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Samstag, 7. Februar 2026

Fürbitten Sonntag 8.2. Opfer von Menschenhandel gibt es auch bei uns

 


8.2.2026 Mt. 5.13-16   Salz der Erde, Licht der Welt   

 Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt, sagt Jesus heute im Evangelium. Können wir so einem Anspruch überhaupt genügen? Aber es geht nicht darum, dass wir uns als Christen für eine Elite halten, anderen überlegen. Gemeint ist vielmehr, dass wir als Christen eine große Verantwortung für die Welt haben. Das will uns auch der heutige internationale Tag gegen Menschenhandel bewusst machen. Es ist der Gedenk-Tag der erst im Jahr 2000 heilig gesprochenen Josephine Bakhita. 

Einer Frau aus dem Sudan, 1869 geboren, die als 7jährige von Sklavenhändeln verschleppt und jahrelang auf Märkten zum Verkauf angeboten wurde. Auf Umwegen gelangte die junge Frau nach Italien und in ein Kloster, wo sie, schließlich getauft und Christin  geworden, als Ordensfrau bis zu ihrem Tod 1947 lebte. Denken wir an sie, als Schutzheilige für all die Menschen, die HEUTE Opfer von Menschenhandels sind – und für die auch wir als Christen verantwortlich sind. 

 

80% der Opfer von Menschenhandel sind Frauen, oft junge Mädchen, die sexuell ausgebeutet werden. Unter falschen Versprechungen werden sie ins Ausland gelockt, auch hierher nach Österreich. Bitten wir für sie

 bitten wir für die Menschen, Ordensfrauen und Laien, die sich hier in Österreich um diese Frauen und ihre Kinder annehmen, um ihnen einen Neustart ins Leben zu ermöglichen

Viele betroffene Frauen können ja wegen des Stigmas der Prostitution nicht nach Hause zurückkehren können.

Bitten wir für die unbekannte Zahl an Menschen, die entführt, verkauft oder "adoptiert" wurden, um ihnen Organe zu entnehmen.

Bitten wir für all die Buben, junge Burschen, die zum Kriegsdienst in Terror Organisationen gezwungen werden

Bitten wir für alle, die rechtlos wie Sklaven leben, in der Landwirtschaft, in Bergwerken, Fabriken, auf dem Bau, in Restaurants, oft auch als Dienstboten in Privathäusern

und bitten wir für die politisch Verantwortlichen, dass sie sich nachhaltiger um diese Probleme kümmern, dass es entschiedene Hilfe für all die Menschen gibt, die Opfer des modernen Menschenhandels sind

So bitten wir im Namen Jesu Amen

 

Nicht zuletzt Migranten und Flüchtlinge sind Opfer einer neuen Form der Sklaverei. Mehr als 10.000 unbegleitete Flüchtlinge unter 18 Jahren sind nach Schätzung von Europol in Europa verschwunden, möglicherweise viele ein Opfer von Menschenhändlern. Man schätzt, dass mehr als 20 Millionen Menschen JETZT und HEUTE wie Sklaven gehandelt werden. 60 Prozent der Betroffenen sind Frauen und Kinder. Sie leiden unter schwerem Missbrauch und unsäglicher Gewalt. Für Menschenhändler und Zuhälter ist es ein Milliarden Dollar Geschäft – und spielt sich auch vor unseren Augen ab, vor allem in den Großstädten, wie Wien. Wie viel unfassbares Leid und Verzweiflung steht hinter jedem einzelnen Schicksal.