3.5.2026
5.OS Joh.14.1
Was für einen schönen, zärtlichen Satz hören wir heute gleich am Anfang des Evangeliums: „Euer Herz lasse sich nicht verwirren“, sagt Jesus zu seinen Jüngern. Wie gut kennen wir doch diese Gefühle von „verwirrt“, von verunsichert sein: Da gibt es diese Momente, wo das Hirn dezidiert NEIN sagt. Das Herz aber sagt JA, das Herz glaubt, es besser zu wissen. WANN ist es gut, dem Verstand zu folgen, nüchtern und pragmatisch zu bleiben? – WANN soll man gegen jede Vernunft hoffen oder lieben, ein Projekt angehen oder an einen Menschen glauben? Bitten wir heute
dass wir immer wieder diese Balance finden zwischen Herz und Hirn, zwischen Gefühl und Verstand
dass wir uns Urteile zutrauen, die nicht mit denen der Mehrheit übereinstimmen
dass wir uns nicht verunsichern lassen, wenn wir von einer Sache wirklich überzeugt sind
dass wir Geduld mit uns selbst haben, dass wir uns zutrauen, das Richtige zu tun
dass wir uns trauen, große Ziele ins Auge zu fassen, dass wir aber auch akzeptieren, dass selten etwas hundertprozentig funktionieren wird
dass wir den Dingen und Entscheidungen ihre Zeit lassen und dass wir – wie Maria – im Herzen bewahren, was wir nicht sofort verstehen und annehmen können
In der Apostelgeschichte hören wir heute, wie die ersten wachsenden Jesus
Gemeinden ihren Alltag organisieren. Aufgaben und Verantwortung werden
verteilt. Bitten wir, dass auch wir bereit sind einen Dienst für Andere, einen
Dienst für die Gemeinschaft zu übernehmen,
Du guter Gott, so
bitten wir, hilf uns im Vertrauen auf Jesus zu leben, hilf uns auch mit Unsicherheiten
und unserer unruhigen Zeit gelassen umzugehen. Amen
