal mehr Quote, als zum Beispiel zugekaufte amerikanische Serien, mit denen man dann die freien Sendeplätze füllen müsste.
Der Gebührenzahler bekäme für das gleiche Geld ein Drittel weniger heimisches Programm.
Und der Steuerzahler übernimmt Sozialkosten und Steuerausfall für die 1500 arbeitslosen Menschen in der Höhe von mehr als 25 Millionen Euro.
Das ist fast soviel, wie die Summe, die die Politik dem ORF gerade verweigert.
Seit über 18 Monaten macht die Filmwirtschaft Politik und ORF auf dieses drohende Szenario aufmerksam.
Vor den Wahlen hieß es von SPÖ und ÖVP, bitte Stillhalten, wir werden uns nachher darum kümmern.
Jetzt will sich offensichtlich keiner daran erinnern.
Wir finden aber, dass die zuständigen Repräsentanten beider Regierungsparteien -
wie auch die Geschäftsführung des ORF sehr wohl in der Verantwortung stehen.
Deshalb fordern wir endlich eine langfristige Lösung.
Deshalb fordern wir, dass die Arbeitsplätze vieler Menschen langfristig gesichert werden.
Deshalb fordern wir, dass im Rundfunkgesetz festgehalten wird, dass der ORF verpflichtend mindestens 20% seiner Gebühreneinnahmen für die Vergabe von Produktionen von Spielfilmen, Dokumentationen und Fernsehserien in Österreich verwendet.

Um diese Katastrophe abzuwenden.

http://www.filmfernsehfreunde.at/  

ja, die Frauen...



unser Burgtheater, seit Wochen krisengebeutelt...

Am vormittag ist die neue vorübergehende Burgtheaterschefin vorgestellt worden:
Karin Bergmann, eine sehr profilierte Theaterfachfrau. Sie wird ein Millionenschuldenproblem in den Griff bekommen müssen, sie wird ein zerrüttetes Klima sanieren müssen - Schwerarbeit

ja, Frauen als trouble-shooterinnen - das kennen wir auch in der Kirche.
Wie oft bleiben gerade die Frauen "übrig" wenn subtile Probleme gelöst werden müssen.
Die Frauen krempeln die Ärmel hoch, das Vertrauen ist groß
Wenn dann die engültige Leiungsposition vergeben wird, dann ....

...ja und dann ..... bin neugierig, wie die engültige Lösung am Burgtheater aussehen wird.
Wenn schon eine Frau als trouble-shooterin, dann wollen wir auch als endgültige Lösung eine
BurgtheaterDIREKTORIN

und in der Kirche????

Fastentagebuch Tag 15


zulassen

Brief: Von Mann zu Mann

Heute am Tag des heiligen Josef
Markus Hofer, der Leiter des Männerbüros der Diözese Vorarlberg, hat ihm einen Brief geschrieben.



"Lieber Josef,
eigentlich hast Du für mich bislang keine große Rolle gespielt. Irgendwann bin ich aber auf diese alten Weihnachtsbilder gestossen und da ist mir etwas aufgefallen. Bis gegen Ende der Gotik wiederholt sich dasselbe Muster. Im Zentrum steht die Mutter Gottes mit ihrem Kind, eingerahmt durch die Geburtsgrotte oder später einen Holzstall. Und Du sitzt immer irgendwo weit ab davon, meist den Kopf in die Hände gestützt. Du machst den Eindruck, als ob Du nicht wüßtest, was Du da eigentlich verloren hast. Es scheint, als ob Du mit dem Ge-schehen nichts zu tun hast, nichts zu tun haben darfst. Manchmal schaust Du resigniert zur Erde, manchmal ebenso resignierend zur Mutter hinauf.
In unserer kirchlichen Tradition warst Du nur wichtig, wenn es um das Arbeiten und Nähren ging. Ist das nicht ein Bild für Männer, das heute noch in Kirche und Gesellschaft am Werk ist? Sind diese Bilder von Dir nicht auch Bilder dafür, wie die Kirche heute noch die Männer gerne hätte? Brav und folgsam, pflichtbewußt und duldend und nicht zu sehr auf Sex bedacht? Ich weiß nicht, ob Du das mitgekriegt hast, aber die kirchliche Beichtpraxis behandelte Männer lange als sexuelle Triebwesen, denen der Beichtvater zwar ein gewisses joviales Verständnis entgegenbrachte, solange er sein Tun nur regelmäßig beichtete, was dann zunehmend immer weniger taten.
Hat in unserer Kirche eine umfassend männliche Perspektive überhaupt Platz? Übertragen stehen doch heute noch im Mittelpunkt die Mutter Kirche und ihre zölibatären Lieblingssöhne. Dabei meinen viele, sie hätten es mit einer Männerkirche zu tun. Es geht aber um die Kleriker und nicht um Männer wie Du und ich. Wir spielen da schon lange keine Rolle mehr.
In Deinen Litaneien ist die Rede vom gerechten, keuschen, gehorsamen, getreuen und starkmütigen Josef. Das sind schöne Eigenschaften, aber es fehlt eben viel von dem, weswegen Männer sich für männlich halten. Männer möchten stark und mutig und nicht nur starkmütig sein! Da stellt sich die Frage, ob ganze Männer in der Kirche überhaupt gefragt sind. Männer schätzen das Gefühl, wichtig zu sein und haben deshalb Probleme, wenn sie nur gehorchen dürfen. Sie hoffen insgeheim, daß Gott sie liebt, auch wenn sie nicht nur 'klein und gering' sind und möglichst auf Sex verzichten wie der gute (arme) Josef. Nimm das bitte nicht als Spott, Josef, vielmehr beginne ich langsam, mich an Dir aufzurichten.
Lieber Josef, wie wäre es, wenn Du Dich als Patron für uns Männer stark machst? Ich bin überzeugt, Du weißt aus Deiner eigenen Erfahrung wofür: dafür, daß wir aufstehen und uns einmischen, daß wir ins Bild gehen und unsere Verantwortung wahrnehmen, daß wir unseren Mann stellen und das Kind in den Arm nehmen."   



Dienstag, 18. März 2014

Fürbitten JOSEF und die Männer

   Hl.Josef, Pfarrkirche Stadlau, Wien

19.3.2014 Hl.Josef
Heute feiern wir den heiligen Josef. Historisch wissen wir von ihm so gut wie nichts. Aber klar ist, dass das Kind Jesus einen Vater hatte, einen jüdischen Vater.Und wie alle Buben und Burschen wird er zu seinem Vater aufgesehen haben, war dieser Mann wichtig für sein eigenes Mann-sein. Bitten wir heute für die Männer in unserer Gesellschaft

dass sie Verantwortung tragen können – ohne sich überfordert zu fühlen

dass sie gute Partner sein können – ohne Angst, etwas zu versäumen

dass sie gut mit ihren Gefühlen umgehen können – ohne sich vor Bindung zu fürchten

dass sie liebevoll und empfindsam sein dürfen

dass sie sich nicht überfordern lassen von Aufstieg und Karriere

dass sie ihren eigenen Weg im Glauben und in der Spiritualität finden

bitten wir für alle Männer, die schwul sind, dass sie sich von der Kirche so angenommen fühlen, wie es Jesus ganz sicher getan hätte


und bitten wir für Männer und Frauen: dass sie in ihrer Unterschiedlichkeit gemeinsam „Reich Gottes“ leben


Du guter Gott, segne alle, die heute ihren Namenstag feiern. Lass sie Männer sein, die unserer Gesellschaft gut tun - darum bitten wir im Namen Jesu und des heiligen Josef. Amen

Klopfzeichen

Klopfzeichen

in der Traurigkeit
für die du keinen Namen findest
in der Unruhe
die dich ziellos umhertreibt
in den Träumen
die dir schlaflose Nächte bereiten
in dem Heimweh
das dich zu Hause befällt
in der Sehnsucht
die ausufert nach immer mehr
in all deinem Nichtfinden
da sucht ER dich

Andreas Knapp, Weiter als der Horizont, Echter Verlag