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Montag, 16. März 2026

Fürbitten 17.1. Vertrauen, dass HEILUNG möglich ist

 

16.3.2026 Joh.5.1 Heilung am Teich   Ez.47.1  Auf Heilung warten

Vom Wasser, vom lebensspendenden und auch heilenden Wasser ist heute in beiden Lesungen die Rede. Im Alten Testament sieht der Prophet Ezechiel den Tempel mit der Gegenwart Gottes als Quelle allen Wassers – Wasser, wie im Paradies.

Im Evangelium hören wir von einem Teich, zu dem kranke Menschen strömen, um gesund zu werden. Aber die Sache hat einen Haken: man muss als erster ins Wasser steigen, wenn dieses plötzlich in Wallung gerät.  Bei diesem „Teich beim Schaftor“ sieht Jesus einen verzweifelten Mann. Seit 38 Jahren, so erzählt dieser Gelähmte, warte er auf eine Chance zum Gesundwerden. Aber er habe ja niemand, der ihn bis zum Wasser trägt. Kein Helfer da, niemand, der sich für ihn Zeit nimmt, die Konkurrenz beim heilsamen Wasser ist zu groß. Jesus reagiert spontan und unkompliziert. „Steh auf, nimm deine Matte und geh“, sagt er – und dieser Mann kann durch die Hilfe Jesu wirklich wieder gehen. Weil diese Heilung aber an einem Sabbat geschieht, macht sich Jesus damit in den Augen der Pharisäer schuldig. Denn auch HEILEN ist am heiligten Sabbat nach jüdischem Gesetzt verboten. Der geheilte Mann hätte seine Bahre auch nicht tragen dürfen. Das ist der weitere wichtige Aspekt der Geschichte, aber schauen wir hier auf den Kranken und seine Sehnsucht nach Heilung. Bitten wir 

Dass wir keine Scheu haben, auch für uns selbst um Hilfe zu bitten

Dass wir immer wieder versuchen eine schwierige Situation, in der wir stecken, zu verändern.

Dass wir nicht jahrzehntelang wie gelähmt am selben Fleck ausharren, dass wir uns Veränderung zutrauen

Dass wir aber auch den Sinn in manch eigener Krankheit erkennen, wenn sie einen zwingt,  Lebensgewohnheiten zu ändern

Bitten wir, dass wir selbst Menschen sein dürfen, die anderen helfen, dass wir erkennen, WANN und WO Hilfe gebraucht wird

Dass wir unsere Hilfe aber auch nicht aufdrängen, dass wir niemand von unserer Hilfe abhängig machen  

Dass wir letztlich aber auch akzeptieren, dass es im Leben immer wieder Situationen gibt, die man einfach annehmen und ertragen muss

 

So bitten wir guter Gott um die Kraft, unser Leben anzunehmen, wie es ist. Wir bitten um Hilfe für alle, die Hilfe brauchen. Lass uns helfen, wo immer wir können. Lass aber auch uns Hilfe finden, wenn wir sie brauchen. Amen