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Freitag, 30. November 2018

Fürbitten 1.12 bleibt wachsam ...


1.12.2018  Lk.21.34 bleibt wachsam

Es ist nur ein liturgisches Jahr, das heute zu Ende geht, und doch hat es seine eigene Magie. Bewusster als sonst vielleicht hören wir auf die Worte Jesu „Lasst euch von den Sorgen des Alltags nicht verrückt machen, lebt bewusst, bleibt wachsam – und betet“
so beten und bitten wir

dass wir die Not unserer Zeit sehen – aber uns nicht mit Panik anstecken lassen

dass wir unsere eigenen Sorgen ernst nehmen – aber uns nicht von ihnen lähmen lassen

dass für Andere ganz da sein wollen – aber doch nicht auf uns selbst vergessen

dass wir  gelassen und großzügig sind – und doch die Bedürfnisse anderer Menschen
ganz genau wahrnehmen

dass wir im Hier und Jetzt leben wollen – aber uns doch verantwortlich für die Zukunft fühlen –

dass wir uns in Gott geborgen fühlen – aber doch wissen, dass es unsere eigenen Anstrengungen braucht

vor allem aber bitten wir: lass uns nicht aufhören zu beten, um Frieden und Sicherheit für alle Menschen, besonders für die, die du uns anvertraut hast.

So bitten wir im Namen Jesu - Amen

Donnerstag, 29. November 2018

Fürbitten 30.11 "Trau dich", sagt Gott



30.11.2018  Fest des Apostel Andreas  Mt.4.18 „Kommt her, folgt mir nach“

Andreas war einer der ersten Männer, die sich Jesus  angeschlossen haben, zusammen mit seinem Bruder Simon, den Jesus später Petrus nannte. Andreas folgt Jesus spontan, er lässt alles liegen und stehen, verlässt sein bisheriges Leben. Immer wieder, auch heute, ist es wohl Gott selbst, der Menschen lockt:
„Komm her! Trau Dich, sag Ja.“   So wollen wir heute bitten

dass auch wir immer wieder neu erkennen, wozu WIR ge-rufen und be-rufen sind,
was Gott gerade JETZT und  HIER von MIR braucht

dass wir im entscheidenden Moment den Mut haben, unserem Leben eine neue Richtung zu geben

dass wir aber nicht nur unseren eigenen Ideen hinterherlaufen,
sondern dort sind, wo Gott uns haben willst

dass wir es aushalten, wenn die Begeisterung verfliegt, wenn der Alltag mühsam ist,
dass wir auch Misserfolge wegstecken können

dass wir spüren, wenn Zeit und Umstände Neues, vielleicht Unbequemes verlangen

dass wir zwischen wichtig und nicht so wichtig unterscheiden können, dass wir erkennen,  wofür es sich wirklich lohnt, alles liegen und stehen zu lassen

dass wieder mehr Männer und Frauen den Weg in Orden und Priesterberufung finden, dass sie
in dieser Lebensform aber nicht falsche Kompromisse eingehen oder sich verbiegen müssen

Du guter Gott, um all das bitten wir und vor allem um FREUDE, Freude an allem was wir tun, für die Menschen, mit denen wir auf dem Weg sind, gemeinsam mit Jesus unserem Bruder. Amen 



Andreas soll später in den Landschaften südlich des Schwarzen Meeres, 
in den unteren Donauländern und in Griechenland das Evangelium verkündet haben 
und am 30 . November 60 in Patras gekreuzigt worden sein.

Mittwoch, 28. November 2018

Fürbitten 29.11 aufrichten ...auch einander



Fürbitten 19.22. Lk.21.20  richtet euch auf
In dieser letzten Woche des alten Kirchenjahres hören wir im Evangelium die sogenannte „Endzeitrede“ Jesu. Jesus ist kein Demagoge, der die Menschen mit rosigen Zukunfts-versprechen einlullt: ganz im Gegenteil. Jesus beschwört eine Zukunft herauf, die hart und grausam sein wird, eine Apokalypse, aus der es kein Entrinnen zu geben scheint. Kriege, Hungersnöte, Gewalt und Morde …Schreckliches, Unfassbares wird geschehen, sagt Jesus. Dann aber seine unglaubliche Schlussfolgerung : wenn ihr all das kommen seht : dann richtet euch auf und fasst Mut! Jesus sagt nicht: wenn die Zeiten schwer werden, dann duckt euch, dann versteckt euch, dann schaut, wie ihr ungeschoren davonkommt...
Nein: „Richtet euch auf“ sagt Jesus. So bitten wir

Dass wir uns aufrichten
Wenn die Weltlage immer schwieriger wird,
wenn wir kein Ende von Krieg und Gewalt sehen
wenn uns vieles international Angst und Sorge macht
Du Gott mit uns   A   wir bitten dich erhöre uns

Dass wir uns aufrichten
Wenn wir auch im eigenen Land Entwicklungen sehen, die uns nicht gefallen
Wenn es in den sozialen Medien beängstigenden Hass und Aggressionen gibt
Wenn so viele Menschen ihre Probleme nicht mehr friedlich lösen können

Dass wir uns aufrichten
wenn auch im eigenen Leben vieles nicht nach Plan verläuft,
wenn Projekte nicht gelingen, wenn uns Krankheiten einschränken.
Wenn wir die vielen Halbheiten und Unvollkommenheiten in unserem Leben sehen

Dass wir einander aufrichten
wenn es im Zusammenleben, in der Partnerschaft oder am Arbeitsplatz Probleme gibt,
wenn wir sehen, dass sich Andere mit einer Situation schwer tun,
wenn wir aufmerksam sind für die, die schwierig und unzugänglich sind 

Vor allem aber bitten wir für all die Menschen, die sich kaum mehr aufrichten können
In ihrem Elend, in ihrem Leid, in ihrer Ausweglosigkeit
Wir bitten für die Verfolgten, für die Flüchtlinge, für die Opfer der Kriege,
für die Opfer von Terror und Katastrophen
für alle, die auf Hilfe und Zuflucht  anderswo als in ihrer Heimat, angewiesen sind

Du bist unser Gott, der hilft: Darauf vertrauen wir. Vor allem bitten wir um Frieden und Heil für alle die leiden und niemand mehr haben. Sei du IHR Gott und sei Gott mit uns – damit wir helfen können, wo immer wie es können. Lass uns aus dieser Zuversicht all unseren Mut schöpfen Amen

Dienstag, 27. November 2018

Fürbitten 28.11. immer wieder: es braucht Mut, Mensch zu sein



28.11.2018  Lk.21.12 …bleibt standhaft   
"Bleibt standhaft und ihr werdet das Leben gewinnen" – sagt Jesus heute im Evangelium. Es ist die sogenannte Endzeit Rede Jesu. Er beschwört ein worst case Szenario herauf: sogar Eltern und Brüder und Freunde werden zu Feinden, und Menschen in der Nachfolge Jesu wird man töten. Schon für die ersten Christen war das Christentum nicht billig zu haben, und wie viele Christen leiden auch heute unter Gewalt und Verfolgung. Für die meisten von uns ist Christ-sein mit keinerlei Gefahr und Einschränkung verbunden - ...

Bitten wir zunächst für alle Christen, deren Leben auf Grund ihres Glaubens eingeschränkt oder sogar bedroht ist, bitten wir für alle Menschen, gleich welcher Überzeugung, die nicht in Freiheit und Selbstbestimmtheit leben können - Herr erbarme dich

und bitten wir für uns selbst: Dass wir den Mut haben, herauszufinden, was nach unserem eigenen Gewissen falsch oder richtig ist, dass wir aus eigener innerer Überzeugung leben und handeln können.

Dass wir Verantwortung für uns selbst und für und andere übernehmen können. Dass wir notfalls auch gegen den Strom schwimmen und nicht gängigen Meinungen nachlaufen

Dass wir auch in unseren Tagen den Mut haben, Ungerechtigkeit beim Namen zu nennen und uns für all die einzusetzen, die niemand haben, der auf ihrer Seite steht.

Dass wir erkennen, wo in unserem Leben Entscheidungen anstehen, die wir treffen müssen, auch wenn sie uns und anderen vielleicht weh tun. 

dass wir uns selbst treu bleiben können. dass wir uns nicht auf halbherzige Kompromisse einlassen. Dass wir den Mut haben, zu sagen und zu leben was wir für richtig finden – ohne stur zu sein

 Du guter Gott. Du willst uns als Menschen, die aufrecht und wahrhaftig leben. Schenk uns diese große Freiheit der Kinder Gottes – wie sie Jesus gelebt hat, durch den wir dich lieben und preisen, heute und alle Tage unseres Lebens. Amen. 

Montag, 26. November 2018

Fürbitten 27.11 Was gibt Halt in schweren Zeiten?



27.11.2018 Lk.21.5  NICHT FÜRCHTEN

Viele Leute schauen täglich ins Horoskop. Was wird der Tag bringen? Schon sind die Zeitungen auch voll mit den Jahres-Horoskopen. Ist Jesus auch so einer, der uns sagt, was kommen wird? Noch dazu ein Schwarzmaler, ein Panikmacher? „Kein Stein wird auf dem anderen bleiben, 
alles wird niedergerissen“ sagt er heute im Evangelium. Es ist die so genannte Endzeit Rede Jesu, und sie könnte Angst machen - ABER ganz am Ende dieses Abschnittes wird Jesus sagen: Ja, es werden schlimme Zeiten kommen , aber wenn ihr all das, seht dann RICHTET euch auf, FÜRCHTET euch nicht. DAS also ist die Botschaft Jesu - aufrichten sollen wir uns und so bitten wir

Dass wir trotz aller schrecklichen Kriege, trotz aller Krisen und Unsicherheiten das Vertrauen nicht verlieren

dass wir die Gegenwart nicht schlecht reden und uns nicht in eine rosige Vergangenheit flüchten

dass wir uns nicht abhängig machen von Horoskopen und Voraussagen

Dass wir keine Schwarzmaler sind, dass wir Mut haben und auch Anderen Mut machen

Dass wir wenigstens in unserem eigenen Umfeld für Frieden und Ausgleich sorgen

dass wir in Schwierigkeiten nüchtern und sachlich bleiben, dass wir uns immer von Gott gehalten wissen

dass wir nach Niederlagen und Rückschlägen immer wieder neu anfangen können

Dass wir nicht aufhören zu bitten und zu betteln: um Heil und Sicherheit für alle Menschen und dass Gott den Frieden schafft, den wir nicht schaffen

Auf Dich vertrauen wir, guter Gott, nie können wir tiefer fallen, als in Deine Hand. Lass uns den Weg mit Jesus gehen. Amen

Sonntag, 25. November 2018

Fürbitten 26.11 Muss ich mich ver-aus-gaben? JA!



26.11.2018 Lk. 21.1 das "Scherflein" der Witwe - zwei kleine Kupfermünzen
 
Um ALLES, um das Ganze geht es heute im Evangelium. „Diese Frau hat ALLES gegeben“, sagt Jesus von der Witwe, die im Tempel ihre letzten Cent spendet – im Gegensatz zu denen, die Viel haben und Wenig geben. Wie großzügig sind wir selbst?  Sind wir bereit ALLES zu geben? Es geht dabei nicht nur um Geld - es geht vor allem auch um die Hingabe, mit der wir bereit sind, uns an jedem gewöhnlichen Tag – auch heute -  zu „ver-aus-gaben“. So bitten wir

dass wir alles geben, wenn neue Herausforderungen neue Lösungen brauchen

dass wir alles geben, wenn wir merken, dass wir etwas an uns ändern sollten

dass wir alles geben, wenn wir Pessimismus und Ängste überwinden müssen

dass wir alles geben, wenn wir Misstrauen abbauen und Vertrauen riskieren

dass wir alles geben, wenn andere unsere Unterstützung und unsere Fürsprache brauchen

dass wir alles geben, wenn die eigene Zeit knapp ist und wir sie doch verschenken sollen

dass wir alles geben, wenn es darum geht zu verzeihen und einander gut zu sein

dass wir alles geben, wenn wir auch in unserem kleinen Umfeld den Frieden suchen

Du guter Gott, hilf uns immer mehr und immer besser, dass wir unser Leben hin-geben, wie Jesus, in den vielen Dingen und Situationen, die auch heute wieder auf uns zukommen. amen

Arthur am Sonntag 80 Die Wahrheit? So ein Gacki

Was fällt denn bloß der Moa ein?
Was soll denn das für eine Sonntagsgeschichte sein?
Hundewürstel?
Gacki?
Das kann doch kein Thema
im Sonntagsbuch der Moa sein!!!
Dort geht es heute doch um eine ganz zentrale Frage
WAS  IST  WAHRHEIT?
Während wir vielleicht vor einigen Jahren noch gedacht
hätten, das wäre eine so abstrakte Frage, dass man sie lieber den Philosophen für lange Diskussionen überlassen kann ...
ja, während man noch vor ein paar Jahren so denken konnte:
so ist das heute schon ganz anders. Jeden Tag müssen wir angesichts einer Flut an Meldungen und Neuigkeiten

entscheiden: "Was können wir davon für
richtig halten, was können wir glauben, was
kann der Wahrheit entsprechen, was kann
nicht der Wahrheit entsprechen?"
Vom amerikanischen Präsidenten haben wir gelernt, dass wir von Fake News umgeben sind.
Wobei hier ja bereits der Wurm im Apfel der

Wahrheit sitzt.
Denn:  was Donald Trump für Fake News hält,
na ja...das halten wir, also sagen wir einmal, die Leute, mit denen die Moa zu tun hat, das halten wir also für korrekt und richtig.
Was für uns WAHRHEIT ist,
das diffamiert der andere als Lüge,
als Fake News.
Also, so leicht können wir alle uns nicht mehr
an dieser Frage vorbei schwindeln: WAS IST WAHRHEIT?
Was ist wirklich wahr?
Wie bilde ich mir meine Meinung?
Wie sorgsam muss ich alle Quellen
prüfen, wem kann ich glauben?
Wem kann ich nicht glauben?
Aber was geht das schon einen so
kleinen Jungen wie den Arthur an?
Der kann doch davon ausgehen:
was Mama und Papa sagen,
Oma, Opa, Tanten, Onkel
...die Tanten im Kindergarten...
was die mir also sagen und erzählen, das
darf ich glauben ....
Aber die Welt wird auch für den Arthur

immer weiter und weiter.
Mit immer mehr Menschen kommt der Arthur
zusammen und ja - es beginnt tatsächlich direkt
vor seiner Nase: im Kindergarten.
WAS IST WAHRHEIT? 
Plötzlich muss sich das der Arthur dort fragen.
Zusammen mit der Moa verlässt er eben seine
Kindergartengruppe, aber draußen im Hof der Schotten,
spielen noch die größeren Kindergartenkinder ....
Wie immer bleibt der Arthur beim Zaun stehen
wie immer laufen ein paar Kinder zum Zaun und rufen lustige Sachen ...diesmal aber ...da stutzt selbst die Moa.
Da ruft ein Mäderl - und zeigt auf einen Buben, der neben ihr steht: "Schau, DER hat mein GACKI gegessen?
Arthur kann es nicht fassen - "Was hat der Bub?"
Hat der Bub das Gacki von dem Mäderl gegessen?
"Ja, ja", ruft das Mäderl "der hat mein Gacki gegessen"
"Ja, ja", ruft der Bub. "Ich habe das Gacki gegessen!!"
"Na das hat dir sicher gut geschmeckt", sagt die Moa -
aber ehe noch der Arthur vor Entsetzen ganz starr wird
sagt die Moa gleich dazu: "Na jetzt habt ihr uns aber
einen schönen Schmäh erzählt!!"

"baba" sagt die Moa dann zu den zwei Schlingeln, die nach wir vor rufen:
"Gacki gegessen, Gacki gegessen..."
Nun aber kann die Moa dem Arthur erklären:
Weiß du, so etwas nennt man "Schmäh" -
man könnte auch sagen: die Kinder lügen, aber hier geht es darum, dass sie etwas Lustiges erzählen wollen - etwas Lustiges, was aber gar nicht stimmt. Lüge - darüber reden wir später einmal. Aber einen SCHMÄH kann man oft leicht erkennen - das ist nicht böse gemeint
Wir haben also nun einen GACKI-Schmäh erlebt.
Um wie viel angenehmer als echte verdrehte Wahrheiten.
Viel viel Erfahrungen wird der Arthur noch sammeln müssen,
ehe er selbst unterscheiden kann,
was ist WAHRHEIT
Fürs erste aber üben wir: nicht "alles glauben"
immer mit dem eigenen Hirn prüfen "kann das stimmen?"
Oder ist es nur ein Schmäh?
Schon wenige Stunden später macht der
Arthur die Probe aus Exempel.
Eben hat er so wild mit seinem Fußball in der
Moa Wohnung herumgeballert, dass die Moa
nun - bitteres Weinen vortäuschend - schluchzt:
"Na so eine Bescherung!!!
Alles, alles kaputt!!
Heute Nacht kann ich gleich in der U Bahn schlafen!
Du hast mir ja die ganze Wohnung zerschossen...!


"SCHMÄH" ruft der Arthur
"Moa, gell alles ein SCHMÄH???"






Samstag, 24. November 2018

Christkönigs-Sonntag 25.11 WAHRHEIT? Gibt es die?



25.11.2018  Joh.18.33 Was ist Wahrheit?

Christkönigssonntag – so nennt man diesen Sonntag im liturgischen Ablauf der katholischen Kirche, ehe eine Woche später mit dem 1. Adventsonntag ein neuen Kirchenjahr beginnt. Es ist also der letzte Sonntag im alten Kirchenjahr – im Johannes Evangelium hören wir die berührende Stelle, wo Jesus, seinen Tod vor Augen, vor Pilatus bekennt „Ja ich bin ein König, aber keiner von dieser Welt. Ich bin geboren, um für die Wahrheit Zeugnis abzulegen …“ Pilatus aber fragt zurück: „Was ist Wahrheit?“ Und es ist auch unsere Frage heute. Was ist richtig, was ist falsch, wo liegt die Wahrheit in all den Herausforderungen, vor denen wir stehen?bitten wir

Dass wir in der großen Frage dieser Tage „Wie hältst du es mit den Menschenrechten und der Menschenwürde“, dass wir hier als Gesellschaft und als Einzelne die richtige Antwort finden

Dass wir uns nicht aus der Verantwortung stehlen, wenn klare Standpunkte gefragt sind
dass wir uns zu Wort melden, wenn Unrecht beim Namen genannt werden muss

dass wir uns aber auch uns selbst kritisch sehen, dass wir unsere Motive immer wieder hinterfragen, dass wir uns nichts vormachen

dass wir eigene Fehler zugeben können, dass wir uns die Wahrheit nicht zurecht biegen

dass wir auch Strukturen und Entwicklungen in unserer Kirche kritisch sehen können

dass wir nicht glauben, allein die Wahrheit gepachtet zu haben: nicht in unseren eigenen Meinungen aber auch nicht in unserer Religion. Dass wir Respekt vor den Glaubenswahrheiten anderer haben

dass wir aber vor allem auch keine Wahrheitsfanatiker und Fundamentalisten werden: sondern immer wieder um neue Blickpunkte und Perspektiven ringen

Du bist die Wahrheit, die wir suchen Gott. Wir suchen dich auf vielen Wegen und wir sind voll Zuversicht, dass wir Dich nicht verfehlen werden. Denn Du bist Gott IN uns, dein heiliger Geist selbst führt uns, wie er Jesus geführt hat. Mit ihm sind wir auf dem Weg. Amen

Freitag, 23. November 2018

Fürbitten 24.11 es geht um das LEBEN, nicht um den Tod



24.11.2018 Lk 20.27 Leben nach dem Tod? 

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Und wie wird dieses Leben aussehen? Im Evangelium soll Jesus Auskunft darüber geben. Theologen seiner Zeit, die Sadduzäer, die nicht an die Auferstehung glauben, legen ihm ein gefinkeltes Beispiel vor. Eine Frau war zuletzt mit sieben Männern verheiratet, jeden hat sie durch dessen frühen Tod verloren: wie wird das dann im Himmel nach ihrem Tod sein. Wessen Frau wird sie dann sein? Jesus hält nicht viel von diesen Fragen. Er sagt: „Gott ist kein Gott der Toten, sondern ein Gott der Lebenden“ so bitten auch wir:

Komm als Gott des Lebens
überall dorthin wo Menschen
ihren Lebensmut verlieren
zu allen, die krank sind, behindert, eingeschränkt, voll Unruhe, 
voll Zweifel und voll Angst vor dem Tod

komm als Gott des Lebens an den Ort
unserer Krisen und Niederlagen
dass wir nicht den Mut verlieren
dass wir immer wieder neue Chancen im Scheitern und im
Versagen erkennen  

komm als Gott des Lebens
dass wir dich in allem erfahren können, was uns begegnet
in den frohen und in den schweren Stunden
und dass wir selbst lebendig sind und ein offenes Herz haben
für die Sorgen und Freuden der Menschen ums uns

komm als Gott des Lebens
sei an der Seite aller, die Opfer von Krieg, Gewalt und
Katastrophen sind
neige dich über alle, die heute sterben werden
und bewahre in deinem ewigen Leben alles,
was du geschaffen hast

komm als Gott des Lebens
ganz besonders zu den Neugeborenen
komm zu den Müttern und Vätern
dass das Leben ihrer Kinder gelingt
und du ihre kleinen und großen Schritte ins Leben segnest
Du guter Gott, so hilf uns im HEUTE und im JETZT zu leben. Dass wir Dich dort finden, wo du mitten in unserem Leben bist. Darum bitten im Namen Jesu. Amen

Donnerstag, 22. November 2018

Fürbitten 23.11 Geschäfte mit Gott?



23.11.2018 Lk.19.45 Jesus vertreibt die Händler aus dem Tempel

Jesus vertreibt die Händler aus dem Tempel – das ist heute die Geschichte im Evangelium. Lukas erzählt sie unterkühlter als der Evangelist Johannes, bei dem man die Empörung und den Zorn Jesu über die Geschäftemacher im Haus Gottes fast körperlich spürt. Was sagt uns dieses Evangelium? Es richtet sich wohl nicht gegen Lebzeltbuden rund um Wallfahrtskirchen – fühlen wir uns von der Kritik Jesu angesprochen? Versuchen nicht auch wir manchmal „ein Geschäft“ mit Gott zu machen.  Bitten wir heute

Dass wir unseren Glauben nicht benützen, um uns besser zu fühlen als andere

Dass wir unseren Glauben nicht benützen, um uns freizukaufen von anderen mitmenschlichen Verpflichtungen

Dass wir unseren Glauben nicht benützen, damit wir vor anderen besser da stehen

Dass wir unseren Glauben nicht benützen, um mit Gott „zu handeln“

Dass wir unseren Glauben nicht benützen, um uns ins Himmelreich „einzukaufen“

Dass wir unseren Glauben nicht benützen, um uns eigenverantwortete Entscheidungen zu ersparen

Dass wir unseren Glauben nicht benützen, um in ungestörter Selbstzufriedenheit zu leben

So bitten wir im Namen Jesu,amen

Knuck 13 ja ja, ich lass mich hängen...

ja... ja... ja... ja...
Bitte warum reden sie denn so laut?
Bitte nicht an mir rütteln!!!
Ah, sie rütteln gar nicht?
Und sie reden gar nicht laut?
Nicht böse sein, aber sie kommen mir ein bißchen
hektisch vor.
Ah, sie sind ein Besuch!
Besuch von meiner Mama?
Oh, auch ein Besuch von mir?
Oh Entschuldigung, ja, ich verstehe ...
sie wollen nur ein wenig mehr von mir sehen ....
und sie hören gar nichts?
Oje, da sind sie  aber arm
Ah so, von mir hören sie nichts.....
Ja, was soll ich sagen .....
Du meine Güte, ja...ich bemühe mich jetzt wirklich...
ich stecke da ja ganz fest und urgemütlich im Tragetuch der Mama - na gut...Ihnen zuliebe....
puh....Augen auf ....aber bitte, jetzt sind sie selbst Schuld......
gell jetzt schrecken sie sich, wie laut ich jetzt schreie .....

 ....jetzt schält mich die Mama eh sofort aus dem
Tragetuch .... aber so viel Zeit habe ich nicht mehr ...
Denn jetzt, wo sie mich geweckt haben ...
also jetzt muss ich wirklich gleich meinen
Mama Milch Snack haben .....
mmhhhhh
Ja, ich gebe ja alles zu
ICH LASSE MICH HÄNGEN
ICH LASSE MICH STUNDENLANG
AM TAG HÄNGEN
Es gibt kein größeres Vergnügen
Auf  "Schritt und Tritt der Mama"
LASS ICH MICH HÄNGEN
Mit meiner Mama bin ich diesbezüglich
sehr sehr zufrieden.
Wissen sie, die murrt kaum ...
Nur ein ganz wenig, vielleicht so nach etwa
drei Stunden...Da sagt die Mama zur Moa
"Na ja, irgendwie hängt er sich schon an"
Und die Moa sagt:
 "Alles ein Wahnsinn, der Kerl
hat schon einiges über 5 Kilo!!!! Du musst ja
schon krumm und bucklert sein"
Aber die Mama lacht dann nur.
Nebenbei ... also ich merke ja kaum etwas davon,
nebenbei räumt sie den Frühstückstisch ab, sie räumt den Geschirrspüler ein
sie arbeitet am Laptop, nebenbei kocht sie und legt Berge von Wäsche
zusammen  und gestern hat sie sogar "nebenbei" meinen

neuen Tripp Trapp Sessel zusammengebaut
Stellen sie sich vor, da sitze ich jetzt schon ganz richtig beim Tisch mit meinem großen Bruder ...
Da lass ich mich natürlich nicht hängen...
Da kann ich alles, alles sehen ...
Aber sonst: ehrlich gesagt,
MICH HÄNGEN LASSEN
ist halt schon sehr chillig....
...
paradiesisch...
Diese armen Leute, die mit zwei Füßen durchs
Leben gehen müssen ...
Wie soll man sich das vorstellen!!!
Wenn ich sehe, wie mein großer Bruder stundenlang nur
herumspringt - wo immer er ist - im Bett, auf der Couch, im Ledersessel - der springt ja wie ein Flumy.. ..na ist der arm???
KEIN TRAGETUCH!
Allerdings, mmh  schön ist es dann schon,
wenn ich aus meinem Mama Beutel herauskomme und
mich in das große Bett von meinem großen Bruder legen darf.
Ja, das ist sehr schön!!! Dann fahren die Feuerwehrautos über mich,
dann werde ich im "Noteinsatz" gerettet, er kann mich mit seinem Arztkoffer auch richtig untersuchen.....
Aber das Allerneueste:
Wir BEIDE, mein großer Bruder und ich
wir liegen unter dem schönen Holzspielbogen
der hat zuvor schon dem Arthur gehört
Beim Foto anschauen mit der Mama hat er sich
daran erinnert und gerufen: Mama dort möchte ich
mit dem Knucki liegen.
Und da sind wir wirklich schon gelegen,
Seite an Seite....mein großer Bruder erklärt mir alles
war das schön!!!

Ja, vielleicht, vielleicht, vielleicht .... 
lasse ich mich bald dann doch nicht mehr so lange hängen?
Vielleicht lasse ich mich bald schon soo tragen. 
Auf den Schultern von meinem
großen großen Bruder .... ja, der macht alles für mich!

ÜBRIGENS
HEUTE BIN ICH
ZWEI MONATE ALT!!!
Da darf man sich doch noch
ein bissl
HÄNGEN LASSEN?





Mittwoch, 21. November 2018

Fürbitten 22.11 Freude an der Freude: hl.Cäcilia



22.11.2018 Hl.Cäcilia   Freude an der Freude

Die Heilige des heutigen Tages, die hl.Cäcilia, ist die Patronin der Sänger, Musiker und Dichter, der Organisten, Orgelbauer und Instrumentenmacher. Rund um sie ranken sich viele Legenden, sie war eine vornehme Römerin, die vermutlich im 4.Jahrhundert wegen ihres Glaubens den Tod als Märtyrerin erlitt. Bitten wir heute an ihrem Gedenktag ganz besonders um alles, was unser Herz erfreut und was für unsere Sinne so wichtig ist

dass wir uns von Musik und Malerei, von Theater, Dichtung und Literatur inspirieren und auch tief in unserem Inneren ansprechen lassen können
bitten wir für Alle, die taub oder blind sind oder aus anderen Gründen all diese Möglichkeiten nicht haben

dass wir auch Freude im Tanz erfahren, auch im Sport Lust an Bewegung und Hingabe und Leichtigkeit
bitten wir für Alle, die in sich erstarrt sind, die sich ausgebrannt und leer fühlen

dass Gott unsre Sinne und Dankbarkeit schärft für alles was uns umgibt
bitten wir für Alle, die das Leben zu schwernehmen und immer wieder nur die negativen Seiten sehen

dass wir hören sehen riechen schmecken fühlen können und vor allem mit-fühlen
und die Freude anderer teilen
bitten wir für Alle, die sich in sich zurückziehen und vereinsamen

am Gedenktag der hl Cäcilia danken und bitten wir auch für alle Künstler und nicht zuletzt die Musiker: dass ihre schöpferische Kraft die Menschen über ihren Alltag hinaushebt und sie auch deine Nähe erfahren lässt.


Du guter Gott, wir danken dir für alles, was uns jeden Tag wieder erfreut und beglückt.
Lass uns das Leben wie eine Symphonie hören, mit allen Tönen und Zwischentönen, bis wir das ganze Stück wahrnehmen, durch Dich und Jesus Christus unserem Bruder. amen

Dienstag, 20. November 2018

Fürbitten 21.11 immer wieder "Maria"



21.11.2018 Gedenktag "Unsere liebe Frau in Jerusalem"

Der Marien Gedenktag heute erinnert an die Weihe einer Basilika zu Ehren der Gottesmutter, die 543 in der Nähe des Tempels in Jerusalem fertig gestellt wurde. Obwohl die Basilika später zerstört wurde, wurde das Fest im ganzen Orient weitergefeiert. In den römischen Kalender wurde es endgültig erst im Jahre 1585 aufgenommen.

Bitten wir an diesem Marien-Gedenktag
ganz besonders um Frieden für den Nahen Osten
um einen Ausweg aus dem Teufelskreis
von Hass und Vergeltung
auf die Fürsprache von Maria bitten wir: Herr erhöre uns

bitten wir, dass Israeli und Palästinenser lernen, miteinander zu leben
dass jede Volksgruppe das Leid der andren sehen kann
dass sie einander als Menschen wahrnehmen und respektieren


wir bitten um Frieden für Syrien, für Afghanistan, für den Irak
für all die von schweren Konflikten heimgesuchten Länder der Erde 
um ein Ende all der terroristischen und extremistischen Grausamkeiten
an die wir uns schon viel zu sehr gewöhnt haben
auf die Fürsprache von Maria bitten wir: Herr erhöre uns

wir bitten, und fühlen uns dabei immer hilflos,
für alle Opfer von Terror und Gewalt
dass ihr Tod und das Leid ihrer Angehörigen
nicht vergebens war
dass aus so viel Schmerz Frieden erwachsen kann
auf die Fürsprache von Maria bitten wir: Herr erhöre uns

wir bitten aber auch für uns selbst
wenn uns die Worte fehlen, um andere aufzurichten
wenn uns die Kraft fehlt, um andere mitzutragen
wenn wir Sorgen um uns selbst haben
wenn wir aus den Augen verlieren was wichtig ist
auf die Fürsprache von Maria bitten wir: Herr erhöre uns

Aber sei auch da in unserer Freude und in unseren Festen
Sei unsere Hoffnung, unsere Zuversicht
Lass uns nicht aufhören, um das Gute zu kämpfen
Und das Richtige zu tun
auf die Fürsprache von Maria bitten wir: Herr erhöre uns

Du guter Gott, mit Maria bringen wir unsere Bitten zu Dir – sei bei den Menschen, die in großer Not sind, sei auch mit uns an diesem  neuen Tag, den wir im Vertrauen Jesus leben wollen, in Freude und Dankbarkeit. Amen



Montag, 19. November 2018

Fürbitten 20.11 ein Leben lang: NEUGIERIG bleiben



20.11.2018 Lk.19.1. Der neugierige Zachäus 

Manchmal nützt das ganze Geld nichts. Das Evangelium berichtet fast schmunzelnd von einem kleinen Mann, dem man zwar nachsagt reich zu sein, (vermutlich kein ganz „sauberes“ Geld) der aber so klein ist, dass er aus der Volksmenge heraus nichts sieht. Er aber will diesen Rabbi Jesus sehen – Zachäus heißt der Mann – und darum steigt er auf einen Feigenbaum. Von dort winkt ihn Jesus herunter. „Ich will mich von dir einladen lassen, komm schnell!“ Allein, dass sich Jesus bei einem nicht gut beleumundeten Mann einlädt, ist eine Geschichte. Aber es geht auch um die Neugierde. Jesus gefällt diese Neugierde – und wir könnten uns heute fragen: Wie neugierig sind wir überhaupt noch auf Jesus. Wissen wir nicht ohnehin schon alles über ihn? Merken wir noch, ob es Dinge gibt, die uns eigentlich die Sicht auf Jesus verstellen?   Bitten wir heute

dass wir ,wie Zachäus, immer wieder „auf den Feigenbaum klettern“, um besser zu sehen,
was Gott von uns will - Dass wir nicht stecken bleiben in Selbstzufriedenheit und Selbstgewissheit

dass wir gerade in der Routine unseres Alltags immer wieder innehalten, dass wir immer wieder bereit sind, uns auf Neues einlassen

dass wir ein Leben lang im positiven Sinn neugierig bleiben, dass wir Mühen auf uns nehmen,
um auch Gott immer wieder neu zu erfahren

dass die Begegnung mit Jesus auch in unserem Leben immer wieder NEUES auslöst, Veränderung möglich macht

dass wir wie Zachäus auch unser Haus und uns selbst für Gott und Andere offenhalten

dass wir – wie Jesus Zachäus gegenüber – auch Anderen die Chance geben, sich zu ändern und neu anzufangen

und bitten wir, dass wir selbst durch abweisendes Verhalten niemand die Sicht auf Jesus verstellen

Du guter Gott, Du begegnest uns in allen Situationen unseres Alltags. Hilf uns neugierig zu bliben, offen für Neues. Dass wir auch dir immer wieder neu in unserem Alltag begegnen, auch heute wieder.

Sonntag, 18. November 2018

Fürbitten 19.11 hl. Elisabeth - die Heilige der Armen



Typische Darstellung Elisabeths bei der Versorgung von Bedürftigen; 
Kreidelithographie nach dem Gemälde von Hans Holbein d.Ä. frühes 16. Jahrhundert


19.11.2018 Hl. Elisabeth  Heilige der Armen
  
„Unser kleines Ich muss großzügiger werden, bis an die Grenze der Verrücktheit“ das sagt der Schweizer Theologe und Psychoanalytiker Peter Schellenbaum. Die Heilige des heutigen Tages, die heiligen Elisabeth von Thüringen, hat das bedingungslos gelebt. 1207 als Tochter des Königs von Ungarn geboren wurde sie schon mit 4 Jahren aus politischen Gründen verlobt und nach Thüringen verschickt, wo sie im Alter von 14 Jahren heiratete. Selbst Mutter von 3 Kindern, kümmerte sie sich hingebungsvoll und teilweise unter großen Schwierigkeiten und Anfeindungen bis zu ihrem Tod um Arme und Bedürftige.  Bitten wir heute

Dass wir großzügig denken und handeln, wenn es darum geht unsere Lebenschancen mit anderen zu teilen: dass wir Flüchtlinge, Obdachlose, Arme und die nicht so vom Leben Begünstigte in unserem Land respektieren und unterstützen 

Dass wir großzügig denken und handeln, wenn andere unsere Zeit und Zuwendung brauchen

Dass wir großzügig denken und handeln, wenn wir anderen Geduld und Vertrauen schenken

Dass wir großzügig denken und handeln, wenn wir Arbeitskraft und Arbeitszeit in Projekte investieren, die uns nicht selbst zugutekommen

Dass wir großzügig denken und handeln, wenn wir verzeihen und vergessen sollen

Dass wir großzügig denken und handeln, wenn wir auch uns selbst Gutes tun

Heute ist auch der Geburtstag der Caritas. sie ist am 19.November, dem Tag der hl Elisabeth 1921 gegründet worden. Danken wir für die Arbeit und den Einsatz dieser Organisation und bitten wir um Hilfe für alle, die in unserem wohlhabenden Land arm und auf Unterstützung angewiesen sind 

Du guter Gott, erst gestern haben wir den "Welttag der Armen" begangen. Öffne uns Herz und Augen, dass wir rund um uns die Not der Menschen wahrnehmen. Mach uns fähig zum Mitfühlen und zum Teilen, wie es die heilige Elisabeth von Thüringen gelebt hat. Wir bitten im Namen Jesu, Amen  Herrn Amen

Arthur am Sonntag 79 Wir schaffen das, Moa

Ja, was ist Mut?
Die Moa erinnert sich, als sie selbst einmal als Kind
bitter bitter böse auf sich selbst war.
Was war passiert? Das Volkssschulkind von damals
hatte sich nicht getraut - wie die viel größeren Buben -
von einem Sprungbrett ins Wasser zu springen.
Da stand die Ilse also damals hoch oben über dem Wasser:
"spring, spring, so spring endlich"...riefen von unten die
Buben - aber die Ilse hat sich nicht zu springen getraut.
Die Ilse ist mit eingezogenem Kopf die Stiegen vom
Sprungbrett Turm wieder hinunter geklettert ....
und dann  hat die Ilse nur mehr eines wollen: nach Hause
laufen, so schnell wie möglich nach Hause laufen.
Da lief sie aber zufällig gerade ihrem Papa über den Weg, der
gleich gespürt hat, dass da "eine Katastrophe" passiert sein musste.
"Ach du meine Güte, hast du dich nicht getraut, von da oben herunter zu springen? Und jetzt glaubst du, du bist ein Feigling ... weil die anderen das
alle können?" Weißt du was, sagte der Ilse
Papa, Du warst in Wirklichkeit richtig mutig!" MUTIG? Wenn man sich etwas
nicht zutraut???
Ja, sagte der Papa, MUT heißt, dass man sich
selbst einschätzen kann. Einschätzen:was man sich zutrauen kann und was man sich nicht zutrauen kann. Mutig ist man, wenn man das selbst entscheidet und sich nicht von anderen

treiben lässt." Was das jetzt mit dem Arthur
zu tun hat - und was hat es mit der heutigen Geschichte
aus dem Sonntagsbuch der Moa zu tun?
Da wird ja heute Schreckliches erzählt - alles, alles
in der Welt wird immer schlimmer ....schon vor mehr als zweitausend Jahren müssen Menschen dieses beklemmende Gefühl gehabt haben. Wie sehr erst wir heute.
Gibt es nicht Tage, wo man verzweifeln möchte: die verheerenden Auswirkungen unserer Klima Veränderung: Dürre, Überflutungen, Brände, Gletscher schmelzen,
der Meeresspiegel steigt ....und all die anderen furchtbaren
Ereignisse auf der Welt, alles, alles von Menschen selbst verschuldet - Krieg, Gewalt , empörende Armut

Heute etwa ist der "Welttag der Armen",
Papst Franziskus hat ihn ins Leben gerufen ....
Armut - eine Katastrophe....
wenigstens ein wenig, ein wenig können wir als Einzelne da helfen ....
so wie der Arthur an keinem Bettler vorbei geht ohne nicht zu fragen "Moa haben wir Geld?"

Der Arthur schaut hin,
Ja auch dazu gehört MUT - hinschauen,
nicht weg-schauen
nicht so tun, als wäre eh alles in Ordnung.
Stimmt schon, das Welt-Szenario könnte
mutlos machen - und ein Ende der Welt ist ja auch
programmiert - in ein paar Milliarden Jahren, so sagen die Astrophysiker, wird unsere Erde in die Sonne stürzen und verglühen .....soll man da nicht gleich alles fallen
lassen?
Zu unserem Leben gehört MUT - jeden Tag, immer wieder

Der Arthur traut sich viel am Spielplatz.
Und doch ruft er auch "Mama, Hand....",
der Arthur streckt die Hand nach seine Chiara aus,
er will, er muss  sich anhalten ...
Das ist nicht feig, das ist nicht un-mutig.
Manchmal reizt der Arthur seinen Mut aus,
dann springt er plötzlich von der kleinen Mauer
herunter und die Moa ruft erschrocken: "Bitte Arthur nicht, nicht noch einmal....." Aber er weiß, was er sich zutrauen kann der Arthur, noch ist bei seinen Aktionen nix passiert.
Das Wort FEIGLING kennt der Arthur nicht
Zum Glück hat auch im Kindergarten noch nie ein Kind zum anderen gesagt: "He, du bist ja feig..."
Nur die Moa spielt manchmal so ein bißchen
mut-los ....."Ach Arthur", sagt die Moa,
"schau, da drüben steht unser
Autobus, aber der fährt uns jetzt sicher vor der Nase davon"
"Wir schaffen das Moa"!!! sagt der Arthur
und er winkt von unserer Straßenseite so aufgeregt
dem Bus Fahrer vis a vis zu, dass der wirklich noch
wartet und noch einmal die Türen für uns aufmacht!!!
Oh Danke!
"Wir schaffen das Moa!" sagt der Arthur auch, als die Moa
nach dem gefühlt hundertsten Puzzle sagt: "ich kann nicht mehr"


"Wir schaffen das Moa!"

ja und das gibt der Moa die Zuversicht: 
die Welt wird es auch schaffen


Samstag, 17. November 2018

Fürbitten Sonntag 18.11 auch wenn alles zu Ende geht - Zuversicht!



18.11.2012 Mk.13.24  In jenen Tagen....

Gehört auch Jesus zu den Weltuntergangspropheten?  Gehört er zu denen, die Ängste schüren? Ist er einer von denen, für die alles immer schlimmer wird? Das Evangelium heute zeichnet ein düsteres Zukunftszenario: „Himmel und Erde werden vergehen..“ Auch wir wissen nur zu gut, wie gefährdet unser Leben ist, wie gefährdet die Zukunft unseres ganzen Planten. Und dennoch: wir glauben an die Zukunft , wir sind für sie verantwortlich und wir als Christen dürfen sie in Gottes Hände legen. So bitten wir

Unsere Zeit ist schnelllebiger als all die Zeiten zuvor
jeder Tag ist Veränderung
oft sind wir fasziniert und begeistert
manchmal überfordert es uns und wir sträuben uns dagegen
lass uns immer um das eine bitten
Lass uns im Vertrauen leben

Jedes Leben hat seine Probleme
Jedes Leben hat ein Ablaufdatum
behüte uns davor
ängstlich und pessimistisch zu sein
dass wir nicht die Gegenwart krank jammern
sondern jeden Tag als eine neue Chance begreifen
lass uns immer um das eine bitten
Lass uns im Vertrauen leben

Immer wieder geht etwas zu Ende
manchmal sind wir froh, weil
Schmerzen nachlassen oder mühsame Situationen ein Ende haben
dann wieder haben wir Angst
dass auch Glück und Freude nicht ewig währen
lass uns immer um das eine bitten
Lass uns im Vertrauen leben

Leben heißt immer wieder auch loslassen müssen,
Abschied nehmen
lass uns loslassen, damit wir die Hand nach Neuem ausstrecken können
lass uns loslassen, damit DU uns ganz ergreifen kannst
lass uns immer um das eine bitten
Lass uns im Vertrauen leben

Gott komm du uns entgegen
in unserer Freude und in unserer Trauer
in unseren Erfolgen und unserem Versagen
Gott komm du uns entgegen
im Schwachwerden und in den Schmerzen der Alten
in der Kraft und in der Zuversicht der Jungen
lass uns immer um das eine bitten
Lass uns  im Vertrauen leben


So bitten wir, lass uns als Christen denken und handeln was unsere Verantwortung für die Umwelt betrifft. Lass uns als Christen denken und handeln, was unsere Verantwortung für unsere Mitmenschen betrifft. Lass uns als Christen denken und handeln, weil du die Zukunft bist, auf die hin wir leben. Heute und morgen und in alle Ewigkeit. Amen

Freitag, 16. November 2018

Fürbitten 17.11 lästig vor Gott - und mutig



17.11.2018 Lk.18.1 beten heißt auch „lästig“ sein
Um das inständige, ja fast sture Bitten und Betteln geht es heute im Evangelium. Betteln sollen wir und lästig sein wie die Witwe, die, um zu ihrem Recht zu kommen, Tag und Nacht den Richter der Stadt bedrängt  – bis der entnervt auf-gibt und ihr nach-gibt. "Wer weiß", sagt er sich, "womöglich ohrfeigt die mich sonst noch" So sollt ihr es mit Gott machen, sagt Jesus. Ja, bei Gott ist Betteln und Hausieren nicht verboten. Gott wird euch hören, seid lästig!, sagt Jesus.  Bitten wir heute mit Worten des indischen Dichters und Philosophen 
Rabindranath Tagore

Du guter Gott,
Lass uns nicht bitten,
vor Gefahr bewahrt zu werden,
aber lass uns dich bitten,
dass wir den schwierigen Situationen unseres Lebens
furchtlos begegnen 
Herr höre uns – Herr erhöre uns

Du guter Gott,
lass uns nicht das Ende unserer Schwierigkeiten und Schmerzen erflehn,
aber wir bitten dich um ein starkes Herz,
das auch den Schmerz und die Angst besiegt.
Herr höre uns – Herr erhöre uns

Du guter Gott,
Lass uns in den Schwierigkeiten des Lebens nicht verzweifeln
weil wir glauben, keine Hilfe zu finden
aber lass uns dich bitten,
dass wir unsere eigene Stärke und Kraft entdecke
Herr höre uns – Herr erhöre uns

Du guter Gott,
dass ich Geduld habe,
so bitten wir: Herr höre uns – Herr erhöre uns

Du guter Gott,
lass uns nicht Menschen sein
denen nur der Erfolg Sicherheit im Leben gibt
lass uns bei Problemen nicht in Sorge und Furcht erstarren,
sondern lass uns alles von dir zu erhoffen
Herr höre uns – Herr erhöre uns

Du guter Gott,
was immer mit mir geschieht,
um das eine bitte ich Dich
lass mich immer den Halt deiner Hand fühlen,
gerade dann, wenn ich versage und ganz klein bin.
Geborgen – gehalten – getragen von dir,
Herr höre uns – Herr erhöre uns

Donnerstag, 15. November 2018

Fürbitten 16.11 Das Leben kann auch Angst machen



16.11.2018 Lk.17.26 Schreckliches geschieht

Düster sind heut die Aussagen Jesu im Evangelium. Der Menschheit steht Schreckliches bevor, sagt er. Jesus nennt die Sintflut als ein Ereignis aus der Vergangenheit, aber er sieht auch für die Zukunft schreckliche Dinge über die Menschen hereinbrechen. Es scheint in den heutigen Worten im Evangelium keinen Trost zu geben. „Wer sein Leben zu retten versucht wird es verlieren, sagt Jesus, aber wer es verliert, wird es gewinnen.“ Auch wir leben in einer Zeit, in der Schreckliches geschieht und nicht zu Unrecht oft Ängste aufkommen. Wie sollen wir damit umgehen? Bitten wir heute

Für die Opfer der furchtbaren Brände in Kalifornien – bitten wir für alle Menschen, die Opfer von Naturkatastrophen werden, so viele sind auch in Österreich durch die jüngsten schweren Regenfälle betroffen

Für alle Menschen, die Opfer von Verbrechen, Gewalt Terror und Krieg geworden sind

Für die unzähligen Menschen auf der Flucht oder auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen, Menschen, die auf immer weniger Menschenliebe stoßen

Für alle Kinder, denen Gewalt angetan wird, auch dadurch, dass sie hungern und keine Schulbildung bekommen

Für die Opfer sexueller Übergriffe und Ausbeutung

Bitten wir für uns selbst, in all unseren Ängsten und Hilflosigkeiten

Bitten wir im Namen Jesu Amen

Mittwoch, 14. November 2018

Fürbitten 15.11 Leopoldi - nicht nur Faßlrutschen



15.11.2018 Hl. Leopold
Obwohl wir hier in Österreich in einem wirtschaftlich abgesicherten und friedlichen Land leben, leben wir in einer Zeit großer Verunsicherung. Die Gefahr der Entsolidarisierung in der Gesellschaft und die Ablehnung gegenüber Fremden ist groß. Bitten wir heute, am Festtag des hl Leopold ganz besonders um ein gutes politisches und gesellschaftliches Klima in Österreich. Der Babenberger Markgraf Leopold, er lebte von 1073 bis 1136, hat dem damaligen Ostarichi eine Zeit der Ruhe und des Friedens ermöglicht, während es im deutschen Reich schwere auch blutige Konflikte gab. Die deutsche Kaiserkrone hat Leopold abgelehnt. Bitten wir heute
um den sozialen und politischen Frieden in Österreich um Männer und Frauen in der Politik, die ehrlich um soziale und zukunftsfähige Lösungen ringen

für die Familien und Alleinerziehenden in unserem Land
dass auf alle, die Kinder großziehen, Rücksicht genommen wird,

für die sozial Schwachen und Armen, für die Alten und Hilflosen
dass die Qualität der Pflege- u Gesundheitsdienste in Österreich erhalten bleibt

für die Schulen in unserem Land: dass die richtigen Maßnahmen getroffen werden für eine gute Ausbildung der Jugendlichen aber auch für gute Arbeitsbedingungen für die Lehrer

für die zunehmende Zahl an Menschen, die keine Fixanstellung mehr bekommen, vor allem für die Jungen, damit sie ihre Zukunft planen können

 für alle nach Österreich Zugewanderten, dass es unserer Gesellschaft gelingt, sie gut zu integrieren  

-  und bitten wir für uns Alle, dass wir bereit sind
unseren Teil der Verantwortung in unserer Gesellschaft, in unserem Land zu übernehmen

Du guter Gott, höre unsere Bitten. Schenke unserem Land Menschen in Politik, Wirtschaft und Kirche, die einen weiten Blick haben für das, was uns allen gut tut. Dass wir in Frieden und Gerechtigkeit leben und selbst Alles dazu beitragen, wozu wir imstande sind. Darum bitten wir durch Jesus unseren Bruder. amen


Leopold gründete nicht nur das Stift Klosterneuburg, sondern auch Heiligenkreuz 
(für den Orden der Zisterzienser) und Klein Mariazell (Benediktiner)
Der Leopoldi-Tag wird seit Leopolds Heiligsprechung im Jahr 1485 immer am 15. November begangen (in Anlehnung an sein Todesdatum 15. November 1136). Das Zentrum der Festlichkeiten ist bis heute Klosterneuburg. Für die Diözese Wien ist "Leopold" ein Hochfest