Seiten

Samstag, 29. Februar 2020

Fürbitten 1.FASTENSONNTAG Keine Angst vor dem Baum der Erkenntnis


1.3.2020  Gen.3.1 Der Sündenfall  Mt.4.1 Die Wüste

Die Lesungen, heute am ersten Fastensonntag, erzählen von dem, was es heißt, Mensch zu sein. Im Buch Genesis, der mythologischen Erzählung vom Beginn der Schöpfung, kommt es heute zum „Sündenfall“. Adam und Eva essen eine Frucht vom Baum der Erkenntnis – Gott hatte es verboten – und nun werden sie aus dem Paradies vertrieben. Man könnte sagen „das war eine Sünde – darum werden sie bestraft“. Man kann aber auch sagen: Adam und Eva sind das Risiko der Erkenntnis eingegangen, mit dieser Erkenntnis leben wir heute. Nicht mehr im Paradies, sondern eben in einer oft harten Wirklichkeit. Im Evangelium ist es der junge Mann Jesus der Erkenntnis sucht, durch 40tägiges Fasten in der Wüste. Das wird ihn durch mehrere Versuchungen führen, nichts aber kann ihn vom Gehorsam gegenüber seinem Gott abbringen. Im Brief an die Römer wird in wenigen Sätzen die Schlußfolgerung gezogen. Die einen haben uns zwar aus dem Garten Eden vertrieben, durch den anderen, durch Jesus, werden wir aber wieder ins Reich Gottes kommen. Gerade die Fastenzeit ist ja auch eine Zeit der Suche nach Erkenntnis - bitten wir heute

Um den Mut, uns auf die Wüste einzulassen wie Jesus,
dass wir uns frei machen - für neue Gedanken, für neue Wege, für neue Menschen

dass wir uns frei machen - für die vielen Gefühle in uns selbst, dass wir die Sehnsucht an uns heranlassen und sie nicht fürchten

dass wir uns frei machen – für klare Entscheidungen, dort wo es notwendig ist, dass wir dem eigenen Gewissen folgen
                                                                                              
dass wir uns frei machen – von falschen Meinungen und Abhängigkeiten, dass wir auch gegen den Strom schwimmen können

dass wir uns frei machen können – von ängstlichen Rücksichtnahmen, dass wir uns auch politisch interessieren, dass wir Stellung beziehen, dass wir uns engagieren

dass wir uns frei machen können - für die Not und die Sorgen Anderer und für all die Freude und die Dankbarkeit, die immer wieder in jedem neuen Tag stecken

Lass uns keine Angst haben guter Gott vor dem „Baum der Erkenntnis“ – mit Jesus wollen wir immer wieder auch den Weg durch die Wüste wagen - im Vertrauen, dass es ein Weg in die Freiheit ist. amen



Ach Arthur 222 FAIR PLAY - da staunt die Moa

 Also,wenn der Arthur eine Ampel sieht,
dann ist das absolut nicht CHINESISCH
für ihn. Bei ROT, das weiß der Arthur, bleibt man stehen - und selbst wenn es schon GRÜN ist schauen wir zur Sicherheit nach links und rechts... der Arthur weiß das schon seit langem.
Da war er noch gar kein Kindergartenkind.
Nur mit der Moa musste der Arthur eine
Weile hin und wieder schimpfen: die ist doch manchmal glatt - wenn er noch im Wagerl saß - mit ihm über die Straße gehechtet: bei Rot!!!!
Was hat der Arthur da geschimpft - und die Moa hat hoch und heilig versprochen: nie mehr wieder!!!! (und hat auch einmal schon brav Bußgeld gezahlt: da war sie allerdings allein, ist schnell bei Rot über die Straße gesaust, vis a vis war das Fahrrad abgestellt und eilig hatte es die Moa -aber leider stand da ein Parkwächter-Kontrollor: und hat doch glatt wegen Regelübertretung 30 E von der Moa kassiert. Und als die Moa sich dann auf ihr dort am Gehsteig abgestelltes Fahrrad setzt und weiter fahren will: da hält sie der Kontrollor gleich noch einmal auf "Fahrrad fahren am Gehsteig verboten! Jetzt könnte ich noch einmal 30 E kassieren - steigen's also ab und schiebens ihr Rad"!)  Also die Moa hat schon erlebt, was es heißt dabei erwischt zu werden, wenn man Regeln


bricht - und man soll das ja auch wirklich nicht!!
Das kann die Moa beschämt vom Arthur lernen.
Auch am Spielplatz - da hat er noch zu "den Kleinen" gehört, weiß der Arthur, wie die Regeln sind.
Bei der Rutsche hinten anstellen
oben auf der Rutsche nicht drängeln, nicht stoßen
auf der Schaukel auch anderen Kindern Platz machen
in der Sandkiste nicht mit dem Sand herumwerfen
andere Kinder nicht stoßen
NIEMALS auf die Straße laufen
daheim NICHT auf die Fensterbank klettern
und wenn die Moa unterwegs sagt: bitte hier stehen bleiben - dann bleibt der Arthur dort stehen -
Nicht, weil er so brav ist, sondern weil er Regeln akzeptiert.

Natürlich - so im Lauf des Älter werdens - erfindet der
Arthur auch seine eigenen Regeln.
"Essen heißt, brav am Tisch sitzen und einfach nur essen"
Diese Regel kennt der Arthur nicht: da darf ruhig auch das
ipad dabei sein und wie gesagt: bestensfalls heißt die
Regel: "kein Knäcke mit Honig"
Auch wenn die Moa sagt: "Regel Nr 1. beim nach Hause kommen = Hände waschen" Auch da hat der Arthur viele Argumente warum er zu aller-aller-aller erst aber etwas ganz anderes machen muss. Aber prinzipiell: der Arthur
hält eisern an den Regeln fest, an denen zumindest,
die er für sich selbst als Regel für richtig hält. Nun aber:
.....war die Moa in dieser Woche baff.
Arthur hält nicht nur Regeln ein
Arthur weiß, was es heißt, fair zu spielen.
Nie, nie, nie hätte die Moa das geglaubt.
Weil Arthur ein paar Tage "Krankenstand" hatte, nicht richtig krank, aber Husten - da hatten wir plötzlich viel Zeit zum "Mensch ärgere dich nicht" spielen. Dazu hatte die Moa schon vor kurzem ein lustiges Piratenspiel gekauft - und natürlich ist die Moa bereit, den Arthur gewinnen zu lassen. Der aber stellt von vornherein klar: "Moa wir spielen nach den strengen Regeln" - Das heißt ua, nur mit einem gewürfelten 6er darf man aufs Spielfeld,

nur wenn man die richtige Anzahl am Würfel hat, darf man ins "Leo-Feld". Und natürlich, jeder versucht den anderen daran zu hindern, sein Ziel zu erreichen.
Sobald der Arthur eine Piraten Figur der Moa kapert beginnt diese aber nun im Spaß zum Jammern:
"bitte nicht - zieh doch mit einer anderen Figur!"
"Nein Moa, so sind die Regeln" sagt der Arthur
Die Moa jammert: "wenn das so weitergeht, und ich gar keine Figur im Spiel habe ..dann fahr ich lieber wieder nach Hause"
Arthur streng: "Moa, du kannst nicht nach Hause fahren. Man darf kleine Kinder nicht allein lassen. Komm spiel weiter"
Dann steht Arthur mit seiner letzten Figur kurz vor dem Ziel - Hochspannung - die Moa würfelt ZWEI - und hoppala:
mit diesem Wurf kann SIE jetzt den Arthur hinausschmeissen.
Aber die Moa nimmt sofort eine ihrer anderen Spielfiguren am Brett und will mit der weiter
ziehen. Da sagt der Arthur streng: "Moa, schau genau!! Du musst mich jetzt hinausschmeißen!
Du hast 2 gewürfelt" 
"Aber Arthur", sagt die Moa, "das bricht mir das Herz, du bist doch gleich mit allen
Figuren im Ziel. Ich kann hier doch noch mit meinem anderen Piraten weiter ziehen"
NEIN Moa sagt der Arthur:
"SO SIND DIE REGELN: 
SCHMEISS MICH JETZT HINAUS !!!"
Ganz schweren Herzens stupst der Pirat der Moa also den Piraten Chef vom Arthur vom Brett.
Arthur tröstet die Moa: "Das sind die Regeln Moa, die Regeln muss man einhalten."
Wenig später aber ist die Moa dann doppelt baff.
Weil sie sich ein bissl um den Haushalt kümmert, spielt der Arthur jetzt für sich allein
"Mensch ärgere dich nicht": Er ist ER, und er ist auch die MOA.
Und plötzlich schreit der Arthur: Moa, du hast gewonnen!!!
Ganz korrekt hat er alles durch gewürfelt - nun also war die Moa als erste im Ziel.
Nein, die Moa hätte das als Kind nicht geschafft, so ohne schwindeln zu spielen.
Aber wie sagt der Arthur:
"Moa, ich spiel doch auch alleine SCHACH
Da gewinne auch einmal ICH 
und einmal ICH" 
Aha, na dann













Freitag, 28. Februar 2020

Fürbitten 29.2. HEILSAM sein



29.2.2020 Jes 58,9  Lk.5.27 das Kranke heil machen Sa  nach Aschermittwoch

Zwei wunderbare Texte sind das heute in der Liturgie. Im Evangelium werfen die Pharisäer Jesus vor, dass er sich mit Menschen abgibt, die ihrer Ansicht nach Sünder sind, keine Gottesfürchtigen. Jesus aber diskutiert gar nicht über fromm oder nicht fromm. Er sagt:
 
Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken“…. In der Lesung aus der jüdischen Bibel lässt der Prophet Jesaja Jahwe über die sagen, die, die sich anderen liebevoll und helfend zuwenden: „Man nennt dich den Maurer, der die Risse ausbessert, den, der die Ruinen wieder bewohnbar macht“. Letztlich brauchen wir alle die Fürsorge Gottes und  Heilung für das, was in unserem Leben noch nicht ganz gelungen und gut ist.

Bitten wir zunächst für alle, die wirklich körperlich krank sind,
die sich Heilung und Gesundheit erhoffen
bitten wir für alle, die derzeit vom Corona Virus betroffen sind,
für alle, die hier weitreichende Entscheidungen treffen müssen

bitten wir um ein Gesund-werden von allem,
was in unserer Seele noch nicht ganz heil ist.
Dass wir Streit und Konflikte beilegen können
dass neues Leben auch dort entstehen kann, wo wir gescheitert sind

dass wir den Menschen, die mit uns leben, das Leben leichter machen
dass wir nicht Salz in Wunden streuen,
sondern lieber verbinden und zum Heilen beitragen
dass wir anderen auch die Last der Versöhnung abnehmen und selbst den ersten Schritt tun

Bitten wir um diesen Frieden 
der Ruinen wieder bewohnbar macht
Dass die Barbarei weltweit ein Ende findet
Dass Menschen in all den Krisen- und
Kriegsgebieten der Welt wieder eine Zukunft vor sich sehen 

Bitten wir um Frieden in unserem eigenen kleinen Umfeld
dass wir uns selbst nicht so wichtig nehmen
dass wir nicht fasten, um uns selbst etwas zu beweisen
sondern dass uns Fasten frei macht für liebevolle Zuwendung
und einfaches "gut-sein"

Du guter Gott, inständig bitten wir um Frieden in der „großen Welt“, und lass uns in unserer kleinen Welt Menschen werden, in deren Nähe man gesund werden und gesund sein kann. So bitten wir m Namen Jesu. Amen



Donnerstag, 27. Februar 2020

Fürbitten 28.2. RICHTIG FASTEN



28.2.2020 Jes,58.1 Wie RICHTIG „fasten“ ?
               Mt.9.14 können die Hochzeitsgäste trauern solange der Bräutigam bei ihnen ist?

Worin besteht richtiges fasten? Wenn wir auf die Waage steigen und sagen: „Da müssen zehn Kilogramm runter“! (oder in manchen Fällen müsste man wohl auch sagen: „Ein paar Kilo mehr wäre besser“) - Wenn wir also auf der Waage für die Fastenzeit gute Vorsätze fassen - dann ist das zwar eine löbliche Absicht, die unserer Gesundheit gut tun wird.  Aber wem sonst soll es nützen? Dem Propheten Jesaia geht es um die gesellschaftliche Dimension dessen, was wir tun. „Nur für mich allein fromm sein“ - das ist gut und doch zu wenig. 
Jesaia aber gibt eine klare Gebrauchsanweisung für „richtiges „fasten“. Orientieren wir uns an seinen Worten und bitten wir:

...dass wir Fesseln des Unrechts lösen,
dass wir erkennen, wo wir selbst Anderen Unrecht tun,
dass wir Schluss machen mit Tratschereien, mit Vorurteilen, mit schlechten Nachreden
Dass wir aber auch mit uns selbst gerecht und barmherzig umgehen

dass wir die Stricke des Jochs entfernen
dass wir niemand von uns abhängig machen, dass wir nicht nur dann liebenswürdig und hilfreich sind, wenn die Anderen nach unserer Pfeife tanzen
dass wir auch selbst aus Abhängigkeiten herausfinden

dass wir die Versklavten freilassen
dass wir aufhören, anderen – so oft auch unseren Kindern - unsere Ansichten aufzuzwingen, dass wir niemand unter Druck setzen, um unsere  
dass wir Niemand abwerten und klein machen, um uns selbst besser zu fühlen

dass wir jedes Joch zu zerbrechen
dass wir Menschen aufrichten, dass wir helfen und ermutigen
dass wir uns selbst frei machen von dem Zwang, Anderen alles Recht machen zu wollen

dass wir an die Hungrigen unser Brot austeilen
dass wir großzügig sind, nicht nur mit Spenden
dass wir unsere Zeit teilen, dass wir uns selbst zur Verfügung stellen,
Dass wir uns aber auch Zeit für uns selbst nehmen

dass wir die obdachlosen Armen ins Haus aufnehmen, dass wir Nackte bekleiden
dass wir uns als Christen keine Angst vor Flüchtlingen machen lassen. Dass wir zwar auch Probleme sehen aber wissen, dass wir letztlich bedingungslos helfen müssen.
Dass wir auch Andersdenkende respektieren, dass wir Menschen das geben, was
sie brauchen und nicht das, wovon wir glauben, dass ihnen gut tut

und noch eines fordert Jesaia: „entziehe dich nicht deinen Verwandten“
wie oft es viel leichter, sich um „Andere“ anzunehmen, als in der eigenen Familie DA zu sein, wo man gebraucht wird. Herr hilf uns, dass wir uns liebevoll und geduldig Zeit und Auszeit nehmen,  -  in unseren eigenen Gemeinschaften, in unseren Freundschaften, Partnerschaften, am Arbeitsplatz


So bitten wir im Namen Jesu Amen

Mittwoch, 26. Februar 2020

Fürbitten 27.2. JA zum LEBEN



7.3.2019 Dtn. 30.15, Lk 9.22  

In den Lesungen heute wird „Klartext“ gesprochen. „Leben oder Tod, Glück oder Unglück“ – was wählt ihr?“ fragt Moses das Volk - und im Evangelium sagt Jesus: „Was nützt es dir, wenn du die ganze Welt gewinnst, dabei aber dich selbst verlierst und Schaden nimmst“ Was aber heißt das „Wähle das Leben“? Immer wieder müssen wir eine grundsätzliche Entscheidung treffen: vertrauen wir Gott? Trauen wir uns zu, grundsätzlich JA zu sagen, was immer das Leben auch bringt, auch dann, wenn es ein Kreuz ist? so bitten wir

Lass uns JA zum Leben sagen,
auch wenn wir in Krisenzeiten und in den Durststrecken unseres Lebens glauben, dass nichts mehr besser wird

Lass uns JA zum Leben sagen,
auch wenn wir oft nicht wissen, welchen Sinn manches hat und wenn uns Enttäuschungen zu schaffen machen

Lass uns JA zum Leben sagen,
auch wenn uns so oft die Worte fehlen, mit denen wir Schuld und Versagen gut machen wollen

Lass uns JA zum Leben sagen,
damit uns Andere nicht mit Pessimismus und Angst anstecken

Lass uns JA zum Leben sagen, 
damit uns die Routine nicht stumpf macht und wir nicht auf Freude und Dankbarkeit vergessen

Lass uns JA zum Leben sagen,
damit wir uns und Anderen immer wieder Neues zutrauen,  

Lass uns JA zum Leben sagen,
weil DU es bist, der zu mir und zu jedem von uns JA sagst
  

Du guter Gott: Lass uns JA zum Leben sagen, weil wir nichts so sehr brauchen, wie das Vertrauen in deine Liebe. Du bist es, der zum Guten führt, was wir selbst nicht zustande bringen. Dafür danken wir – Amen  



Dienstag, 25. Februar 2020

Fürbitten 26.2. ASCHERMITTWOCH



26.2.2020 Aschermittwoch  Joel 2.12 kehrt um zu mir  Hütet euch  Mt.6.1

„Kehrt um zu mir von ganzem Herzen“, hören wir heute gleich in der 1.Lesung. Ganz sicher nehmen wir uns das jedes Jahr zur Fastenzeit von Neuem vor, ernsthaft, mit Liebe und Hingabe. Und dennoch wird so vieles wieder nicht gelingen, wird vieles wieder nicht perfekt sein. Aber darauf kommt es nicht an: denn das sagt uns Jesus: Hütet euch, passt auf, dass euer Fasten richtig ist. Was nach außen hin gut aussieht, muss nicht gleichzeitig gut sein für unser Inneres. So bitten wir an diesem Beginn der Fastenzeit

Behüte uns 
Dass wir uns sinnlose Einschränkungen auferlegen und nicht sehen, worauf es wirklich ankommt

behüte uns
dass wir selbstgefällig, selbstverliebt und selbstgerecht in diese Fastenzeit gehen

behüte uns
dass wir aber auch nicht verunsichert, geduckt und voller Angst sind, wir könnten unsere eigenen Erwartungen nicht erfüllen

behüte uns
dass wir uns nicht mit Berufung auf Fasten elegant vor ungeliebten Aufgaben drücken

behüte uns,
dass wir uns aber auch in der Fastenzeit  nicht mehr aufbürden lassen, als für uns gut ist
  
behüte uns
dass wir die Vorsätze dieser Fastenzeit an ein gutes Ziel bringen

behüte uns
dass wir uns aber auch nicht verbiestert abplagen, sondern in allem, was wir tun oder lassen,  
Freude und Dankbarkeit vermehren wollen


Ja, du guter Gott: behüte uns vor dem traurigen Gesicht, vor der inneren Trostlosigkeit, vor allem frommen Leistungsdenken. Lass dass Buße FREUDE ist, dass das, worum wir uns in dieser Fastenzeit bemühen, weiterwirken kann und GUT für viele Menschen ist. Darum bitten wir im Namen Jesu, mit dem wir uns auf den Weg machen. Amen

Montag, 24. Februar 2020

Fürbitten 25.2. MIT oder OHNE - Maske???



25.2.2020 Faschingsdienstag

Noch einen Tag lang haben die Masken Saison. Masken, sie können einem helfen, die eigenen Träume auszuleben. Einmal zu sein, was man vielleicht schon immer sein wollte. Aber tragen wir nicht auch bisweilen in unserem Alltag „Masken“? Geben wir uns nicht manchmal anders, als wir wirklich sind. Wären wir gerne anders? Wie sehen wir uns und wie werden wir, was wir sein sollen? Bitten wir heute:

dass es uns immer besser gelingt
so zu sein, wie wir sind
dass wir die Masken ablegen, die wir oft vor anderen aufsetzen
um „wichtig“ oder „unentbehrlich“ zu sein
dass wir uns selbst nichts vormachen,
und dass wir uns doch GUT finden, so wie wir sind

Viele Masken haben wir im Schrank
Auch „immer freundlich und beherrscht sein“, ist so eine Maske
Lass uns zugeben, wenn uns Belastungen zu viel werden
Lass uns keine Angst vor unseren Schwächen haben

Auch die Schiarchperchten gehören nicht nur zum Fasching
Trifft man sie nicht viel zu oft auch außerhalb der Saison?
Hilf uns Gott die Maske so mancher Grantigkeit und Launenhaftigkeit abzulegen
mit der wir anderen und uns selbst die Lebensfreude nehmen

Wir tragen aber nicht nur unsere eigenen Masken
wir haben auch Masken für die anderen bereit.
Wie oft stülpen wir Menschen unsere Vorstellungen, unsere Bedürfnisse über.
Bewahre uns vor Vorurteilen und davor, andere ab zu stempeln

wer redet an frohen Tagen schon gern von den Todesmasken?
Berühmten Leuten hat man sie früher abgenommen.
Mach uns bewusst, dass wir diese Maske, dieses unser Gesicht im Tod
schon JETZT mit uns tragen und hilf uns,
dass es DANN ein gutes und ein mit dem Leben versöhntes Gesicht ist.

nicht zuletzt bitten wir heute aber,
dass wir auch ohne jede Maske den Mut haben
immer wieder dem nachzugehen was eigentlich unser Traum wäre,
dass wir uns unsere Sehnsüchte und Visionen bewahren

Du unser guter Gott, vor dir dürfen wir sein, wie wir sind. Du bist es, der hinter alle Masken sieht und in DIR erkennen wir uns und in Dir leben wir.
Dafür danken wir dir heute und alle Tage, im Namen Jesu
 Amen

Sonntag, 23. Februar 2020

Fürbitten 24.2. Liebe schenkt Freiheit



24.2.2020 Fest des Hl.Matthias Joh.15.9  

Der Apostel Matthias, dessen Fest heute gefeiert wird, ist erst nach Auferstehung und Himmelfahrt Jesu – als Ersatz für Judas - zu den Aposteln dazu gewählt worden. Petrus stellt zwei Männer zur Wahl - der, auf den das Los fiel, ist Matthias.  Nach der Legende soll Matthias in Äthiopien gewirkt und das Martyrium erlitten haben. Im Evangelium zum heutigen Tag kommt neunmal das Wort „Liebe“ vor. Jesus will es seinen Jüngern regelrecht einhämmern. Liebt einander - Wie ich euch geliebt habe - Wie ich vom Vater geliebt bin. - Genauso müsst auch ihr einander lieben – Liebt einander. Ein Wort, gesprochen – in unsere heutige Gemeinschaft der Kirche aber auch in unser ganz privates Leben. Bitten wir um diesen Geist der Liebe, der letztlich ein Geist der Freiheit ist. Denn auch das sagt Jesus: ich nenne euch nicht mehr Knechte – Freunde seid ihr.

Bitten wir gerade zwei Tage vor Beginn der Fastenzeit. dass wir immer mehr in das Verständnis dieser Liebe und in diese Freiheit der Kinder Gottes hineinwachsen dürfen

Dass wir aus freien Stücken tun. was wir tun – und nicht weil wir ein Ritual oder ein Gesetz erfüllen müssen

dass wir auch nicht zu ängstlich und zu bequem sind, uns von alten Mustern und Verhaltensweisen zu verabschieden

Dass uns gerade die Liebe dafür freimacht, zu uns selbst zu stehen

Dass uns die Liebe fähig macht, auch anderen ihre Freiheit zu geben

Dass uns die Liebe immer mehr zur Freude und zur Dankbarkeit führt, was immer auch
dieser Tag wieder bringen wird

bitten wir auch für unsere Kirche. für uns alle, gerade für die Menschen an der Basis, dass es unverdrossen Mut zu neuen Wegen gibt.

So bitten wir im Namen Jesu Amen


Samstag, 22. Februar 2020

Fürbitten Sonntag 23.2. immer wieder neue Perspektiven suchen



23.2.2020 Mt.5.38 GEWALTFREI Leistet dem, der euch Böses antut, keinen Widerstand
                
Die Welt scheint immer gewalttätiger zu werden. Eine Spirale der Gewalt, der wir als Einzelne hilflos gegenüberstehen, wobei Staat und Gesellschaft aber zum Handeln gefordert sind, wie bei dem jüngsten rechtsradikalen Anschlag in Deutschland. Ist das was wir heute im Evangelium hören also nicht Sozialromantik pur. Die Forderungen Jesu zur absoluten Gewaltfreiheit: „Wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin,“ hören wir und: „Leistet dem, der euch Böses antut, keinen Widerstand. Liebt eure Feinde, betet für die, die euch verfolgen " Wie sollen, wie können wir mit solchen Sätzen aus der Bergpredigt umgehen? Ganz sicher heißt es nicht, jede Gewalt zu akzeptieren. Gegen Hitler musste es Widerstand geben, gegen jedes Unrecht müssen gerade wir als Christen aufstehen. Aber in unserem privaten Leben, im Umgang miteinander und untereinander, können wir noch manches verbessern. So bitten wir

Dass wir selbst innerlich Aggressionen abbauen

Dass wir nicht in Zorn und Wut handeln

Dass wir auf Vergeltung verzichten

Dass wir uns nicht in Gedanken hineinsteigern, die nur zur Eskalation führen

Dass wir die Luft anhalten, ehe wir Beleidigendes sagen

Dass wir nicht nach Strafe rufen, sondern selbst mithelfen, ein mitmenschlichen
Klima zu schaffen

Dass wir uns bemühen, Feindbilder abzubauen und nicht immer wieder neue aufbauen

Dass wir anderen in Konflikten die Chance geben, einzulenken

Du guter Gott, du weißt wie begrenzt unsere Liebe ist – hilf uns, wenigstens hin und wieder über unseren Schatten zu springen, hilf uns in Konfliktsituationen ANDERS zu denken, ANDERS zu fühlen, ANDERS zu reagieren als wir es spontan tun würden. Krempel du uns um, wenn wir um Sanftmut bitten, dann brauchen wir deinen heiligen Geist.Amen

Buben 22 Da bekomm ich ja gleich einen Herzinfarkt

"Da bekomm ich ja gleich einen Herzinfarkt" - der Arthur schreit das, der bei der Moa am Schoss sitzen muss, weil die U Bahn so überfüllt ist und immer noch weiter Menschen in den Waggon drängen. Es ist 14.30, wo kommen bloß all die Menschen her?? Arthur macht Spaß, die Moa weiß das, aber die Leute wissen das natürlich nicht. Einige schauen erschrocken. Arthur wirft den Kopf zurück, hechelt nach Luft, wachelt mit beiden Armen ....  "Arthur" flüstert die Moa, damit darf man keinen Spaß machen. Eben fährt der Zug bei Pilgramgasse vorbei, eine ganz liebe Freundin der Moa wohnt dort,
zwei Infarkte hat sie vor gar nicht so langer Zeit erlitten, nein, damit macht man keinen Spaß. Arthur ist voll Mitgefühl - aber der Satz gefällt ihm trotzdem und er wird ihn gleich an diesem Tag noch mehrmals anwenden .....Alles, was KÖRPER ist, fasziniert ihn. Immer wieder müssen wir daheim seine "Medizinbücher" durchblättern, momentan ist es der Darm, der ihn speziell interessiert. Wie lang ist der Dickdarm, wie lang ist der Dünndarm, wozu braucht man den einen, wozu den anderen ....und damit verbunden natürlich auch alle Einzelheiten der Ausscheidung ....aber das will die Moa ja gar nicht erzählen. Wobei es immer schwieriger wird, etwas vom Arthur zu erzählen. 

Wäre es ihm denn recht, wenn er wüsste, dass die Moa über ihn schwätzt?  Unsere Diskussionen - über Gott und die Welt, im wahrsten Sinn des Wortes - sie sind schon längst top secret, nein, das erzählt man einfach nicht weiter ....Arthur über den grünen Klee loben kann die Moa auch nicht, das wäre total peinlich. Was er schon alles kann, wie souverän er ist, wie witzig und amüsant. Die Moa genießt die Zeit mit Arthur wie mit einem Erwachsenen. Nun haben wir auch Kino für uns entdeckt, "LATTE IGEL" heißt der Film, den wir gesehen haben - 
Beim ersten Mal schauen war Arthur atemlos vor Spannung, beim

zweiten Mal, als er schon weiß, welchen Verlauf alles nimmt, so ein befreites Lachen und Mitleben. Hunderte Einzelheiten merkt er sich, über die er dann Bescheid wissen will - jede Nuance kann er deuten, Mimik, Körperhaltung, er kann die Gefühle der "Protagonisten" nach voll ziehen ... und was ihm am besten gefällt: es ist auch eine Geschichte über das "AUFEINANDER AUFPASSEN" - da ist das Igelmädchen Latte und der kleine Eichkätzchen Bub Tjum - und auch wenn sie nicht gleich dicke Freunde sind, einer aber passt immer auf den anderen in den gefährlichen Situationen auf. Und das ist dem Arthur ja wie auf den Leib 

geschrieben. Denn der Arthur ist der aller-aller-allerbeste     BIG BROTHER den man sich vorstellen kann. Und das, obwohl der Knucki, der Damian, nun schon ganz schön zu nerven beginnt. Was heißt "nerven", nein das ist der falsche Ausdruck: Der Damian ist einfach das, was man einen RACKER nennt. Heute übrigens ist der Damian genau 17 Monate alt - nicht einmal noch eineinhalb Jahre, aber unterwegs ist er wie ein ganz Großer und Wilder. Und wo immer es geht ist der große fürsorgliche Bruder zur Stelle. Was muss er unlängst entdecken: der narrische Bruder hat es geschafft, allein in die Badewanne zu klettern. Zum Glück:Badewanne ohne Wasser - Damian ja komplett angezogen. Aber wie ist der da in die hohe Wanne gekommen? Wie gefährlich kann das sein!!!!! Was, wenn Damian auch noch das Wasser aufdreht!!!! Nicht auszudenken: heißes Wasser. Die Mama schlägt die Arme  über den Kopf zusammen!! Arthur entdeckt: da steht am Rand der Wanne ein Mistkübel  mit geschlossenem Deckel, da ist Damian hinauf geklettert 
und von dort hinein in die Wanne. 
"Mama" ruft der Arthur - "ich trage sofort den Mistkübel weg". Dem Damian ruft Arthur dabei lachend zu:  "Komm heraus auf trockenen Grund" . Aber der Racker möchte viel lieber von der Wanne aus zu all den verlockenden Tuben und Dosen und Flaschen kommen, die da am Rand stehen. Ein besonderer Albtraum für den Arthur das ist: Damian im learning tower. Der learning tower, der Hochstuhl, den der Arthur noch in der Küche benützt, wenn er neben dem Papa steht und beim Kochen hilft. Arthur kann perfekt Gurken schälen und ist eine unverzichtbare Hilfe für den Papa. Aber der Knucki:
der benützt den learning tower zu waghalsigen Klettereien. Der schiebt sich den Hochstuhl zur Abwasch,
weil er dort gerne planschen möchte...
der Knucki schiebt sich den Hochstuhl zur Küchenzeile, weil er doch dort hinauf klettert und strahlend hoch oben sitzend der Mama zuwinkt - und und jetzt könnte der Arthur  wirklich wieder schreien "Ich bekomme gleich einen Herzinfarkt" - der Damian schiebt sich den Hochstuhl von einem Zimmer ins andere, bis ins Vorzimmer, wo er versucht, sich so die Tür zum Clo aufzumachen .... was immer er dort drinnen will?? Ja, der Arthur hat alle Hände voll zu tun, hinter dem kleinen Bruder her zu sein und wo immer es geht, einen Streich zu verhindern oder es der Mama zu melden. Der Damian verübelt dem großen Bruder das gar nicht. Der Arthur ist für den Damian der aller-aller-aller-aller liebste Bruder. Wer immer es wagt mit dem Arthur zu keppeln, der bekommt es mit dem Knucki zu tun.  Denn die Beiden sind

ein Herz und eine Seele 










Freitag, 21. Februar 2020

Fürbitten 22.2. KIRCHE: Quo vadis?



22.2.2020 Kathedra Petri   Kirche quo vadis? 


Das heutige Kirchen Fest geht eigentlich auf einen heidnischen Brauch im alten Rom zurück. Im Totengedenken hat man dort zu eigenen Feiern Speisen für die Verstorbenen gebracht und für jeden Toten auch einen Sessel, einen Stuhl (cathedra) hingestellt. Die Christen haben bei diesem Totengedenken an Petrus gedacht – aber ab dem 4.Jahrhundert hat Rom diese Feier mit heidnischem Hintergrund verboten. Statt dessen hat man nun den Sessel, den „Stuhl“ des Petrus als „Lehrstuhl“ umgedeutet. Dieser „Lehrstuhl Petri, das wissen wir, hat in der Geschichte der christlichen Kirchen auch zu vielen Problemen geführt. Ganz aktuell wird derzeit über das jüngste Schreiben des Papstes „Querida Amazonia – Geliebtes Amazonien“ debattiert. Reformkräfte sind enttäuscht, vor allem was das Problem verheirateter Priester und die Rolle der Frauen betrifft – hat sich der Papst aus Angst vor einer Spaltung der Kirche von seinen konservativen Kritikern einschüchtern lassen?   

Bitten wir weiterhin um Maßnahmen gegen den Priestermangel, um die Weihe auch verheirateter Männer und bitten wir, dass wiederverheiratete Priester ohne Amt nicht abseits stehen müssen, während es rundherum zu wenig Priester gibt und Pfarren zusammengelegt werden müssen

bitten wir auch um mehr Mut und Entscheidungsfreudigkeit, was die Weihe von Frauen betrifft, wenigstens als Diakoninnen. Hier empfinden viele Theologen und Theologinnen das jüngste Schreiben des Papstes als großen Rückschritt

bitten wir um den Mut der einzelnen Gemeinden, die weiter an der Basis nach Reformen suchen, die sich nicht einschüchtern lassen und ihre Stimme erheben

bitten wir um eine Kirche, die dankbar ist für kritisches Denken auch in den eigenen Reihen, wo es Raum gibt für Initiativen und Mitentscheidung, auch der Laien, zum Beispiel bei Bischofsernennungen.

bitten wir um eine Kirche, deren Stimme dennoch weltweit gehört wird, weil Christen mitmenschlich und solidarisch leben, dass wir als Christen uns bewusst verantwortlich fühlen für alle Armen und Benachteiligen, für Natur und Umwelt

bitten wir für alle Christen, die in vielen Teilen der Welt nach wie vor unter Verfolgung leiden  Lass uns dankbar sein, wenn wir in Ländern wohnen, wo unsere Religion anerkannt und geachtet ist –

so bitten wir vor allem, dass in allen aktuellen Debatten und Problemen nicht Resignation und Rückzug das letzte Wort haben, sondern Hoffnung und Zuversicht. Amen

Donnerstag, 20. Februar 2020

Fürbitten 21.2. WENIGSTENS HEUTE ....




21.2.2020  Mk.8.34  wer mir nachfolgen will   Lk-9.18

„ Wer mir nachfolgen will – der nehme täglich sein Kreuz auf sich“ hören wir heute im Evangelium. Das Wort vom „Kreuz tragen“ soll nicht Angst machen. Es geht nicht darum, sich das Leben extra schwer zu machen. Sich Opfer auszudenken, sich zu belasten. Jesus verlangt kein großes Programm von uns: Nur was HEUTE, gerade HEUTE ansteht, das sollen wir geduldig auf uns nehmen. Von Papst Johannes XXIII gibt es ein schönes Gebet, Nur für Heute: es meint wir sollen uns nicht überfordern, es genügt wenn wir HEUTE tun, was wir können bitten wir in diesem Sinn

Wenigstens heute lass uns etwas tun, wozu wir eigentlich gar keine Lust haben

Wenigstens heute hilf uns dabei, dass wir andere nicht kritisieren oder verbessern wollen - lass uns nur an uns selbst arbeiten.

Wenigstens heute lass uns ganz bewusst für jemand anderen etwas Gutes, ohne dass wir selbst etwas davon haben und ohne dass wir es an die große Glocke hängen

Wenigstens heute lass es uns schaffen, den Tag dankbar anzunehmen, ganz gleich, welche Probleme es gibt

Wenigstens heute lass, dass wir uns ganz bewusst Zeit nehmen für ein gutes Buch,
für einen Spaziergang, für ein ruhiges Gespräch

Wenigstens heute lass, dass wir uns vor zwei Übeln hüten: Vor der Hetze und vor der Unentschlossenheit.

So bitten wir guter Gott, lass uns Schritt für Schritt den Weg gehen, den wir gehen sollen gemeinsam mit unseren Schwestern und Brüdern, damit die Welt ein Stück heller und heiler wird. Im Namen Jesu Amen


Mittwoch, 19. Februar 2020

Fürbitten 20.2. nach oben buckeln, nach unten treten



20.2.2020 Jak.2.1   kein Personenkult

Mehr als aktuell ist das, was wir heute in der ersten Lesung hören. Es ist ein Rundschreiben des Apostel Jakobus an jüdische Christengemeinden. Und es geht um das, was man früher einmal Radlfahrer-Gesinnung genannt hat. Nach oben buckeln und nach unten treten. Auch Christen sind davor nicht gefeit. Wohlhabende, angesehene, wichtige Menschen – oder solche, die man für wichtig erklärt – die werden hofiert. Denen werden sozusagen die besseren Plätze angeboten. Die, die man die „kleinen Leute“ nennt, die bleiben bei dieser Einstellung auf der Strecke, spielen keine Rolle, werden oft auch noch ausgegrenzt. Christen, so sagt Jakobus, müssen dezidiert anders handeln. Denn in den Armen und in den Unbedeutenden begegnet uns Christus. So bitten wir heute

Dass wir uns vor jeder Art von Personenkult hüten

Dass eigentlich auch in der Kirche kein Platz sein sollte für „oben“ und „unten“

Dass wir bewusst auf Menschen zugehen, die sonst keine Unterstützer und Lobby haben

Dass wir uns selbst nicht wichtig machen und vordrängen

Dass wir im Alltag rücksichtsvoll und zuvorkommend sind

bitten wir heute ganz besonders für alle, denen man für ihre Dienste in unserer Stadt, in unserem Land gar nicht offiziell dankt:
die Menschen, die unsere Straßen kehren, die den Müll entsorgen,
die Öffis lenken, die mit den Krankenwagen fahren
die in Spitälern und Altersheimen arbeiten
all die Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren
für sie alle bitten wir um Kraft und Freude an dem, was sie für uns alle tun

So bitten wir im Namen Jesu amen

Dienstag, 18. Februar 2020

Fürbitten 19.2. mit einem "lachenden Auge" in diesen Tag


19.2.2020  Mk.8.22 Heilung eines Blinden

Gestern im Evangelium waren die Jünger blind für das, was Jesus ihnen zeigen wollte.
Heute in der Markus Erzählung heilt Jesus einen Blinden. Zuerst sieht auch der nur unscharf – da legt ihm Jesus noch einmal die Hände auf: dann sieht der Mann klar und deutlich. Er sieht die Wirklichkeit. Bitten auch wir darum

Lass uns „sehenden Auges“  durch unseren Tag gehen. Dass wir erkennen, was wichtig und weniger wichtig ist, dass wir uns Zeit für uns selbst nehmen, dass wir all die Dinge erkennen können, die trotz mancher Sorgen oder Krankheit gut und schön sind.
                                                                                         
Gib uns „Augen der Vernunft“ dass wir uns nicht von anderen hysterisch machen lassen, dass wir Dinge nüchtern beurteilen können, dass wir die richtigen Entscheidungen treffen können.                                   

Gib uns „Augen der Nachsicht“, dass wir Fehler nicht dramatisieren, dass wir Anderen immer wieder eine  Chance geben, dass wir gelassen mit allem umgehen
können, was nicht so perfekt ist.                                   

Gib uns „Augen der Geduld“, dass wir von uns selbst nicht mehr verlangen, als wir leisten können, dass wir dankbar sind, für das, was andere geben können,  dass wir in Ruhe die Entwicklung von Dingen abwarten können   Wir bitten dich erhöre uns

Lass uns mit einem „lachenden Auge“ auch in diesen Tag gehen, weil wir uns selbst nicht so wichtig nehmen müssen, weil wir alles von dir erwarten, weil uns die Erfahrung zeigt, dass es auch immer wieder einen guten Ausgang gibt.          

Lass und auch ertragen, wenn es ein „weinendes Auge“  ist an manchem Tag, weil wir Ärger haben, krank sind, weil nie alles so läuft wie es sein soll, dass wir trotz allem immer spüren können, dass EIN gutes Auge auf uns ruht                  
                                                                                       
Vor allem aber bitten wir um „Augen der Liebe“ , dass es nichts gibt, was man nicht verzeihen kann, dass  alles möglich ist, wenn man es nur erhofft, dass wir nichts aufgeben, was uns wichtig ist                                          


Barmherziger Gott, so schenke uns einen guten Blick auf alles in unserem Leben, einen guten Blick vor allem auch auf die Menschen um uns. Das erbitten wir durch Jesus Christus deinen Sohn, unseren Bruder und Herrn Amen.


Montag, 17. Februar 2020

Fürbitten 18.2. Geduld, Geduld



18.2.2020 Mk.8.14  versteht ihr noch immer nicht

Manche Szenen im Evangelium sieht man direkt vor sich. Heute, da platzt Jesus der Kragen. Er will den Jüngern, mit denen er gerade im Boot unterwegs ist, etwas Wichtiges sagen – und dann merkt er, dass die mit ihren Gedanken ganz wo anders sind. Jesus will vor dem „Sauerteig der Pharisäer“ warnen, die Jünger denken in dem Moment bloß: „Du meine Güte, wir haben zu wenig Brot mitgenommen.“ „Begreift und versteht ihr überhaupt nichts...“ sagt Jesus, vielleicht schüttelt er dabei auch den Kopf. Auch mit uns wird es ihm wohl manchmal so gehen... Danken wir ihm für seine Geduld und bitten wir:

um Geduld und Nachsicht mit uns selbst, weil wir nie ganz so sein können, wie wir es gern hätten

um Geduld und Gelassenheit mit allem was menschelt rund um uns

um Geduld und Großzügigkeit, dass wir Kränkungen wegstecken können

um Geduld und Vertrauen, dass wir anderen immer wieder eine neue Chance geben

um Geduld und Kraft, dass wir es aushalten, wenn die Dinge nicht so sind, wie wir glauben, dass sie sein müssen

um Geduld und Humor, dass wir uns in unseren Gefühlen nicht zu ernst nehmen

um Geduld und einen guten Blick auf Andere, dass wir im Zweifelsfall das Gute sehen

um Geduld immer genug Liebe, dass wir einen langen Atmen in den Krisen unseres Lebens haben


Du guter Gott, hilf uns, geduldig hin zu hören auf das, was Du uns sagen willst,
ja, auch auf das, was uns Andere sagen. Hilf uns auch geduldig hinzuhören auf das, was unsere Seele uns sagen will, damit wir uns selbst besser verstehen. Wir sitzen mit Jesus in einem Boot und wollen ohne Ängste sein, Amen

Sonntag, 16. Februar 2020

Fürbitten 17.2. Warten auf ein Zeichen vom Himmel?




17.2.2020  Mk. 8,11  sie forderten ein zeichen vom himmel  

„Sie forderten ein Zeichen vom Himmel“ hören wir im Evangelium. Sie, das sind die Pharisäer – aber vermutlich hätten wir uns selbst ähnlich verhalten. Da ist einer, der hat für sich den Anspruch quasi im Namen Gottes zu sprechen: ist es da nicht nahe liegend, dass man da irgendeinen Beweis, irgendeinen Beleg dafür will?  Aber geht es uns nicht auch heute so: wie oft hätten wir gerne ein Zeichen vom Himmel, einen Hinweis, eine Rückversicherung in einer kritischen Situation: alles wird gut gehen! So bitten wir heute

dass wir hoffen und vertrauen können – auch wenn gerade nicht alles nach Plan verläuft

dass wir hoffen und vertrauen können - auch wenn Gott nicht gleich Antwort auf alle Fragen gibt

dass wir hoffen und vertrauen können –- auch wenn wir uns bisweilen „wie von Gott verlassen“ fühlen

dass wir hoffen und vertrauen können – auch wenn in manchen Situationen alles dagegen spricht

dass wir hoffen und vertrauen können – auch wenn die Welt nicht so aussieht, als gäbe es einen guten Gott

dass wir hoffen und vertrauen können – und wir erkennen, dass wir den Kinderglauben auf ein festeres Fundament stellen müssen

So bitten wir, wie es im Jakobusbrief heißt, um Ausdauer und Geduld, um Zuversicht und einen langen Atem gerade in den Durststrecken unseres Lebens. Wir bitten im Namen Jesu, Amen

Samstag, 15. Februar 2020

Fürbitten Sonntag 16.2. Sich FREI machen und FREI sein



  


16.2.2020 sich frei entscheiden, aufrichtig sein Mt.5.17 

Jesus geht mit unserer herkömmlichen Moral ziemlich hart ins Gericht: Auch wenn wir uns nach außen hin korrekt und brav geben - entscheidend ist letztlich die innere Haltung. Man muss nicht erst etwas Böses tun, das Böse geschieht schon vorher, im Denken. Oder dort, wo wir uns selbst etwas vormachen. Jesus geht es in diesem Evangeliums Abschnitt vor allem aber auch um die richtige Art und Weise, wie wir leben sollen. Nicht nur stur nach Gesetzen und Ritualen handeln, sondern immer wieder ehrlich um die für mich richtige Entscheidung ringen.  Sooft wir etwas tun, treffen wir ja eine Entscheidung, auch eine Entscheidung bisweilen über gut oder nicht gut. So bitten wir heute

dass wir nicht nur äußerlich korrekt sind, sondern auch dann, wenn uns niemand bei unseren Handlungen zusieht

dass wir ehrlich zu uns selbst sind, dass wir hinterfragen, von welchen Motiven wir uns leiten lassen

dass wir uns nicht einreden etwas „gut zu meinen“, wenn es für einen anderen gar nicht gut ist

dass wir nicht nach Vorschrift handeln, sondern den eigentlichen Sinn in allem suchen

dass wir ehrlich unser Gewissen schärfen, auch wenn wir nie 100prozentig gut sein können

dass wir immer mehr den Mut haben, in der Freiheit der Kinder Gottes zu leben und selbstbestimmt zu handeln und zu entscheiden

dass wir zu unseren Entscheidungen stehen

dass wir zuerst UNS selbst ändern wollen, ehe wir es von den Anderen verlangen


So bitten wir, guter Gott, dass wir ehrlich auf unser Leben schauen, dass wir uns um das Gute und Richtige bemühen, auch wenn es nicht immer gelingen wird – alles liegt in deiner Hand. Mach du gut, was uns selbst nicht gelingt. Wir bitten im Namen Jesu amen