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Mittwoch, 31. Oktober 2018

Fürbitten 1.11 ALLERHEILIGEN - wie man SELIG wird



1.11.2018  Mt 5.1 die Seligpreisungen

Sie gehören zum Herzstück der Verkündigung Jesu: die Seligpreisungen. Heute, am Tag Allerheiligen, hören wir den Text aus dem Matthäusevangelium.  Frère Roger Schutz, Gründer der ökumenischen Bruderschaft von Taizé, hat einmal gesagt: 
"Lebe das Evangelium – lebe, was Du verstanden hast – und sei es auch nur ein einziger Satz!" Wenn jede, jeder von uns nur versuchte, einen Satz dieser Seligpreisungen ernst zu nehmen, dann könnte das Leben, wenigstens rund um uns, anders aussehen:   so bitten wir

Lass, dass wir uns weniger wichtig nehmen, im eigenen „arm sein vor Gott“. Lass uns großzügig sein mit allen, die unsere Zuneigung, unser Verständnis und unsere Vergebung brauchen.  
Gott unseres Lebens:   wir bitten dich erhöre uns

lass uns im eigenen „traurig sein“ die Schmerzen und Ängste der Anderen spüren. Dass wir im Mitfühlen und im Mitleiden dort zupacken, wo Hilfe gebraucht wird. Nimm uns aber auch die Angst davor, selbst schwach zu sein - lass, dass wir uns helfen lassen

lass uns Frieden stiften lass uns zu einem Stück Frieden beitragen, an unserem Arbeitsplatz, zu Hause, im Umgang mit anderen. Dass wir einander nicht mit Ungeduld und Rechthabereien das Leben schwer machen. Dass wir im Umgang miteinander das Gemeinsame und nicht das Trennende suchen. Dass wir in Konflikten ehrlich sein können und es auch aushalten, wenn uns jemand kritisiert,  dass wir nachgeben können und großherzig sind 

lass uns die Gewaltlosigkeit leben, in einer Gesellschaft, wo man Ellbogen, Beziehungen, Durchschlagskraft und viel Egoismus braucht, um ganz vorne zu sein. Hilf uns ein Klima zu schaffen, in dem sich Menschen ohne Angst und Druck entfalten können.

lass uns Sehnsucht haben nach dem was wir Gerechtigkeit nennen. Dass die weniger Tüchtigen nicht unter die Räder kommen, dass es genug Zuwendung für Behinderte, Kranke und Alte gibt, dass wir den Fremden ein Lebensrecht hier einräumen, und dass wir selbst ohne Eifersucht und Neid Anderen Erfolg und Gutes gönnen. 
                                                                                         
lass uns barmherzig sein, großzügig, nicht nachtragend, bereit, den 1.Schritt zu tun, mit offenen Augen für das, was Anderen gut tut. Lass uns aber auch barmherzig sein mit uns selbst, wenn wir immer wieder an unseren eigenen Ansprüchen  scheitern                                                   

Lass uns "ein reines Herz haben“ lass uns sanftmütig" sein, dass wir Vorurteile ablegen, dass wir niemanden abstempeln und verurteilen, dass wir nicht immer schon alles im Vorhinein wissen, dass wir Menschen immer wieder eine neue Chance geben, dass wir immer zuerst an das Gute im Anderen glauben wollen                                                                                                    

Du guter Gott, so bitten wir um den Mut, dass wir im Geiste Jesu den Mut haben, uns Tag für Tag, immer wieder um einen neuen Himmel und eine neue Erde zu bemühen. Denn du willst, dass der Himmel HEUTE und JETZT beginnt. Dass er MIT UNS beginnt. Amen  

Dienstag, 30. Oktober 2018

Fürbitten 31.10 REFORMATION braucht es immer


31.10.2018 Reformationstag   
Es soll am Tag vor Allerheiligen gewesen sein, im Jahr 1517, als der katholische Mönch und Theologe Martin Luther seine 95 Reform-Thesen zur Reform der Kirche an die Tür zur Schloßkirche in Wittenberg nagelte. Luther hatte seine Überlegungen zuvor in Briefform mehreren geistlichen Würdenträgern und Bischöfen zugesandt. Erst als diese nicht reagierten, kam es zum öffentlichen Thesenanschlag – wobei es historisch um die genauen Umstände ein paar Fragezeichen gibt. Wie die Geschichte aber letztlich ausgegangen ist, wissen wir - noch heute, nach mehr als 500 Jahren!!!!, ist die Kirchenspaltung in den offiziellen Gremien nicht überwunden, wenn auch zum Glück schon längst unter vielen Christen. Für unsere evangelischen Freunde ist der Reformationstag jedenfalls ihr größter kirchlicher Feiertag. Bitten auch wir heute mit Gedanken Luthers und schließen wir die politischen Probleme dieser Tage mit ein

Beten heißt: Gott den Sack vor die Füße werfen. sagt Luther
So bitten wir in diesen Tagen inständig und verzweifelt um Frieden – wir bitten um Heimat und Sicherheit  für all die unzähligen Menschen, die aus den Kriegs-und Krisengebieten der Welt fliehen und eine neue Zukunft suchen - Herr, lass uns ihr Schicksal in deine Hand legen, lass uns in der Herausforderung nicht versagen

Anfechtungen, Krisen, sind Umarmungen Gottes. Die Krise ist die notwendige Kehrseite des Glaubens. Wer nicht angefochten wird, kann auch nicht glauben, sagt Luther
So bitten wir für uns selbst, lass uns keine Angst vor Krisen haben. Lass uns auch immer wieder die Durststrecken in unserem persönlichen Leben und so manche Unsicherheiten aushalten. Für unsere europäischen Regierungen bitten wir, dass gerade die, die sich als christlich empfinden, wieder zu einem solidarisches Handeln finden

Die Schwächen der Heiligen trösten uns mehr als ihre Tugenden, sagt Luther
Lass, dass wir uns für unsere eigenen Schwächen nicht genieren, wer weiß, ob mancher Fehler, den wir machen, nicht für Andere hilfreich sein kann. Für die politisch Verantwortlichen bitten wir, dass sie in ihrem Reden und Tun verantwortungsbewusst bleiben und nicht zu einem Klima der Ausgrenzung und des Hasses beitragen 

Das Kreuz setzt dir zu, nicht damit du darunter verkommst, sondern dass du lernst, 
Gott zu vertrauen, sagt Luther
Bitten wir, dass die Menschen, die heute so vieles durchmachen, Kraft und Zuversicht in ihrem Glauben finden – und Hilfe bei uns Christen
Lass, dass wir uns selbst nicht krampfhaft Schweres aufladen, aber das wir tun und aushalten, was immer wieder auf uns zukommt. Bitten wir vor allem, für alle kranken Menschen.

Die Kirche braucht eine Reformation. Diese Reformation ist aber nicht die Angelegenheit nur des Papstes und der Kardinäle. Es ist eine Angelegenheit der ganzen Christenheit, oder noch besser, Gottes allein. Nur er weiß die Stunde der Reformation, sagt Luther
Hilf unserer Kirche, hilf Papst Franziskus auf dem Weg zu Reformen und immer wieder zur Erneuerung festgefahrener Positionen und Gesetze. Hilf auch uns selbst, dass wir nicht in alten Mustern erstarren, sondern immer wieder die neuen Herausforderungen der Zeit an uns erkennen.

so bitten wir im Namen Jesu Amen

Montag, 29. Oktober 2018

Fürbitten 30.10 Wie man den HIMMEL findet?



30.10.2018 Lk.13.18  Sauerteig, Senfkorn wie man sich den Himmel vorstellen soll?

Wie soll man sich „den Himmel“ vorstellen - „Womit kann man das Reich Gottes vergleichen?“ fragt Jesus seine Zuhörer – Ja, woran sollen wir erkennen, dass Gott und seine Wirklichkeit DA sind. Jesus zeigt auf die ganz kleinen Dinge: so wie das Senfkorn wächst, so wie der Sauerteig das Brot macht – aus ganz kleinen Anfängen entsteht etwas Besonderes. Das Reich Gottes wächst, ja es ist immer schon DA - auch wenn wir glauben, rundherum in der Welt wenig davon zu sehen - in uns selbst könnten wir es erfahren. So bitten wir heute

dass das Vertrauen wächst, gerade auch dann, wenn auch heute nicht alles so laufen wird, wie wir es planen

dass die Gelassenheit wächst, wenn wir uns manchmal mehr Dank wünschen würden, für das, was wir tun

dass die Geduld wächst, weil wir nie ganz so sind, wie wir es gerne hätten und weil wir das auch bei den anderen akzeptieren müssen

dass das Verstehen füreinander wächst, in die Menschen, mit denen wir zusammenleben oder denen wir heute neu begegnen

dass die Liebe wächst, in den vielen Momenten der Ungeduld, und immer dann, wenn wir uns eigentlich nichts mehr von anderen erwarten

dass die Freiheit wächst, dass wir nach vorne schauen können und nicht gefangen bleiben in dem was war, dass wir immer wieder neu anfangen können

dass die Freude wächst, am Leben und an jedem Tag, der uns unsere Lebendigkeit spüren lässt – und dass die Dankbarkeit wächst, für alles, was uns immer wieder geschenkt wird


Du guter Gott, wir bitten für alle Menschen in den Kriegs-und Krisengebieten der Welt. Lass den Frieden wachsen und lass in uns selbst Tag für Tag die Bereitschaft wachsen, denen zu helfen, die es brauchen. Dann bauen wir selbst am „Reich Gottes“, heute schon, hier und jetzt. Denn der Himmel ist nicht oben und er ist nicht unten, deine Wirklichkeit ist IN UNS. Amen

Sonntag, 28. Oktober 2018

Fürbitten 29.10 eine mutige Frau - von den Nazis ermordet



29.10.2018 Sr.Restituta Kafka  wie 2016

Heute ist ein Gedenktag für die österreichische Ordensfrau Restituta Kafka. Sie hat als Christin ihren aktiven Widerstand gegen das Naziregime mit dem Tod bezahlt. Schwester Restituta, eine Franziskanerin, weigerte sich als Krankenschwester,  Kruzifixe aus den Patientenzimmern im Krankenhauses Mödling zu entfernen und schrieb auch regimekritische Texte.  Am 29.Oktober 1942 ist die Hartmannschwester in Wien "wegen Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat" zum Tod verurteilt worden, im März 1943 wurde Helene Kafka, wie Sr.Restituta mit bürgerlichem Namen hieß, im Wiener Landesgericht durch das Fallbeil, durch Enthauptung, ermordet. Ein schrecklicher Tod in einer schrecklichen Zeit, wo sich die Mehrheit der Menschen mit einem verbrecherischen Regime arrangiert hatten. Darunter sehr viele Christen, auch viele sogenannte Würdenträger in der katholischen aber auch in der evangelischen Kirche. Sr.Restituta ist 1998 für ihr entschiedenes NEIN zur Diktatur seliggesprochen worden. bitten wir Gott heute

Sei an der Seite aller Menschen, die auf Grund ihrer religiösen oder politischen Überzeugung verfolgt werden. Segne die Arbeit aller Organisationen, die sich für Gerechtigkeit und Menschenrechte einsetzen

lass auch uns aufrechte Menschen sein, dass wir auch unter widrigen Umständen den Mut haben, für das einzutreten, wovon wir überzeugt sind
                      
gib uns auch den Mut herauszufinden, was nach unserem eigenen Gewissen falsch oder richtig ist.

Hilf uns zu erkennen, wo auch in unserem Leben Entscheidungen anstehen, die wir treffen müssen, auch wenn sie uns und anderen wehtun.

Lass, dass wir uns selbst nichts vormachen. dass wir uns nicht auf halbherzige Kompromisse einlassen – dass wir nicht stur, aber entschieden sind

Lass uns Menschen sein, die Verantwortung für sich und andere übernehmen können.                   

Gib uns die Kraft, wenn es notwendig ist, auch gegen den Strom zu schwimmen

Gib uns den Mut, Ungerechtigkeit beim Namen zu nennen und uns für all die einzusetzen, die niemand haben, der auf ihrer Seite steht.

Hilf uns in Österreich die richtigen Entscheidungen zu treffen, um Menschen in der Not beizustehen, ohne Wenn und Aber. Lass, dass Ausländerhetze, Rassismus und Diskriminierung Andersdenkender bei uns keinen Platz haben und dass wir als Christen entschieden dagegen auftreten

So bitten wir, im Namen Jesu, amen

Arthur am Sonntag 76 nicht ROSIG - RICHTIG sehen

Ach du meine Güte - die Zeitumstellung!!
Nein, die Moa ist noch nicht richtig "gaga" -
aber heute früh hätte sie sich fast gewünscht,
dass nur noch die SONNENUHR zählt,
die Stunden zählt (Foto von Freundin  Irmgard Czerny) Jede, wirklich JEDE Uhr in der
Wohnung der Moa zeigt heute die Zeit anders.
Also, da, wo Uhr nicht umgestellt, ist, da
es irgendetwas nach 8.oo ....dort wo
brav "umgestellt"...ist es irgendetwas nach 7.00.
Ja "irgendetwas" - denn selbst die elektronischen Uhren zeigen die Minute anders an. Normalerweise sieht man wohl nicht so genau darauf, aber heute früh nervt es die Moa.
7.19 am PC, 7.22 am handy, 7.21 auf der Temperatur und Wetteranzeige,

Nicht zu reden, von den "altmodischen" Uhren, die die Moa
noch gestern abend brav umgestellt hat ...na gut, da hat sie es wohl selbst mit den Minuten nicht so genau genommen ...
Aber bald wird man sich wohl daran gewöhnen, dass man
nie so ganz RICHTIG SEHEN kann.
Denn das kennt man ja: selbst wenn zwei Menschen zur selben Zeit auf das dasselbe Objekt sehen,
jeder SIEHT irgendetwas anders.
Dem einen sticht nur ein besonderes Detail heraus
Der andere  über-sieht etwas,
wieder ein anderer deutet das, was er sieht,
ganz anders-
"Schau Arthur" sagt die Moa, als sie gemeinsam bei der Bushaltestelle stehen "schau, die vielen bunten Blätter hier am Boden -  "Moa", sagt der Arthur, "schau, da sind noch immer so viele Ameisen ....."
Ja so "sieht" - bemerkt -  jeder etwas anderes ...
Vom SEHEN handelt heute auch die Geschichte aus dem Sonntagsbuch der Moa.

Ein blinder Mann, schon von Geburt an kann er nichts sehen, wird plötzlich geheilt.
Er kann wieder SEHEN - immer schon hat sich die Moa gefragt: wird es dann nicht auch Dinge geben,
die einen erschrecken,
wenn man sie um ersten Mal sieht?
Was es heißt "blind" zu sein, oder auch nur mehr schlecht zu sehen, das weiß der Arthur.
Im Pflegeheim der Omama gab es viele
Bewohner, die blind oder auf Seh-HILFE angewiesen waren. Der Arthur wusste, da muss man ganz gut aufpassen, da darf man nicht einfach auf jemand zu rennen, der sieht mich ja nicht, der könnte sehr erschrecken oder sogar stürzen.

Ja, wir, wir können SEHEN.
Der Arthur sieht wie ein Falke - und oft genug sieht er trotzdem nix.
"Bitte, so pass doch auf" schreit die Moa
"siehst du die Stiege nicht ... siehst du das
abgestellte Kinderwagerl nicht ...siehst du nicht, dass du gleich über dein Klumpert am Boden fallen wirst ...."
"Ja siehst du denn nicht..."
Auch uns geht es so - man stolpert, weil man
nicht richtig hingesehen hat. Aber noch viel öfter
WILL man gar nicht so genau hinsehen, denn wer weiß ....
Der Obdachlose auf der Bank, die Bettler, da und dort
streitende Jugendliche
ältere Menschen, die mühsam etwas schleppen ...
wenn man all das wirklich SIEHT - dann müsste man
ja auch reagieren, irgendwie ....
SEHEN kann mühsam sein, kann einem Verantwortung
abfordern
Der Arthur  zum Beispiel sieht, dass ein Kind, das im Wagerl sitzt, plötzlich seinen Schuh auszieht und aus dem Wagerl werfen will
"Der Schuh, der Schuh" ruft der Arthur - wir sind gerade in der
langen U Bahn Passage ...und die fremde Mama wird aufmerksam,
und kann den Schuh "retten". "Jöh, Danke!!" sagt sie
Aber manchmal will auch der Arthur nicht SEHEN
"Bitte schau doch, wo du hin steigst" sagt die Moa,
Aber da ist er mit den neuen Schuhen schon in der Lacke!
Viel, viel kann man über DAS SEHEN nachdenken.
Aber das aller-allerwichtigste SEHEN ist wohl das
Gnothi seauton
"ERKENNE DICH SELBST"
SICH SELBST RICHTIG SEHEN
Sich nichts vormachen
Sich nicht durch die rosa Brille sehen.
Es aushalten, dass man ein Mensch mit vielen Fehlern
ist - es aushalten, dass man nicht immer so gut
fühlt und denkt, wie man es gerne möchte.
Da will man oft gar nicht richtig hinsehen ....
Über den Arthur war die Moa erst vor wenigen Tagen
zu Tränen gerührt.
Dieser kleine Arthur ist fähig, seine wirklichen Gedanken und Gefühle zu erkennen , SICH SELBST zu SEHEN
Was ist passiert?
Der Arthur liebt seinen kleinen Bruder Damian über alles.
Schon in aller Früh will er ganz nahe bei ihm sein, küsst
ihn, schmust ihn ab, bringt ihm alles an Spielzeug, von dem
der Arthur glaubt, auch sein "Knuckipucki" könnte
es brauchen - "ich liiiiieebe meinen kleinen Bruder"
sagt der Arthur immer wieder und wir können es nicht fassen,
wie zärtlich, ja fast mütterlich zärtlich, ein kleiner
Dreijähriger mit einem winzigen Neugeborenen umgehen kann.
Aber dann - vor wenigen Tagen - da sitzt der Arthur,
und er wirkt betrübt, richtig betrübt - und der Arthur sagt
plötzlich zu seiner Mama:
"Manchmal habe ich den Knuck nicht so lieb...."
und zur Moa sagt der Arthur: "Trag DU jetzt den Knuck, ich will allein mit der Mama spielen!"
Ganz ganz liebevoll nimmt da die Arthur Mama den Arthur in die Arme: "Das ist doch das Normalste auf der Welt, dass du den
Knucki nicht immer gleich lieb haben kannst. Er wird dir immer
wieder einmal auf die Nerven gehen ....das geht doch auch uns so...manchmal haben auch wir nicht nur liebevolle Gefühle...
(- haha, ja der Arthur weiß das, auch seine Mama kann hin und wieder mit ihm "brüllen")
Und trotzdem haben wir Dich immer und ewig lieb....
Das ist nichts Schlimmes, wenn du den Damian nicht
ununterbrochen lieb haben kannst ...ist doch klar, dass du manchmal auch nur mit uns allein sein willst, so wie früher...
Was für eine Leistung, denkt sich die Moa,
Was für eine Leistung, dass ein
so kleiner Bub wie der Arthur
so ehrlich mit seinen Gefühlen umgeht ...
Man muss nicht alles rosig sehen
Man darf gar nicht mit der rosigen
Brille durchs Leben gehen ....
RICHTIG SEHEN
darauf kommt es an.
RICHTIG SEHEN -
- ja,auch das, was nicht so gut ist ...
aber das ist genau richtig:
Dann sieht man mit dem Herzen gut


PS Für den heutigen Sonntag - passend zur Sonntags Geschichte für den Arthur -
     BITTEN um das RICHTIGE SEHEN

dass wir hinsehen können, auf die Wirklichkeit in unserem Leben. Auf das Gute und das weniger Gute. dass wir uns nichts vormachen, sondern uns selbst sehen wie wir sind
Dass wir uns aber auch für Umwelt und Gesellschaft interessieren, dass wir uns engagieren, dass wir uns einmischen, dass wir nicht wegsehen, wenn Unrecht geschieht

dass wir gut und gütig sehen wollen, die Menschen um uns, dass unser Blick sie verwandelt und ihnen gut tut, dass wir das Einmalige an Menschen und Situationen wahrnehmen – auch an uns selbst

dass wir uns umsehen können, dass wir nicht auf uns selbst bezogen bleiben, dass wir
aufmerksam und mitfühlend sind, dass uns das Schicksal anderer berührt und uns handeln lässt

dass wir einsehen können, wenn wir uns falsch verhalten haben, dass wir einsehen können, wenn es an der Zeit ist, etwas zu verändern

dass wir nachsehen können, immer dann, wenn wir glauben, gekränkt worden zu sein.
dass wir aber auch uns selbst Fehler und Versagen nachsehen können

dass wir aufsehen können, wenn uns Sorgen und Unsicherheiten niederdrücken, wenn wir manchmal selbst nicht mehr weiterwissen,

bitten wir aber auch um einen klaren Blick für die Länder Europas, weil es gelingen muss, das Schicksal hunderttausender Flüchtlinge gut und menschenwürdig zu lösen. 


Samstag, 27. Oktober 2018

Fürbitten Sonntag 28.10 SEHEN - hinschauen - erkennen



27.10. 2018 Mk.10.46 wieder sehen können
„Was wäre, wenn…“ Das könnten wir uns beim heutigen Evangelium denken. Ein blinder Bettler schreit verzweifelt am Straßenrand nach Jesus und der fragt ihn:
„Was willst du, was soll ich für dich tun?" „Ich möchte wieder sehen können“, sagt darauf der Blinde. Wir selbst sind zwar nicht blind - und wer weiß, welche Bitten wir gerade jetzt an Jesus richten wollen - aber die Bitte „SEHEN zu  KÖNNEN“ , das sollte eine elementare Bitte in unserem Leben sein. So bitten wir

dass wir hinsehen können, auf die Wirklichkeit in unserem Leben. Auf das Gute und das weniger Gute. dass wir uns nichts vormachen, sondern uns selbst sehen wie wir sind
Dass wir uns aber auch für Umwelt und Gesellschaft interessieren, dass wir uns engagieren, dass wir uns einmischen, dass wir nicht wegsehen, wenn Unrecht geschieht

dass wir gut und gütig sehen wollen, die Menschen um uns, dass unser Blick sie verwandelt und ihnen gut tut, dass wir das Einmalige an Menschen und Situationen wahrnehmen – auch an uns selbst

dass wir uns umsehen können, dass wir nicht auf uns selbst bezogen bleiben, dass wir
aufmerksam und mitfühlend sind, dass uns das Schicksal anderer berührt und uns handeln lässt

dass wir einsehen können, wenn wir uns falsch verhalten haben, dass wir einsehen können, wenn es an der Zeit ist, etwas zu verändern

dass wir nachsehen können, immer dann, wenn wir glauben, gekränkt worden zu sein.
dass wir aber auch uns selbst Fehler und Versagen nachsehen können

dass wir aufsehen können, wenn uns Sorgen und Unsicherheiten niederdrücken, wenn wir manchmal selbst nicht mehr weiterwissen,

bitten wir auch nicht zuletzt um einen klaren Blick für unsere Kirche, dass es 
Mut für Aufbruch und Veränderung gibt. Bitten wir um einen klaren Blick für die Länder Europas, weil es gelingen muss, das Schicksal der hunderttausender Flüchtlinge gut und menschenwürdig zu lösen. 

Um all das bitten wir, im Namen Jesu. amen 



Mittwoch, 24. Oktober 2018

Fürbitten 25.10 Im Spannungsfeld den Ausgleich suchen


25.8.2018 Lk.12.49 ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen

Nicht immer ist es leicht mit Jesus Worten. Heute spricht er von Feuer, Spaltung und Streit. Von harten Entscheidungen. Im eigenen Haus wird es Mord und Totschlag geben.  Ist das überhaupt derselbe Jesus, der an anderer Stelle verlangt, dass wir sanftmütig sind, friedfertig, tausend mal verzeihen, immer wieder die „andere“ Backe hinhalten?  Das ist wohl das Komplizierte im Leben: immer wieder muss man eine neue Entscheidung treffen. Was in der einen Situation richtig ist, kann wenig später falsch sein. Bitten wir, dass es uns gelingt im richtigen Moment, das Richtige zu tun

dass wir uns nicht vor Auseinandersetzungen drücken –
dass wir aber auch nachgeben können

dass wir wissen, was wir wollen –
dass wir aber auch zu Kompromissen bereit sind

dass wir unbeirrbar unseren Weg gehen –
dass wir aber auch nicht stur und uneinsichtig sind

dass die Menschen wissen, woran sie bei uns sind –
dass wir uns aber nicht selbst mit starren Regeln das Leben schwermachen

dass wir das leben, woran wir glauben –
dass wir Gott aber nicht missbrauchen für unsere eigenen Rechthabereien

dass wir ein Feuer der Begeisterung in uns tragen –
dass wir aber nicht „zündeln“ oder krampfhaft Probleme schaffen, wo es gar keine gibt

bitten wir für all die Menschen auf der Suche nach Sicherheit und einem Leben in Frieden –
dass wir ihnen Hilfe geben und politisch nach langfristigen Lösungen suchen

Du guter Gott, immer wieder müssen wir auf neue Probleme neue Antworten finden. Immer wieder müssen wir uns neu entscheiden: hilf uns, das Richtige zu tun, hilf uns das richtige Maß in allem zu finden, darum bitten wir durch Jesus unseren Bruder. Amen




Dienstag, 23. Oktober 2018

Fürbitten 24.10 VERANTWORTUNG - aber sich von ihr auch nicht erdrücken lassen




24.10.2018 Lk.12.39 Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert...

Könnten einem manche Jesus Wort nicht Angst machen: „Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert, wem viel anvertraut wurde, von dem wird umso mehr verlangt werden.“ So heißt es heute im Evangelium. Was also wird Gott von mir verlangen? Wird Gott einer sein, der aufrechnet und umrechnet, der abwägt und einschätzt, ob wir auch genug geleistet haben?  Nein, so funktioniert die Liebe sicher nicht – bitten wir

dass wir uns verantwortlich fühlen, aber uns nicht von der Verantwortung erdrücken lassen

dass wir etwas leisten wollen, aber uns nicht unter Leistungs-Druck setzen

dass wir mit offenem Herzen geben, was wir geben können, aber keine Angst haben, 
Gott könnte es zu wenig sein

dass wir für Andere da sein wollen, aber doch auch auf unsere eigene Kraft schauen

dass wir uns von Gott beschenken fühlen können, ohne aufzurechnen, 
was wir nun selbst dafür leisten müssen

dass wir für unsere Talente verantwortlich sind, sie uns aber auch nicht zur Last werden

dass wir uns jeden Tag wieder bemühen, das Beste zu geben – in der Zuversicht, dass Gott sich über uns freut, ganz gleich, was wir GELEISTET haben

In diesem Vertrauen, du guter Gott, legen wir auch diesen Tag in deine Hand. Deine Liebe ist voller Geduld und Zärtlichkeit – lass, dass auch wir SO nachsichtig und barmherzig mit den Menschen umgehen, mit denen wir zu tun haben. Dass wir immer besser lieben lernen. Das bitten wir durch Jesus unseren Bruder. Amen

Montag, 22. Oktober 2018

Fürbitten 23.10 WACHSAM sein, am Sprung



23.10.2018 Lk.12.35 seid wachsam

„Behaltet den Gürtel an und lasst eure Lampen brennen, seid wie Menschen, die auf die Rückkehr ihres Herren warten“ sagt Jesus heute im Evangelium. Was heißt das „wachsam“ sein – heißt das misstrauisch sein, darauf lauern, dass etwas Ungutes geschieht?  Denken wir eher an Spitzensportler. Mit allen Fasern ihres Herzens streben sie nach dem perfekten Einsatz und Ergebnis – und sie tun es in höchster Anspannung und Aufmerksamkeit. Voll bereit für den alles entscheidenden Augenblick. So bitten auch wir
dass es uns immer besser gelingt, mit unseren Gedanken GANZ bei einer Sache zu sein
dass wir mit Freude tun, was wir tun sollen

dass wir dankbar im Hier und JETZT leben,
dass wir uns nicht unnötig mit den Sorgen von morgen das Herz schwer machen

dass wir aufmerksam sind für das, wofür wir gebraucht werden
dass wir uns für nichts zu gut sind

dass wir uns selbst nicht so wichtig nehmen
dass wir uns über uns selbst nichts vormachen

dass wir unsere Zeit nicht vertrödeln
dass wir uns nicht kleinlich an Vorschriften halten, sondern unserem Herzen folgen


du guter Gott. Ja wir warten auf dich – und wissen doch, dass du schon längst da bist. Mitten  in all unserem Leben, in dem was uns gelingt, aber auch in all dem, was nicht perfekt ist. Du bist in unserem Gut sein und in unserem Versagen. Das lässt uns ohne Angst sein.  Bleib mit uns auf dem Weg – so bitten wir im Namen Jesu. Amen.

Sonntag, 21. Oktober 2018

Fürbitten 22.10 Papst Johannes Paul II


22.10.2018 Papst Johannes Paul II

Es war im April 2014, am Sonntag der Barmherzigkeit, als gleich zwei Päpste des 20.Jahrhunderts heiliggesprochen worden sind. Der Papst des zweiten vatikanischen Konzils Johannes XXIII, sein Gedenktag war bereits am 11.Oktober -  und Johannes Paul II, dessen Pontifikat auch politische Auswirkungen hatte für die Situation der kommunistischen Staaten in Osteuropa. Heute ist SEIN Gedenktag . Bitten wir mit Worten beider Päpste und ihrem Sinn

„Die Mitte der Nacht ist auch schon der Anfang eines neuen Tages.“ sagte Johannes Paul II
So bitten wir um mehr Lebendigkeit und Vertrauen, gerade auch in der Kirche

 „Man kann nicht nur auf Probe leben, man kann nicht nur auf Probe sterben, man kann nicht nur auf Probe lieben, nur auf Probe und Zeit einen Menschen annehmen. Man muss bedingungslos Ja sagen können“ auch das sagte Johannes Paul II,
So bitten wir um den Mut zu klaren Worten und Entscheidungen - auch in der Kirche

„Ohne eine Portion „heiliger Verrücktheit“ kann die Kirche nicht wachsen“,
sagte Johannes XXIII
So bitten wir um mehr Begeisterung und Verrücktheit - auch in der Kirche

Mit Johannes XXIII bitten wir auch: „nur Heute soll es mir gelingen, dass ich an diesem Tag und in diesem Leben glücklich bin und ich nicht glaube, das Glück warte erst im anderen Leben auf mich“
So bitten wir um mehr Freude und Dankbarkeit - auch in der Kirche

Und bitten wir um die Bereitschaft uns immer wieder zu ändern und wandeln zu lassen -
gerade auch in der Kirche
Denn: „Darauf kommt es an, immer in Bewegung zu bleiben, nicht in eingefahrenen Gewohnheiten auszuruhen“  auch das sagte Johannes XXIII

Nicht zuletzt bitten wir aber auch um mehr Ruhe zum Beten und Freude am Beten - auch in der Kirche
Denn, so sagte es Johannes Paul II  Für die »Pädagogik der Heiligkeit« braucht es ein Christentum, das sich vor allem durch die Kunst des Gebets auszeichnet“                                     

Du guter Gott, am Anfang dieses neuen Tages, für den wir dir von Herzen danken,  bitten wir  im Namen Jesu. Amen


Arthur am Sonntag 75 Ja mach einen schönen "DIENER"

Ja, an manchen Sätzen merkt man einfach,
WIE alt die Moa ist ....
Nicht, dass die Moa so einen Satz jemals selbst in den Mund
genommen hätte ..... aber die Moa hat es noch im
Ohr, wenn man FRÜHER den kleinen Buben gesagt hat
"Ja mach aber jetzt einen schönen DIENER"
und das hieß für den Buben: VERBEUGEN
BRAV VERBEUGEN
So haben ganz höfliche Begrüßungen aussehen müssen.
Bei den Mäderl hieß es:
"Mach einen schönen KNICKS"
Und dem Mäderl Ilse wurde auch noch eingetrichtert: "...und sag schön
Küß die Hand!!!! "
Sollten es die sich verbeugenden Buben auch sagen?
Die Moa weiß es nicht mehr. Die Moa, also die
kleine Ilse, hat es GEHASST.
Denn sogar in der Schule, in dem Internat in dem sie war,
da musste man die Internatsleiterin, eine Klosterfrau,
traf man sie am Gang, mit KNICKS begrüßen-
"Compliment"
nannt Sr.Ludovica das, angeblich war sie eine Adelige.

Später hat die kleine Ilse bei ihrem Schul-Internat-Knicks und der Verbeugung schnell heimlich die Zunge herausgestreckt: Hexenkreuz!!!!
(Also die Frau Minister, 60 Jahre später,
die hat NUR Knicks gemacht ....)
Nein, niemand
niemand würde heute noch dem Arthur sagen
"So mach doch einen schönen Diener"
Wobei die Moa zugeben muss,
sie hat ein Problem,  WIE sie denn dem Arthur beibringen soll "schön" zu grüßen.
"HALLO" kann er ja wohl nur zu seinen Kindergarten Freunden sagen, der Arthur.

Aber was sagt der Arthur,
wenn er daheim im Stiegen
haus von jemand
lieb gegrüßt wird "Ja, grüß Dich, Arthur"
Auch im Haus bei der Moa wird der Arthur immer wieder lieb angesprochen ...
Was soll der Arthur da sagen?
"Grüß Gott", wie es die Moa sagt, das kann die
Moa dem Arthur nicht beibringen ...
"Hallo" - nein geht nicht
"Guten Tag" - na wie blöd ist das für ein Kind
Also, der Arthur sagt NIX
und die meisten Kinder, so hat es die Moa
inzwischen heraus gefunden, sagen auch NIX
GUTE LÖSUNG ist das vermutlich keine.
Wer hat Ratschläge?????
Aber jetzt muss die Moa zugeben: ja sie ist wirklich
schon alt, so lange schwätzt sie herum, und will doch
auf etwas ganz anderes hinaus.
Der Arthur wartet doch auf die Gesichte im Sonntagsbuch der Moa, und da geht es heute auch um das Wort DIENEN.

Zwei Männer möchten "hoch hinaus" - das heißt am Ende ihres Lebens möchten sie gerne für alles, was sie bis dahin geleistet haben, auch wirklich die allerbesten Plätze im Himmel bekommen. Sie wollen einfach
auch dort  "DIE ERSTEN" sein.
Wohin man schaut im täglichen Leben,
überall will irgendwer zu "DEN ERSTEN"
gehören ...und das ist ja auch gut,
wenn Menschen ehrgeizig sind, wenn sie sich besonders anstrengen
ERSTER sein, das gehört im Sport dazu,
auch in der Schule, die Moa ist sicher, wird der Arthur den
Ehrgeiz haben, immer wieder einmal ERSTER zu sein
Schon jetzt ärgert er sich oft viel zu sehr, wenn etwas nicht auf Anhieb BESTENS gelingt ....

ERSTER sein wollen, ist legitim -
und DOCH: wie so oft im Leben, liegt das ENTSCHEIDENDE
im Paradoxen.
Willst du ERSTER sein, so heißt es heute im Sonntagsbuch der Moa,
willst du ERSTER, willst du ERSTE sein,
dann stell dich zuvor ganz
hinten an
"Wenn du GROSS sein willst, dann sei zuvor der
DIENER aller". Nein, das hat nichts damit zu tun
"einen schönen Diener" zu machen ....
das heißt nicht, sich mehr oder weniger ehrlich, vor einem höher gestellten zu verbeugen
Es geht um einen tiefen inneren Respekt vor JEDEM, der mein Gegenüber ist

Das Wunderbare in mir - verbeugt sich vor dem Wunderbaren in mir.

Da ruft der Arthur jetzt: Moa, 
                                           ich bin doch auch ein DIENER vom Knucki Pucki ....
                                                                           DENN
obwohl ich schon sooo GROSS 
bin mache ich mich ganz klein, 
damit wir uns Nasenbussi geben können

und der Knuck bekommt doch jeden Tag sein Nasenbussi










Samstag, 20. Oktober 2018

Fürbitten Sonntag 21.10 Wie man ERSTER wird ....?



21.10.2018 Mk 10.32 wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein

Mit seinen engsten Freunden, den späteren Aposteln hat es Jesus nicht leicht gehabt. Immer wieder gibt es Unverständnis, immer wieder auch Eitelkeit und Wichtigtuerei. Heute hören wir im Evangelium wie zwei der Jünger, Jakobus und Johannes, nur EINES im Kopf haben: Jesus möge ihnen ihm im Himmel die besten Plätze zusprechen. Dass Jesus eben zuvor von seinem Leiden und Sterben gesprochen hat, das scheint sie nicht zu interessieren. Die anderen Jünger ärgern sich, Jesus aber sagt ihnen allen, wie das wirklich funktioniert. Wer im Himmel der ERSTE sein will, der muss sich zuerst ganz hinten anstellen. Nicht „sich bedienen lassen“ – sondern selbst „dienen“ darum geht es.  So bitten wir heute

dass wir nicht glauben, der Himmel „stünde uns zu“, weil wir ohnehin so fromm und christlich sind

dass wir uns in unserem kleinen Alltag – aus innerer Überzeugung - immer wieder hinten anstellen - dass wir nicht nur bescheiden „tun“, sondern es innerlich auch sind

dass wir andere etwas gelten lassen, dass wir sie ermutigen und unterstützen
dass wir fähig zur Teamarbeit sind, und uns selbst zurücknehmen können

dass wir unseren Weg mit Jesus aus Liebe gehen, nicht aus Berechnung
weil wir auf Belohnung "im ewigen Leben" schielen

bitten wir heute für alle Menschen, die in unserer Stadt, die in unserem Land
der Öffentlichkeit dienen
die Straßen kehren, die den Müll entsorgen,
die Öffis lenken, die mit den Krankenwagen fahren
die in Spitälern und Altersheimen arbeiten
für alle, die sich ehrenamtlich engagieren
bitten wir für unsere Lehrer, Politiker und die, die sich Minister nennen
und der Allgemeinheit dienen sollten
Herr segne ihre Arbeit für uns
Und lass auch uns selbst „Dienende“ sein

Amen

Knuck 12 ha...ha...haaaaaa ....

Stellen sie sich das einmal vor :
HEUTE vor VIER WOCHEN
vor vier Wochen
ja, da habe ich schon auf mein erstes Mittagessen
gewartet - das Frühstück war auch schon vorbei ...auf dem Bauch von der Mama bin ich gelegen ....neben dem Bett saß der Papa, dem sind schon die Augen ein bissl zugefallen ... ich war da  schon fast sieben Stunden alt ... nur auf meinen großen Bruder habe ich noch ein wenig warten müssen ...der ist ja dann erst am nachmittag gekommen, um mich zu begrüßen ... aber ab dann waren wir immer alle beisammen - ja, das ist prima .... da vergehen vier Wochen im Flug ...ich selbst zähle die Zeit ja nicht, und die Mama meint auch: eigentlich ist der Knuck immer schon dagewesen - oder kann sich noch einer erinnern, wie es OHNE IHN war?   

Klar, zum Fußball spielen dauert es noch ein bissl. Aber mein großer Bruder zeigt mir das jeden Tag vor, wie er  in seinem Zimmer den Ball in das schöne große Spielhaus kickt -  nicht dass sie glauben, der kickt den Ball durch die Türe...nein mein großer Bruder ist ein Superstar - der schießt den Ball nur durchs Fenster ...und kann ganz schön zornig werden, wenn das nicht beim ersten Mal klappt. Ich schau mir das ganz genau an ....wir Zweiten sind ja total flott. Die Moa meint, ich sehe schon aus wie drei Monate ...da kann es nicht mehr so lange dauern, bis ich drei Jahre alt bin. Alles, alles möchte ich schon können, wie mein großer Bruder ... 
"Schau Knuck" sagt der Arthur, "das ist ein Feuerwehrauto, da kann man sogar die Leiter ausziehen" ....
.....
Ich liege ja oft ganz eng bei meinem Bruder im Bett - ganz eng an ihn gekuschelt, so will das mein großer Bruder. Der Arthur hat ein tolles "Feuerwehrmann Sam" Bettzeug, da darf sich nicht jeder
dazulegen, aber ICH schon!! Ja mein großer Bruder  würde mir sogar die Decke über den Kopf ziehen und mit mir Höhle spielen, aber die Mama ruft dann immer: "Ganz vorsichtig, ganz vorsichtig..."
Dafür fährt mir dann das Feuerwehrauto ganz saft über den
Kopf ....der Arthur erklärt mir alles und wenn er 
"NOT-EIN-SATZ" ruft, dann weiß ich, jetzt wird es besonders laut .....Dann schalte ich auch gleich meine eigene Notfall-Sirene ein ...
ja und dann ....ich sag ihnen, dann hält sich die Mama 
nur noch die Ohren zu.... Ja, WIR ZWEI
Mein Bruder teilt alles mit mir ...bevor er in den Kindergarten geht -
sie wissen ja, das ist sein Job - also bevor er in der Früh mit dem
Papa das Haus verlässt - da schaut er immer, dass ich ja viele
Sachen in meinem Stubenwagen habe ....da steckt er alles hinein, wovon er glaubt, ich kann das brauchen .... Ich will ihm natürlich nicht das Herz schwer machen ...

aber ehrlich gesagt - in diesem DINGS liege ich
eigentlich so gut wie nie drinnen .... 
am Besten liege ich auf der Mama, da habe ich auch meine
Snackbar gleich in der Nähe ....von ihr aus hat
meinen einen guten Ausblick ...aber ich lasse mich natürlich auch überreden, mit der Mama "ins Freie" zu gehen.
Das halte ich allerdings für einen Trick ....denn in kürzester Zeit fallen mir dann im Wagerl die Augen zu ...und ....
ja .... wer weiß, was man da alles versäumt??
Und versäumen will ich gar nix
Drum habe ich jetzt auch schon meinen 
ERSTEN SCHNUPFEN
ich sage ihnen ja, 
mein großer Bruder TEILT ALLES
mit mir .... 
Sehen sie, 
AUCH DAS 
KANN ICH SCHON !!!!




Freitag, 19. Oktober 2018

Fürbitten 20.10 Man sieht nur mit dem Herzen gut



20.10.2018 Eph.1.15  Augen eures Herzens

„Gott erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr berufen seid“ das hören wir heute in der 1.Lesung, Paulus schreibt es an die Christen in Ephesus. Fast 2000 Jahre später wird der französische Schriftsteller Antoine de Saint Exupery es so formulieren: Man sieht nur mit dem Herzen gut. So bitten wir heute

dass wir mit dem Herzen sehen können
dass wir gut sehen können die Menschen um uns, dass unser Blick sie verwandelt und ihnen gut tut, dass wir das Einmalige an Menschen und Situationen wahrnehmen können

dass wir mit dem Herzen sehen können
dass wir sehen können, wieviel Gutes wir täglich erfahren, von wieviel Gutem wir umgeben sind
 
dass wir mit dem Herzen sehen können
dass wir uns umsehen, dass wir nicht auf uns selbst bezogen bleiben, dass wir aufmerksam und mitfühlend sind und erkennen, wann und wo wir gebraucht werden

dass wir mit dem Herzen sehen können
dass wir einsehen können, wenn wir uns falsch verhalten haben, dass wir einsehen können,             wenn wir anderen etwas schuldig geblieben sind, dass wir selbst uns „wandeln“ können

dass wir mit dem Herzen sehen können
dass wir nachsehen können, immer dann, wenn wir glauben, gekränkt worden zu sein.  -                    dass wir nachsehen können, wenn Menschen um uns nicht perfekt funktionieren.

dass wir mit dem Herzen sehen können
dass wir auch aufsehen können, dann, wenn uns Ängste, und Sorgen uns niederdrücken -                   dass wir aufsehen können, wenn wir nicht mehr so recht weiterwissen,

dass wir mit dem Herzen sehen können
auch unsere Gemeinschaft, auch unsere Kirche, Dass wir sie trotz aller Fehler mit Liebe sehen, einer Liebe die auch uns hinein verwandelt in die Liebe Christi

Gott, wir bitten und wir danken dir, für jeden neuen Tag. Lass uns mit dem Herzen sehen und lass uns aus ganzem Herzen für alle da sein, die uns heute brauchen.. Amen 

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Fürbitten 19.10 Das Vertrauen von den Spatzen lernen?


19.10.2018 Fürchtet euch nicht Lk.12.7

„Fürchtet euch nicht. Gott vergisst nicht einmal die kleinen Spatzen. Und ihr seid mehr wert als alle Spatzen“ so hören wir Jesus heute im Evangelium.  Wir als Erwachsene        müssen jeden Tag so tun, als würden wir vor nichts und niemand mehr Angst haben, und doch wissen wir, dass es ganz anders ist. Dass es nicht nur Angst vor großen Weltereignissen gibt, auf die wir keinen Einfluss haben – es gibt auch viele kleine Ängste in unserem Alltag. Bitten wir heute

um Vertrauen
für alle, die krank sind, die mit einer unerwarteten Diagnose fertig werden müssen, die sich vor einer Operation ängstigen oder nicht wissen, wie es nun weitergehen soll.

um Vertrauen
für alle, die momentan in ihrem Leben in einer Sackgasse stecken, die sich vom Alltag überfordert fühlen. Für alle, die sich nichts mehr vom Leben erwarten wollen, bitten wir für die Enttäuschten, die Ängstlichen, die Zyniker

um Vertrauen
für die Menschen in unserer Mitte, die vor großen Problemen stehen: als Opfer gescheiterter Beziehungen, als Kranke, als Arbeitslose. bitten wir für die Opfer von Unfällen und Gewalt, bitten wir für all die Opfer von Naturkatastrophen und für alle, die oft von einer Minute auf die andere vor den Trümmern ihrer Existenz stehen

um Vertrauen                                                                                                                                          für alle, die fassungslos um ein Kind trauern, oder denen ein naher Mensch gestorben ist, bitten wir für alle, die sich allein gelassen fühlen, und bitten wir für uns selbst, weil auch uns die Angst vor Unglück und Tod manchmal das Leben belastet
Für alle wollen wir auch bitten, deren Aufgabe es ist, Interessen von Gruppen oder von ganzen Völkern zu vertreten: in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft - dass es ihnen gelingt Ängste abzubauen und Vertrauen zu schaffen. Vor allem in der Gesundheits, -der Schul- und der Pensionspolitik.
Bitten wir – auch wenn es oft so hoffnungslos scheint -  um menschenwürdige Lösungen für die Opfer von Kriegen und Bürgerkriegen: für die Frauen und Kinder, für die Soldaten in unsinnigen Kämpfen, für all die Flüchtlinge und Vertriebenen.
„Fürchtet euch nicht. Ihr seid mehr wert als viele Spatzen!“ Im Vertrauen auf dieses Trostwort Jesu bitten wir dich, Vater im Himmel, sei uns nahe in unseren Sorgen. Wie auch wir versuchen wollen, einander nahe und hilfreich zu sein.  Amen

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Fürbitten 18.10 Hl.Lukas - Gesendet-sein .... auch ich?



18.10.2018 Lukas     Lk.10.1 Aussendung, Mission

Gefeiert wird heute das Fest des hl.Lukas. Er gilt als Verfasser des dritten Evangeliums und der Apostelgeschichte. und ist vermutlich in Antiochien in Syrien als Nicht-Jude geboren worden. (mehr dazu weiter unten) Im heutigen Evangeliumsabschnitt berichtet Lukas, wie Jesus die Apostel aber auch viele Jünger beauftragt, in seinem Namen in die verschiedensten Orte zu reisen um von seiner Botschaft zu berichten. Es sind sozusagen die ersten Missionsreisen und Jesus sagt auch genau, WIE das geschehen soll: „Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe – wünscht Frieden, heilt die Kranken und sagt das Reich Gottes ist nahe“. DAMALS war das, vor mehr als 2.000 Jahren - HEUTE sind wir es, die dort, wo wir leben, von Gott und Jesus sprechen sollen.  Oft ist es aber gar nicht so leicht, dieses „Gesendet-sein“. so bitten wir

Dass wir zuallererst so leben, dass andere uns die Freude an dem ansehen, woran wir glauben

dass wir uns selbst immer wieder fragen, WARUM wir gerne glauben – und dass wir unkompliziert darüber reden können

dass wir erkennen, was die ganz besondere Aufgabe ist, die immer wieder in jedem neuen Lebensabschnitt auf gerade „mich“ wartet und die gerade „ich“ ausfüllen soll

Dass wir uns vor neuen Herausforderungen nicht in Ausreden flüchten, dass wir darauf vertrauen, dass Gott uns die Kraft und den richtigen Geist geben wird

Dass wir auch anderen helfen, ihre Berufung zu finden, dass wir niemandem Steine in den Weg legen, niemanden entmutigen, seinen je eigenen Weg zu finden und zu gehen

Bitten wir um Männer und Frauen die ganz speziell in der Kirche Wege der Berufung gehen können, in vielfältiger Weise. Bitten wir für all die Menschen, die in Politik und Gesellschaft zu wichtigen Ämtern berufen sind - dass sie ihre Aufgaben gewachsen sind und sie im Dienst Aller ausüben

und um Freude, Freude, Freude bitten wir: Freude an allem, woran wir glauben und was wir aus unserem Glauben heraus tun, denn nichts ist schlimmer, als nur fromme Pflicht-Erfüller zu sein

Guter Gott. wie oft sind wir mutlos, viel zu phantasielos. Wir leben so gern in alten Geleisen. Lass uns keine Angst vor Unbekanntem und Neuem haben – führe uns dorthin, wo es für uns selbst und die Menschen in unserem Leben GUT ist. Dass wir Frieden und Versöhnung bringen, dass wir Verletzungen heilen können. Darum bitten wir durch Jesus, der uns sendet und mit uns auf dem Weg ist. amen


hl Lukas, russische Ikone 

Lukas, der Verfasser des 3.Evangeliums und der Apostelgeschichte, war ein gebildeter, griechisch schreibender Stadtbewohner, möglicherweise in einer Stadt in den von Paulus missionierten Gebieten.Die neuere Forschung geht aber nicht mehr davon aus, dass dieser Lukas der in der Apostelgeschichte genannte Arzt, beziehungsweise der Begleiter von Paulus war. 


Für seinen Evangeliumsbericht hat Lukas als Quellen das Markusevangelium und andere Überlieferungen benützt, dem Ganzen aber sein persönliches Gepräge gegeben. Ihm geht es vor allem um die Barmherzigkeit Gottes und die Liebe Jesu zu den Armen und den Sündern; über das Gebet und über den Heiligen Geist sagt Lukas mehr als Matthäus und Markus.

Das Lukasevangelium war vorrangig für die Unterweisung von Nichtchristen bestimmt. 
Der Evangelist war bestrebt, Person und Wirken Jesu  in einen zeit- und weltgeschichtlichen Rahmen zu rücken; auch seine Geschichte und Vorgeschichte der Geburt Jesu soll auf die universale Bedeutung Christi hinweisen. Deutlich ist Lukas' Interesse zu erkennen, das Heil, das in Jesus in die Welt gekommen ist, als universal darzustellen, nicht einzugrenzen durch nationale, rassische oder religiöse Barrieren. 

Die Apostelgeschichte will zeigen, wie die Verkündigung geradezu unaufhaltsam ins Herz- und Machtzentrum der damaligen Welt, nach Rom, vorstieß. Wichtig war dem Verfasser Jesu Bemühen um die Sünder und Geächteten der Gesellschaft sowie sein Wohlwollen gegenüber den Frauen. Das Evangelium entstand auf jeden Fall nach 70 n. Chr., ), da der Verfasser von der Eroberung Jerusalems und der Zerstörung des Tempels durch die Römer im Jahre 70 wusste . später, um 80 n.X, entstand dann die Apostelgeschichte 

Wegen der Schilderung von Maria in den ersten Kapiteln seines Evangeliums gilt Lukas als Marienverehrer, ist nach späteren Legenden Maler des ersten Madonnenbildes und wird oft als Maler von Marienbildern dargestellt.