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Freitag, 24. Januar 2020

Fürbitten 25.1. Runter vom hohen Ross - das tut gut



25.1.2020 Fest der Bekehrung Apostel Paulus  - Vom Saulus zum Paulus   
Keine Angst vor Gesichtsverlust

Bei fast jedem kommt irgendwann einmal im Leben die Zeit, wo man herunter muss vom „hohen Ross“. Freiwillig oder unfreiwillig. Irgendwann passiert es:  man hat sich vergaloppiert, die falsche Richtung eingeschlagen, man hat sich verrannt, jetzt ist es höchste Zeit umzukehren. Oft macht man diese Erfahrung nach einer Krankheit, nach einem Unfall, nach einem einschneidenden Erlebnis. Das ist auch die Geschichte des Paulus von Tarsus, der ein tief gläubiger und frommer Jude war, und doch plötzlich einen ganz anderen Weg einschlagen musste. Unter dem Namen Saul verfolgt er fanatisch die Jesus Anhänger, als Paulus wird er schließlich für Jesus sein Leben geben. Die Apostelgeschichte erzählt heute von dem Bekehrungserlebnis des Paulus. Ja, direkt vom hohen Ross holt ihn die Stimme Jesu herunter. Paulus verliert für kurze Zeit sein Augenlicht, bis er fähig ist, seine Wahrheit zu erkennen. Ist das nicht auch unser Weg? Auf der Suche nach Gott nicht dort stehen bleiben, wo wir glauben, dass es richtig ist – sondern uns dorthin führen lassen, wo Gott uns haben will. Absteigen vom „hohen Ross“ und uns führen lassen. So bitten wir

Dass du uns immer wieder herunter holst vom hohen Ross unserer Selbstgewissheit und unserer Selbstzufriedenheit

dass wir keine Angst vor "Gesichtsverlust" haben,
wenn wir eine Meinung ändern und eine andere Richtung einschlagen

dass wir bereit sind umzudenken und uns zu ändern
dass wir um-kehren können, um das Ziel zu finden, das DU uns vorgibst

Dass wir die Botschaften wahrnehmen, die du uns in anderen Menschen und neuen Herausforderungen mit auf den Weg gibst, gerade auch heute wieder

dass wir uns getrauen, hinzuhorchen auf unsere Gefühle, auf unsere Sehnsucht, auf die Stimme mit der DU in uns - zu uns - sprichst

dass wir einander helfen wollen auf den vielfältigen Wegen Gott zu begegnen. und dass wir voll Respekt sind für die Lebensentscheidung anderer

Dass wir immer mehr an Selbsterkenntnis gewinnen, dass wir nüchtern sehen, wie wir sind -  
Dass wir uns aber in unseren Schwächen auch mit mitfühlenden und liebevollen Augen sehen

Du guter Gott: Auch uns begegnest du wie Paulus: unvermutet und mitten in unseren Plänen und Aufgaben: immer wieder willst du uns auf einen neuen Weg führen. Gib uns die Gnade, den richtigen Moment zu erkennen und das Richtige zu tun. Darum bitten wir im Namen Jesu, Amen