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Freitag, 6. September 2019

Fürbitten VORSCHRIFT ist VORSCHRIFT?



7.9.2019 Ja darf man denn das? Lk. 6.1

Immer wieder läuft die Diskussion, die Jesus mit den strengen Gesetzeslehrern und Pharisäern führt, auf die Frage hinaus: „Ja darf man denn das?! In der heutigen Evangeliumsstelle geht es darum, ob man am Sabbat Weizenkörner in der Hand zerreiben darf, um sie dann zu essen, weil man hungrig ist. Die Diskussion erscheint uns lächerlich und doch geht es auch heute in der Kirche oft darum: "wie streng muss man sich an alte Vorschriften halten, dürfen sie gelockert werden, darf man sie abändern, darf man auf die heutige Lebenswelt und Realität eingehen"? „Nein“, sagen die streng Gesetzestreuen: es muss auf Strich und Punkt bleiben, wie es immer war und über hunderte Jahre festgeschrieben ist. Jesus sieht es anders. Immer steht der Mensch im Mittelpunkt, immer muss sich alles in der jeweiligen Situation entscheiden, Gott braucht keine sinnentleerten Rituale, nicht das Einhalten von sturen Vorschriften. Gott will unsere Liebe u Hingabe, alles andere ist unwichtig, dient vielleicht nur unserer eigenen Befriedigung. So bitten wir

Dass wir uns das von Jesus abschauen:
sein Eingehen und sein Zugehen auf die Menschen, ohne Angst vor sturen Regeln

Dass wir uns das von Jesus abschauen:
Den klaren Blick auf das Not-wendige, auf das, was in der momentanen Situation Not-wendet

Dass wir uns das von Jesus abschauen
Dass wir für uns selbst herausfinden was richtig oder falsch ist
dass wir keine Angst davor haben, eigenständig und kritisch zu denken

Dass wir uns das von Jesus abschauen:
dass wir nicht hängen bleiben an Vorschriften und Ritualen,
sondern dass wir eine persönliche Beziehung zu Gott suchen

Dass wir uns das von Jesus abschauen
dass wir unsere Entscheidungen nicht treffen, weil sie vorgeschrieben und „Pflicht“ sind
sondern dass wir mit unserem Leben und unserer Liebe dahinter stehen

dass wir uns das von Jesus abschauen:
dass Gott keine Verbotstafel in unserem Leben ist, sondern ein Hinweisschild für Freude
und Freiheit und Zuversicht


Du guter Gott. Um wie viel größer bist du, als wir es uns vorstellen können. Du nimmst uns an, mit all unserem Suchen, mit allen Zweifeln. Du willst unsere Freude und unsere Sehnsucht, du willst unsere Liebe und schenkst dich uns in Freiheit. Dafür danken wir dir im Namen Jesu, Amen.