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Sonntag, 30. September 2018

Fürbitten 1.10 "Mein Beruf ist die Liebe" - Therese von Lisieux



1.10.2018   Therese von Lisieux 1873-1897  nur die Liebe zählt
Heute ist der Gedenktag für Therese von Lisieux. In der Unterscheidung zu Theresia von Avila nennt man sie "die kleine Therese". Aber ganz sicher nicht, weil ihre Bedeutung für die Kirche geringer wäre. Therese, die 1873 in der Normandie geboren wurde, trat auf ihren inständigen Wunsch schon mit 15 Jahren in den Karmel von Lisieux ein. Sie lebte ein "normales", "kleines" unauffälliges Klosterleben, in dem sie aber alles an Gott und Jesus orientierte und sich vor allem bemühte, unaufgeregt und still "alles in Liebe“ zu tun. In ihren Aufzeichnungen "Geschichte einer Seele" schildert sie ihren innigen Weg der Frömmigkeit und des "Klein-seins" vor Gott und den Menschen. Therese wurde nur 24 Jahre alt - Schon 1925 wurde sie heiliggesprochen und gemeinsam mit Franz Xaver zur Patronin der Weltmission erklärt. 
1997 wurde Therese von Lisieux zur Kirchenlehrerin erhoben

„Mein Beruf ist die Liebe“ - hat die heilige Therese gesagt
„nur die Liebe zählt“
Lass, dass wir die Menschen um uns mit liebevollen Augen sehen
Gerade auch dann, wenn wir uns mit manchem schwertun
Lass uns aber auch erfahren
Dass auch die anderen UNS liebevoll sehen

lass uns die Wahrheit in Liebe leben,
dass wir uns nicht um notwendige Auseinandersetzungen herumschwindeln
dass wir keine falsche Harmonie suchen,
dass es uns gelingt, Konflikte mit Liebe und Respekt auszutragen
dass wir selbst fähig sind, Kritik annehmen können

hilf uns auch, unsere Liebe in Wahrhaftigkeit zu leben
dass wir uns nicht anpassen und verstellen müssen, um geliebt zu werden,
dass wir das Anderssein des anderen ertragen
führe uns einen Weg, der uns in allen Bereichen unseres Lebens
und im Alltag liebes-fähig macht

lass uns, was immer wir tun, liebevoll tun
lass uns nicht Opfer bringen und Entbehrungen auf uns nehmen
sondern in Liebe annehmen, was jeder Tag
und was jede neue Situation mit sich bringt

heile die Wunden, die immer wieder durch Konflikte entstehen
mach uns selbst nicht nachtragend und bitter
mach uns fähig zu Frieden und Versöhnung
hilf uns weltweit Lösungen zu finden
um Kriege und Gewalt zu beenden

Therese ist Patronin der Welt-Missionsarbeit
Hilf uns Hunger, Armut, Unrecht und Ausbeutung zu bekämpfen
Lass die heilige Therese auch eine Wegbegleiterin für all die Menschen sein
Die in die Länder Europas fliehen
Lass uns keine Angst vor neuen Herausforderungen haben
Denn nur die Liebe zählt

Bitten wir besonders um Hilfe für die Menschen, die in Indonesien von Erdbeben und Tsunami heimgesucht worden sind -
Hilf uns, so bitten wir, die Liebe zu leben, unaufgeregt und still und leise, überall dort, wo sie gebraucht wird - darum bitten wir, durch Jesus unseren Bruder.Amen

Samstag, 29. September 2018

Fürbitten 30.9. Weltmissions-Sonntag Hilfe für Äthiopien



30.10.2018 Weltmissions-Sonntag

Die katholische Kirche begeht heute den diesjährigen Weltmissionssonntag. Das ist eigentlich die größte Solidaritätsaktion der Welt. An diesem Tag sammelt mehr als eine Milliarde Katholiken in jeder Pfarre weltweit für den Aufbau der Weltkirche. Besonders profitieren davon die 1.100 ärmsten Diözesen der Welt in Afrika, Asien und Lateinamerika. Heuer geht es um Hilfe für Äthiopien. Äthiopien ist mit rund 100 Millionen Menschen nach Nigeria der bevölkerungsreichste Staat Afrikas.

Es ist ein uraltes christliches Land. Die mehrheitlich orthodoxen Christen – die Katholiken machen kaum ein Prozent der Bevölkerung aus – sind stolz auf ihr urchristliches Erbe. Sie glauben fest daran, im Besitz der Bundeslade der Israeliten zu sein, die, von einem Mönch bewacht, in Aksum aufbewahrt sein soll. In jeder äthiopischen Kirche findet sich eine Nachbildung dieses biblischen Heiligtums.

Äthiopien ist heute auch nach Uganda das zweitgrößte Aufnahmeland für Flüchtlinge in Afrika. Rund 900.000 Menschen, vor allem aus dem Südsudan, Somalia und Eritrea, fanden bisher hier Zuflucht. Im Vikariat Gambella, einer der ärmsten Regionen Äthiopiens, ist die einheimische Bevölkerung längst in der Minderheit. Hier leben vor allem Menschen aus dem Südsudan, die vor den Kämpfen in ihrer Heimat geflohen sind, darunter viele unbegleitete Kinder. Wer freiwillig dorthin geht, gilt in der Hauptstadt Addis als verrückt. Die Priester, Schwestern und Katechisten, die hier leben, haben sich bewusst dafür entschieden. Sie gehen in die Flüchtlingscamps, teilen das karge Leben der Menschen und vermitteln zwischen den verfeindeten ethnischen Gruppen. Sie versuchen Heimat zu geben und Mut zu machen.

Das Motto des heurigen Weltmissions-Sonntag ist dem Psalm 46 entnommen: "Gott ist uns Zuflucht und Stärke". Die Fürbitten sind aus dem Missio Begleitheft für diesen Sonntag

Für die Kirche in Äthiopien, dass sie den Menschen Heimat gibt und ihnen Lebensperspektiven eröffnet. Gott sei uns Zuflucht und Stärke  …..

Für alle, die Verantwortung tragen in Kirche und Gesellschaft, dass sie sich in den Dienst von Frieden und Versöhnung stellen. Gott sei uns Zuflucht und Stärke, …..

Für alle Menschen, die fliehen vor Krieg, Armut und Klimakatastrophen, dass sie Zuflucht und Heimat finden. Gott sei uns Zuflucht und Stärke ….

Für unsere Gemeinschaft in der Weltkirche, dass wir in Gebet und Solidarität füreinander einstehen. Gott sei uns Zuflucht und Stärke ….

Für alle, die krank, einsam und traurig sind, dass sie Stärke und Hoffnung erfahren.  Gott sei uns Zuflucht und Stärke ….

Für unsere Verstorbenen, dass sie in deiner liebenden Gegenwart leben .Gott sei uns Zuflucht und Stärke …

Mit den Christen in Äthiopien bitten wir: Heilige Dreieinigkeit, die du die ganze Welt zusammenhältst und wunderbare Dinge vollbringst durch die Kraft deines Wortes! Segne den Osten und den Westen, den Norden und den Süden. Segne den Himmel und die Erde, das Meer, die Flüsse, die Quellen des Wassers. Segne die Berge und Hügel, die Bäume und Pflanzen, die Früchte der Erde. Segne, die über und unter der Erde sind. Amen
(Kefelew Zelleke, Die Freude Äthiopiens, Aachen 1993)

Freitag, 28. September 2018

Fürbitten 29.9. Die drei großen Engel - auch für unsere Zeit



29.9.2018 Erzengel Michael Gabriel Raphael

Man nennt sie die drei Erzengel: Michael, Gabriel und Raffael, deren Fest heute gefeiert wird. Können wir heute mit diesen Engeln noch etwas anfangen? Als süßlichen Kitsch sind wir von Engeln umgeben, auch esoterisch lassen sie sich gut verkaufen als: "gute Geister". Aber die Engel der Bibel sind nicht „herzig“. Sie treten machtvoll auf, sie sind Boten Gottes, Angelos, sie werden direkt "vom Thron" Gottes geschickt, sie bringen eine Nachricht – und in ihren Namen spiegelt sich etwas von dem, der sie schickt. So jedenfalls haben sich Menschen vor tausenden von Jahren Gottesboten vorgestellt

Bitten wir mit dem Blick auf Michael – er ist der Engel der Befreiung, der Engel, der den Drachen besiegt, er ist in der Bibel der Engel der den Lebensbaum bewacht: bitten wir, dass in den großen Herausforderungen an unsere freie Gesellschaft – in diesem Kampf gegen grausame fundamentalistische Strömungen aber auch gegen alle Formen von Rassismus und Rechtsextremismus - dass Würde und Menschenrechte, Freiheit und Frieden die Oberhand behalten.

Michael – er ist auch der Engel auf Seiten der Armen, er ist der Engel der Gerechtigkeit.  
Michael – er ist der Engel, den alle 3 großen monotheistischen Religionen verehren.
Bitten wir um Gerechtigkeit und den sozialen Zusammenhalt auch hier in Österreich.
Bitten wir, dass Christen, Juden und Moslems friedlich zusammenleben können – hier bei uns und in der ganzen Welt. Dass wir Christen uns nicht anstecken lassen von Ausländerfeindlichkeit und Panikmache

Gabriel, der zweite der Erzengel, ist „Gottes Kraft“ Er hat dem Mädchen Maria die große Botschaft von der Menschwerdung Gottes gebracht. Bitten wir um seine Hilfe, dass auch wir immer besser erkennen, dass Gott auch durch uns in diese Welt kommen will, dass so viel von unserer Bereitschaft und unserem JA abhängt

Der 3.der Erzengel ist Raffael. Nur ein einziges Mal kommt er in der Hl. Schrift vor: "Gott heilt", das ist sein Name. Leise und unerkannt heilt er die blinden Augen des Tobit, er heilt die Beziehungsunfähigkeit der Sara, er führt er den jungen Tobias. Bitten wir, dass er auch uns Wegbegleiter ist, dass er uns die Augen für das öffnet, was wir sonst nicht sehen würden, dass wir selbst beziehungsfähig werden, dass wir lieben und beschützen können.

Und blicken wir noch einmal auf Michael – er ist auch der Engel mit der Waage: er wird als guter Begleiter ins Jenseits gesehen und Michael ist der Engel mit der Posaune, der auferweckt zum Jüngsten Tag. So bitten wir um ein gutes Leben und um ein gutes Sterben und um eine gute Auferstehung, auch heute schon, HIER und JETZT -  aus allem was uns nicht leben lässt.


so bitten wir im Namen Jesu, der mit dir lebt und liebt heute und in Ewigkeit. amen  

Donnerstag, 27. September 2018

Fürbitten 28.9. ALLES hat seine Zeit



28.9.2018 Koh.3.1 Alles hat eine Stunde

In der ersten Lesung hören wir heute tief berührende Worte aus dem  Buch Kohelet, einer Sammlung altjüdischer Weisheitssprüche – wiederholen wir einige dieser Gedanken noch einmal mit der Bitte: lass mich das Leben annehmen

Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: - geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; so bitten wir:
lass mich das Leben annehmen

heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit; weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit; so bitten wir
lass mich das Leben annehmen

Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; sich umarmen hat seine Zeit, aufhören sich zu umarmen hat seine Zeit; so bitten wir
lass mich das Leben annehmen

suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit; zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; so bitten wir
lass mich das Leben annehmen

lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit. So bitten wir
lass mich das Leben annehmen

So bitten wir : Du guter Gott: Heute und JETZT ist es uns gegeben, das Leben anzunehmen, wie es ist und das Gute zu tun, so gut wir es können.  Lass uns nicht aufhören daran zu glauben, dass du in jedem Moment dieses Lebens, in jeder Freude und in jedem Kummer, für jeden einzelnen von uns da bist, als gäbe es sonst niemand auf der Welt. Amen

Mittwoch, 26. September 2018

Fürbitten 27.9. Lasten mit-tragen - Vinzenz von Paul



27.9.2018  Vinzenz von Paul

Der Heilige des heutigen Tages, Vinzenz von Paul  (1581 – 1660) kann als Begründer der neuzeitlichen Caritas gelten. Er hat den Lazaristen-Orden gegründet (in Deutschland nennen sich die Ordensmitglieder Vinzentiner) Ihr Leitspruch ist das Jesus-Wort: "Er hat mich gesandt, den Armen eine gute Nachricht zu bringen." Vinzenz selbst brachte sein Anliegen auf die kurze Formel: "Eure Regel ist Jesus Christus!" Und dieser Jesus ist in den Armen und Benachteiligten der Gesellschaft zu finden. Genau das, was Papst Franziskus als „Option für die Armen“ fordert.

Bitten wir heute
für die Arbeit der Caritas in Österreich, aber auch für die evangelische Diakonie: ohne
diese Einrichtungen wäre das soziale Klima in unserem Land um vieles kälter

bitten wir für alle Hilfsorganisationen, die sich auf unterschiedliche Weise – auch international – um Menschen in Not, um Gefangene und Verfolgte, um Hungernde und Sterbende annehmen

Denken wir an die einzelnen Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen oft auf die Hilfe von Anderen angewiesen sind. Bitten wir, dass es vielen doch gelingt, irgendwann einmal auch wieder auf eigenen Beinen zu stehen

In Österreich sind mehrere Ordensspitäler unter dem Dach der „Vinzenzgruppe“ vereinigt: bitten wir für die Arbeit der Ärzte und Ärztinnen, für alle, die sich der Kranken annehmen, bitten wir für die kranken Menschen selbst, dass sie trotz Sorgen und Ängsten innere Ruhe finden

bitten wir für uns selbst, dass auch wir „Stationen der Caritas“ sind: Menschen, zu denen man kommen kann, Menschen die zuhören können und aufrichten, Menschen, die ohne viel zu fragen helfen

bitten wir jeden Tag wieder für die Verfolgten, für die Leidenden, für die Gequälten, für die Getöteten. Für all die Menschen, vor allem die Kinder, in den Krisengebieten dieser Welt

Du guter Gott, heile diese Welt, die so krank und zerrissen ist. Wir wissen, dass du dazu
unsere Hilfe brauchst. So gib uns Kraft und Mut und Phantasie, um den Menschen gut zu tun.
Wir bitten im Namen Jesu . Amen


Der Vinzenz Gruppe in Österreich gehören sieben Spitäler an: die Krankenhäuser der Barmherzigen Schwestern Wien, Linz und Ried, das Orthopädische Spital Speising sowie die Krankenhäuser St. Josef, Göttlicher Heiland und 
Herz-Jesu Spital (alle Wien).
Die Vinzentinerinnen sind heute mit rund 24.000 Mitgliedern die größte Frauengemeinschaft der katholischen Kirche, sie waren auch das Vorbild für die von Mutter Teresa gegründete Ordensgemeinschaft; Mutter Teresa hat sich selbst als "zweite Vinzentinerin" bezeichnet. Vinzenz' unverwester Leichnam ** wird in der Kirche St-Lazare in Paris, sein Herz in der Mutterhauskapelle der Vinzentinerinnen in Paris aufbewahrt.


Knuck 9 Happy Namenstag ...

So ein Racker, dieser Knuck
Kaum auf der Welt, feiert er schon seinen Namenstag.
Na, da schauen sie jetzt aber!
Gibt es denn einen heiligen Knuck?
Neiiiin, würde der Arthur sagen,
natürlich nicht, Moa.
Der Knuck heißt doch in Wirklichkeit
DAMIAN
Wobei die Moa gar nicht weiß, warum
Mama und Papa vom DAMIAN überhaupt auf diesen
doch eher seltenen Namen gekommen sind
An "Heilige" haben sie dabei sicher nicht gedacht.
Aber die Moa hat sich gefreut!
Heute ist jedenfalls der Gedenktag für
KOSMAS und DAMIAN 

Bild: Renaissance-Flügelaltar aus St. Lorenz zu Nürnberg 
(Hans Süß von Kulmbach, 1505) Foto: Germanisches Nationalmuseum
St. Cosmas (mit Uringlas) und 
St. Damian (mit Salbengefäß)


Zwei Ärzte, angeblich Zwillingsbrüder, die im 3.Jahrhundert in Syrien und in der Türkei gelebt haben sollen und nicht nur für ihre medizinischen Fähigkeiten bekannt waren - sondern vor allem auch dafür, dass sie die Armen gratis behandelt haben. In der griechischenKirche nennt man sie deshalb anargyroi, 
DIE UNENTGELTLICHEN"
Ihnen gelang angeblich sogar eine Beintransplantation, nämlich der Ersatz eines verfaulten Beines eines weißen durch das eines verstorbenen schwarzen Menschen.
Während der Christenverfolgung Diokletians sollen sie um das Jahr 305 in Kyros (heute Killiz, Syrien) enthauptet worden sein. 
Kosmas und Damian sind Patrone der Ärzte und Apotheker , weiters auch der Hebammen und Physiker und sie sind auch Patrone der Stadt Florenz. Dargestellt werden Kosmas und Damian edel gekleidet mit entsprechendem Gerät (Kosmas mit Uringlas, Damian mit Salbengefäß)

Sie sind auch Patrone der Universitäten
Cosmas und Damian wurden bereits im 15. Jahrhundert bei Gründungen der medizinischen Fakultäten in Prag und Leipzig als deren Schutzpatrone gewählt, die Medizinische Universität Innsbruck trägt Cosmas sogar in ihrem Siegel
In Wien sind Cosmas und Damian seit dem Jahr 1429 Patrone der Medizinischen Fakultät. Der Gedenktag der Beiden wurde jährlich als zentrales Identitäts-stiftendes Element der Wiener Medizinischen Fakultät feierlich begangen. 


Aber es gibt noch einen anderen, modernen DAMIAN

DAMIAN de VEUSTER,  1840 - 1889

ein Flame, der sich als Ordenspriester nach Hawai versetzen ließ und von dort
freiwillig 1873 in die Kolonie der Leprakranken auf der Insel Molokai ging


Lepra war damals unheilbar und hoch ansteckend - die Gliedmaßen faulen ab bis die Menschen an dieser Fäulnis sterben. Schon in der Bibel, zu Zeiten Jesu, ist von Leprakranken die Rede, die ausgestossen von der Gesellschaft in Höhlen dahin vegetierten und sich keinem gesunden Menschen näheren durften. Nur Jesus hatte keine Scheu und berührte sie, so wird erzählt. Bis zu 800 Leprakranke lebten jedenfalls im 19.Jahrhundert ebenfalls unmenschlich isoliert und ohne jegliche Versorgung auf der Insel Molokai.
Pater Damian de Veuster versorgte die Ausgestoßenen als Geistlicher und als Arzt und errichtete eine echte Gemeinde mit einer Krankenstation, einer Schule und einem Waisenhaus. 1881 wurde er für sein Wirken mit der höchsten hawaiianischen Auszeichnung bedacht. 1884 wurde seine eigene Ansteckung mit Lepra festgestellt, wobei diese Krankheit noch vielfach mit der Syphilis in Zusammenhang gebracht wurde und Pater de Veuster sich dementsprechend verleumdet fand. Trotz der sich schnell verschlimmernden, damals noch tödlich verlaufenden Krankheit setzte der „Apostel der Leprakranken“ seine Tätigkeit bis unmittelbar vor seinem Tod 1889 fort. 
De Veusters selbstlose Arbeit in der Leprakolonie wurde durch den Einsatz des Schriftstellers Robert Louis Stevenson weltweit bekannt, der in einer literarischen Fehde über Lepra aufklärte und die Syphilis Gerüchte über de Veuster als Verleumdung entlarvte. 
De Veusters Leichnam wurde 1936 im Mutterhaus seines Ordens in Löwen beigesetzt. 1995 wurde Pater Damian von Johannes Paul II. selig- und 2009 von Papst Benedikt XVI. heiliggesprochen. 
2005 wurde Damian de Veuster in Flandern in einer großen Umfrage zum größten Belgier aller Zeiten gewählt. Er gilt als Patron, das heißt, Fürsprecher, der Leprakranken aber auch der Aidskranken.
Das sind also - für die katholische Moa - die Namenspatrone für DAMIAN
Von Papa und Mama werden wir noch erfragen, wie sie eigentlich auf den Namen gekommen sind.

  Inzwischen ruft der Arthur sowieso nur KNUCK ....

KNUCK, MEIN LIEBER BRUDER 
bald gehen wir auf den Fußballplatz


na klar, sagt der Knuck

Dienstag, 25. September 2018

Fürbitten 26.9. Kosmas und Damian - "die Unentgeltlichen"

Kosmas und Damian


26.9.2018  Kosmas und Damian,  die UNENTGELTLICHEN

Die Heiligen des heutigen Tages, Kosmas und Damian sollen im 3.Jahrhundert Ärzte gewesen sein und in der heutigen Südost-Türkei vor allem arme Menschen kostenlos behandelt haben. Man nannte die beiden, die angeblich auch Zwillinge waren, „die Unentgeltlichen“. In einer großen Verfolgungswelle unter Kaiser Diokletian sollen die beiden Männer schließlich ermordet worden sein. Es gibt keinen gesicherten historischen Nachweis für ihr Leben, aber wir wissen, dass es immer wieder Menschen gibt, die „HEILEND und UNENTGELTLICH“ für andere da sind. Papst Franziskus hat die Kirche als Feldlazarett angesprochen, als einen Ort, an dem verletzte, wunde Menschen aufgenommen werden, wo man nicht fragt, ob Freund oder Feind, wo einfach geholfen und geheilt wird, so gut es geht. „Lasst uns weniger von der Sünde sprechen“, sagte Franziskus, „lasst uns mehr auf den Menschen und seine Lebenssituation schauen“. So bitten wir im Sinn des Papstes und auch für uns selbst:

um eine heilende Kirche, die sich – vielleicht ist es naiv – dennoch ganz auf die Seite der Armen, der Fremden und der Flüchtlinge stellt. Dass wir uns dagegen wehren, dass Ängste geschürt werden, sondern dass wir die Chance sehen, die wir in dieser Zeit haben, wirklich Christen zu sein

um eine heilende Kirche: in der Ehepastoral, für die wiederverheirateten Geschiedenen, für die vielen Patchwork Familien, für homosexuelle Menschen

um eine heilende Kirche, wenn Konflikte ausgetragen werden müssen, auch in den eigenen Reihen offen und ehrlich und ohne Intrigen , wie es sich momentan um den Papst selbst abspielt

um eine heilende Kirche: in der ehrlichen Aufarbeitung aller Missbrauchsfälle. Aber auch in der Diskussion um den Zölibat. Um ein Ende vieler falscher Kompromisse und Lebenslügen

und bitten wir ganz besonders um eine heilende Kirche, die wir selbst sind: dass auch wir unsere Fähigkeiten zur Verfügung stellen, wo sie für andere gebraucht werden „unentgeltlich“ und heilsam

du guter Gott, heile du, was krank ist. Krank in uns, krank in unserer Kirche und in unserer Gesellschaft. Gib uns die Kraft, Wunden zu heilen und Trennendes zu versöhnen. Vor allem bitten wir um Frieden, um Frieden für die Millionen geschundener Menschen, die nicht in Ruhe und Sicherheit leben können.  Amen

Montag, 24. September 2018

Fürbitten 25.9. Friedensstifter sein



25.9.2018  Nikolaus von der Flüe 
Mit Nikolaus von der Flüe, dem Schweizer Nationalheiligen, dem Mystiker und Friedensstifter, kann man durchaus auch seine Probleme haben. Ein Vater von 10 Kindern, der sich plötzlich als Einsiedler und Asket radikal zurückzieht. Er gilt als Schutzpatron der Schweiz, weil er auch in einem großen innenpolitischen Konflikt zum Frieden beitragen konnte und auch Berater für ausländische Staatsmänner war. Als Nikolaus aus religiöser Überzeugung beschloss, die Familie zu verlassen, war das jüngste Kind 1 Jahr alt. Könnten, würden auch Frauen in so einer Situation alles liegen und stehen lassen, um plötzlich Gott auf einem extremen Weg zu suchen? Man kann also auch auf „Heiliges“ neidig sein – viele Wege Gottes verstehen wir nicht. Bitten wir heute


dass wir uns bemühen wie Nikolaus von der Flüe „Friedensstifter“ zu sein, wenigstens in unserem kleinen Umfeld, in unseren Gemeinschaften, an unseren Arbeitsplätzen –
dass wir nicht aufhören um Frieden zu bitten und zu betteln, Millionen Menschen brauchen unser Beten
dass wir nicht neidisch auf den Lebensweg und die Entscheidungen anderer schauen
dass wir jeden nach seiner Facon – besser gesagt, nach dem Plan Gottes- heilig werden  lassen 
dass wir dankbar sind und annehmen, was unser ganz eigener Weg der „Heiligkeit“ ist
dass wir mit unserem Fromm sein keinen Konkurrenzkampf betreiben und Extreme suchen
dass wir immer wieder auch den Mut haben, neue Wege einzuschlagen

 Du guter Gott, so bitten wir heute mit den Gebetsworten des heiligen Nikolaus von der Flüe: „Herr nimm alles von mir, was mich hindert zu Dir. Gib alles mir, was mich führt zu Dir. Nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen Dir.“ Amen

Sonntag, 23. September 2018

Knuck 8 GESTATTEN ....


 DAMIAN GIV
* 22.9.2018
4.52

SOEBEN 
von Mama und Papa als Foto freigegeben

Bitte, eines will ich schon dazu sagen:
DAS bin ich ganz, ganz kurz nach meiner Ankunft!
Unter der Klinik Pudelmütze habe ich viele schwarze Haare!
Die langen Wimpern sieht man ja hoffentlich!
Und schon längst mache ich die Augen immer wieder weit auf!
Die Moa meint, manchmal würde ich dabei direkt ungehalten schauen,
wenn mir etwas nicht passt
Ja, wie soll man sich sonst dem Personal verständlich machen!!!

Ach Arthur 203 BIG BROTHER - und warum die Moa sorry, sorry sagen muss

Ja, die Moa muss ganz ehrlich sein
sie kann sich nur entschuldigen.
Zum Glück muss sie das nicht ganz laut tun -
denn die Moa hat sich ja alles nur heimlich gedacht.
Das heißt, der Arthur Mama hat sie es bisweilen schon
gesagt: Du, WENN DANN DER KNUCK DA IST...
also wenn das Arthur Brüderchen auf der Welt ist
BITTE: dann macht eure keine Illusionen
So sehr der Arthur jetzt auch stolz sagt:
MEIN BRUDER, MEIN BRUDER
WENN es dann so weit ist -
dann erwartet nicht vom Arthur, das er jetzt
große Freudensprünge macht ....
Wenn der Arthur zum ersten Mal in die Klinik zur Mama kommen wird - was wird er dann wohl tun:
ZUALLERERST wird der Arthur zur Mama ins
Bett springen
der Arthur wird rufen:: Mama Mama ....
endlich wieder MAMA !!!!
und vielleicht, ja sogar eher sicher, meint
die Moa innerlich - wird dem Arthur
der Bruder KNUCK fürs erste
eher nur im Weg sein ...
Unübersehbar ein KONKURRENT
Konkurrent
im Arthur Universum
Ja, WENN der Knuck erst einmal DA IST...
UND JETZT?
Seit gestern, 4.57 IST ES SO WEIT
Der Knuck hat mühelos und kräftig den Weg
ins Arthur Leben gefunden - ein bißchen größer
und ein wenig schwerer ist er, als es der Bruder damals war...
Ja DER KNUCK IST DA
der kleine  DAMIAN Giv - und
JETZT - JETZT
kann die Moa nur Abbitte leisten:
DENN DIESER ARTHUR
WIE reagiert der, als er mit Papa und Papa Oma zum
ersten Mal den Knuck besucht:


WIE REAGIERT DER ARTHUR?
Moa, hör jetzt genau hin!!!
DER ARTHUR RUFT,
als er ins Zimmer der Mama läuft:
DA BIST DU JA ENDLICH!!
ICH HABE MICH SO AUF DICH GEFREUT!
ICH LIEBE DICH 
MEIN KLEINER BRUDER!
Der Arthur hat seinen Knuck gestreichelt
und gestreichelt
Handi gehalten und Finger gezählt
Finger linke Hand, Finger rechte Hand
und als der Knuck kurz zu weinen beginnt,, da sagt der Arthur
DER KNUCK BRAUCHT NUR EIN BUSSI


und der Arthur gibt dem Damian : ein Bussi links, ein Bussi rechts
und der Damian? Der hört doch tatsächlich zu weinen auf
(Mama und Papa sind Zeugen!)
BRUDERLIEBE

Aber Gott sei Dank, die Moa freut sich direkt, dass
auch ein bißchen Realismus ins brüderliche Geschehen kommt:
Als der Knuck doch dann - einige Zeit später -
wieder zu schreien beginnt: (Hallo, Brusti, hallo Brusti!!!!)
und weil das ein bißchen dauert, bis die Snack Bar offen ist und der Knuck bekommt, was er  verlangt.....
als der kleine Damian also doch ein wenig länger schreit...
DA SAGT DER ARTHUR, der unterdessen brav auf seinem Ipad
die Kinderserie "Peppa Wutz" geschaut hat
DA SAGT DER ARTHUR:
Du KNUCK, kannst du bitte leiser sein
ich höre die Peppa nicht!!

Ja,
nicht nur KNUCK - DAMIAN ist geboren
auch ein BIG BROTHER 
ist ganz neu in dieser Welt



Samstag, 22. September 2018

Knuck 7 ja, sooo SCHNELL gehts dann


HIER, HIER
BIN ICH

ICH, 
der
 KNUCK



Stöpsel in Mama Badewanne gezogen
auf die Uhr hab ich dabei nicht geschaut
um 3.00 mit Mama und Papa
im Spital
Dann habe ich gerufen:
"TURBO
ALLE fest anhalten"

Das war ein Spaß, wie
mit meinem Bruder erst unlängst in
der Achterbahn
und dann

4.52 
PERFEKTE LANDUNG

ganz sanft,
hoch zufrieden 
mit dem
Bodenpersonal


Service und Catering
tadellos
da gebe ich Bestnoten

ICH
der
kleine große

DAMIAN 

DAMIAN GIV 

(Giv erkläre ich euch später)

Freitag, 21. September 2018

Fürbitten 22.9. GEDULD - nicht entmutigen lassen



22.9.2018 Lk.8.4  der Sämann
Das Gleichnis vom Sämann erzählt Jesus eigentlich aus der Perspektive Gottes. Aber es sind Erfahrungen, die wir selbst nur zu gut kennen. Man hat große Pläne, man plagt sich ab – und dann sieht man oder glaubt man zu sehen: dass eigentlich alles nicht viel gebracht hat. Viel Aufwand, wenig Wirkung. Immer wieder geht nur ein Teil des Samens auf. So Vieles, in das man mit großem Engagement investiert hat, scheint manchmal wie verloren. Bitten wir heute

Für die vielen Menschen, die sich ehrenamtlich in den verschiedensten Projekten engagieren,
dass sie auch durch Rückschläge nicht entmutigt werden

für uns selbst, um einen langen Atem
wenn sich nicht schnell genug das einstellt, was wir uns als Erfolg wünschen

um Geduld und Vertrauen bitten wir, dass wir gelassen zuwarten können
aber auch gelassen annehmen, was sich nicht hat realisieren lassen

Hilf uns, das Notwendige und Richtige zu tun – und dass wir doch nicht Andere mit unseren Erwartungen überfordern

zeige uns aber auch, dass nicht wir selbst das Perfekte und Makellose zustande bringen müssen – lass uns immer wieder erfahren, dass letztlich DU es bist, der gelingen lässt, worum wir uns bemühen -  auch unter den schwierigsten Bedingungen. 

So lass uns auch heute Gutes aussäen, wenn wir gut denken und anderen guttun
Lass uns Gutes aussäen, weil das Himmelreich mit uns beginnt

Du guter Gott, so bitten wir um deinen Segen, für all das, was wir auch heute in Angriff nehmen wollen oder was uns als Aufgabe zu, im Namen Jesu . Amen

Knuck 6 Knuck Knuck komm heraus

"Knuck Knuck, komm heraus - 
komm aus deiner Höhle raus" - 
sollen wir schon zum Rufen anfangen?
Untrügliche Anzeichen bei der Mama gibt es ja schon ...
aber ....
na, der Knuck selbst hat noch die Ruhe weg ...
Von Außen sehen wir, wie er den Popsch dreht,
da ein Fuß, dort ein Fuß
Die Startposition, so sagen die Experten
die Startpositon ist bereits: PERFEKT
Aber wer weiß, was er noch alles zu erledigen hat,
der Knuck.
Wir, wir wissen es nicht.
Nicht einmal seine Mama weiß es, und die ist doch in engstem Kontakt mit ihm.
So sind sie, diese kids ....
Immer "der eigene Kopf"
Immer selbstbestimmt - ja, ab Stunde Null
Sollte man doch meinen, diese kleinen armen Geschöpfe,
sie sind so abhängig von uns, den Erwachsenen..
Aber sie haben ihre eigene innere Uhr
ihren eigenen Rhythmus
sie werden ihren eigenen Weg gehen
ab Stunde Null
Wenn er noch so hilflos aussehen wird, der Knuck
.... WENN er erst einmal da ist ...
und wie gesagt ...
soooo laaange kann es ja nicht mehr dauern...
Ja also, selbst wenn er dann ganz klein und hilflos
aussehen wird - der Knuck -
nein, wir täuschen uns nicht -
Der Knuck, auch er ist - jetzt schon -
Master of Universe
Demonstriert uns das nicht Bruder Arthur
ganz deutlich jeden Tag - wer letztlich "Chef" ist !!!!
So wissen wir:
Der Knuck selbst wird es sein, der den Stöpsel im Mama Bauch zieht
der Knuck selbst gibt vor, WANN er sich auf die Reise macht
Wir, wir können nicht viel mehr - als ein Kerzerl anzünden für eine gute, gute Reise


Knuck - 
das Kerzerl brennt - 
in der Servitenkirche!!!






Donnerstag, 20. September 2018

Fürbitten 21.9. GE-rufen und BE-rufen





21.9.2018 Hl.Matthäus  Mt.9.9 Wer traut sich  

Es ist ein Kirchenfest, das wir heute feiern – das Fest des hl.Matthäus. Matthäus ist der Verfasser des ersten Evangeliums und wurde lange Zeit in der Kirche als einer der Apostel angesehen. Nach dieser Tradition war Matthäus Zöllner in Kafarnaum, das Evangelium heute berichtet davon. Zöllner waren bei den Juden äußerst unbeliebt, weil sie mit den Römern zusammenarbeiteten und ausgerechnet ihn fordert Jesus auf: „Komm, geh mit mir“. Matthäus tut das tatsächlich und er gibt für diesen Jesus auch noch ein großes Fest, zu dem noch viele andere Zöllner und von der feinen jüdischen Gesellschaft nicht geschätzte Menschen eingeladen waren. Wieder ein Vorwurf mehr, den man Jesus macht. „Vermutlich weiß der gar nicht, mit wem er sich einlässt“ Aber Jesus sagt: „Ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.“ 
Für Bibelwissenschaftler ist der Schreiber des Matthäus Evangeliums nicht dieser Matthäus und nicht einer der Apostel, sondern ein gelehrter Judenchrist, der in der Zeit von 80 bis 100 nach Christus für seine Gemeinde in Syrien schrieb. Das Fest des hl.Matthäus will grundsätzlich etwas über Berufung aussagen, wie es zuvor auch Paulus im Epheserbrief schreibt: Jeder von uns hat eine ganz eigene Berufung, die er der „Kirche“, der Gemeinschaft der Christen, zur Verfügung stellen soll. So bitten wir

Dass wir unser Talent, unser besonderes Charisma erkennen und auch bereit sind, es für andere einzusetzen und nützlich zu machen

dass wir uns selbst – jeden Tag wieder – von Jesus rufen lassen. Und dass uns das nicht ein mühsames Opfer ist, sondern Anlass, es wie ein Fest zu feiern

Dass wir selbst niemand als „unwürdig“ aus unserer Gesellschaft ausschließen, dass wir niemanden abqualifizieren, dass wir niemand den guten Willen und das gute Mensch-sein absprechen.  

Dass gerade auch die Kirche die „Nachfolge Jesu“ ernst nimmt – dass sich niemand anmaßt, Menschen aus der Nähe Jesu auszuschließen – wer weiß, wen Jesus heute ruft – den
die Amtskirche für nicht anständig genug hält

Bitten wir, dass die Kirche für die Menschen wieder wahrhaftig und glaubwürdig sein kann
dass viele tiefe Wunden und Verletzungen der Vergangenheit wieder gut gemacht werden können

bitten wir um Verantwortliche in dieser Kirche, die untereinander um Anstand und Gemeinsamkeit ringen, bitten wir für Papst Franziskus, der auf große Widerstände und Intrigen in den eigenen Reihen stößt.

und bitten wir, dass wir selbst immer besser erkennen, dass wir alle einen priesterlichen Auftrag haben, der uns mitten hinein führt in die konkreten Probleme unserer Welt

Guter Gott. Jeden von uns berufst Du auf eine besondere Weise. Lass uns erkennen, an welchem Platz du uns brauchst und mach uns Mut, dort unser Bestes zu geben. Das bitten wir im Vertrauen auf Jesus.  Amen.

Mittwoch, 19. September 2018

Fürbitten 20.9. Worauf es wirklich ankommt



20.9.2018  Lk.7.36  Die Geschichte von der „Sünderin“
Wem aber nur wenig vergeben wird, der empfindet auch weniger Liebe

Heute geht es im Evangelium um Schuld und Vergebung. Jesus zeigt es drastisch am Gleichnis des Geldverleihers. Wem mehr Geld nachgelassen wird, der ist dankbarer. Wer sich schuldig fühlt und wem vergeben wird, der fühlt sich dankbar. Aber was in dieser Geschichte letztlich tief berührt, das ist die Zärtlichkeit und Hingabe der Frau, die Hilfe bei Jesus sucht. Schon eingangs wird sie als „Sünderin“ bezeichnet. Sie weint bitterlich, warum auch immer. Aber sie schließt sich nicht ein mit Kummer oder Schande, sie tut das, was ihr selbst gut tut: sie zeigt ihre Liebe, sie salbt Jesus die Füße. So bitten auch wir

dass wir uns nicht einschließen mit Schuld und Traurigkeit
dass wir die Nähe von Menschen suchen, die uns gut tun

dass wir uns nicht schämen für unsere Gefühle und Empfindungen und Tränen
dass wir uns auch nicht schämen für Liebe, Hingabe und Zärtlichkeit

dass wir uns trösten lassen können
und dass wir selbst Menschen sind, die trösten

dass wir uns niemals selbst verurteilen und „aufgeben“
dass aber auch wir selbst aufrichten und verzeihen können

dass wir immer wieder ALLES von der Liebe erwarten
dass wir uns getrauen, alles von der Liebe Gottes zu erwarten

Die Kirche gedenkt heute der ersten christlichen Marytrer in Korea. Es waren zu Beginn des 17.Jahrhunderts vor allem christliche Laien die den katholischen Glauben nach Korea brachten, Zwischen 1839 und 1866 erlitten insgesamt 103 christliche Frauen, Männer und Kinder um ihres Glaubens willen denTod. Bitten wir heute im Gedenken an sie um nachhaltige Entspannung im politischen Konflikt um Nordkorea

so bitten wir im Namen Jesu, der uns immer wieder aus aller Traurigkeit und allem Versagen  aufrichten wird. Amen

Dienstag, 18. September 2018

Fürbitten 19.9. dass uns die Liebe aufgeht ....



19.9.2018 1.Kor 13  Die Liebe ist….
In der Lesung hören wir heute die berührenden Worte des Paulus über die Liebe. Ein Nichts ist der Mensch, wenn er nicht liebt. „Wenn ich in den Sprachen der Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich tönendes Blech oder lärmendes Schlagzeug“ , so poetisch formuliert es Paulus. Der Sinn unseres Lebens wird am Maß unserer Liebe gemessen werden. Die Schriftstellerin Ilse Aichinger formuliert es so: "Es ist alles zum letzten Mal. Wenn wir das einsehen würden, ginge uns die Liebe auf."  Bitten wir

Dass uns die Liebe aufgeht: dass sie einen langen Atem hat
dass wir Tag für Tag Geduld miteinander haben, mit den Fehlern, die jedem passieren.
dass unsere Liebe behutsam auf den Nächsten schaut

Dass uns die Liebe aufgeht: dass sie gütig ist ,
dass wir die anderen akzeptieren können wie sie sind
dass wir freundlich zueinander sind und aufmerksam
dass unsere Liebe behutsam auf den Nächsten schaut

Dass uns die Liebe aufgeht: dass wir nicht eifersüchtig sind
Dass wir uns über Erfolge anderer freuen, dass wir von niemand Besitz ergreifen,
dass wir die Freiheit anderer respektieren
dass unsere Liebe behutsam auf den Nächsten schaut

Dass uns die Liebe aufgeht: dass wir uns nicht wichtigmachen,
dass wir nicht unseren Vorteil suchen, dass wir nicht Angst haben zu kurz zu kommen
dass wir immer besser lernen, uns „hinten“anzustellen
dass unsere Liebe behutsam auf den Nächsten schaut

Dass uns die Liebe aufgeht: dass wir Kränkung und auch Böses nicht nachtragen,
dass wir verzeihen können, dass wir nicht Recht haben müssen, dass wir das Gute auch in manchem weniger Guten erkennen können
dass unsere Liebe behutsam auf den Nächsten schaut

Dass uns die Liebe aufgeht: dass unsere Liebe vieles aushalten kann, auch unser eigenes Versagen, all das, was wir nicht selbst an „gut-sein“ schaffen
dass unsere Liebe behutsam auf uns selbst schaut

Dass uns die Liebe aufgeht:
Dass uns in allem, was auch dieser Tag  bringen wird
dass DAS bleibt: Glaube, Hoffnung und Liebe
dass unsere Liebe DICH Gott in unserem Nächsten erkennt

so bitten wir dich guter Gott: schenke uns diese Liebe, die größer und stärker ist als alles andere. Lass, dass diese Liebe unser Leben trägt und uns hilft, das Leben anderer mitzutragen: wie es uns Jesus vorgelebt hat. amen

Fürbitten 18.9. Fühlt man sich manchmal nicht "wie tot"?



17.9.2018 Lk.7.11 Jüngling von Nain

Im Evangelium hören wir heute die „Geschichte vom Jüngling von Nain“
Ein junger Mann wird zur Beerdigung getragen, der einzige Sohn seiner Mutter. 
Jesus sieht die Verzweiflung der Frau, ihren Schmerz – und Jesus macht das Wunder möglich: er berührt den Sarg und sagt zu dem Toten: „Junger Mann, ich sage dir, steh auf“. 
Und der junge Mann findet tatsächlich ins Leben zurück. Der Jüngling von Nain und seine Mutter, sie sind auch ein Symbol, eine Metapher für uns alle. Immer wieder müssen auch wir Hoffnungen begraben, Sehnsüchte, Wünsche, Pläne. Immer wieder müssen wir ganz konkret Abschied nehmen, so wie es die Mutter muss. Immer wieder aber auch fühlen wir uns selbst „wie tot“, haben das Gefühl, SO geht das Leben nicht mehr weiter. 
Bitten wir, dass Jesus auch uns „DAS LEBEN, unser Lebendigsein wieder zurückgibt – und alle Hoffnung.  „Hilf uns neu anzufangen“

immer dann, wenn uns die Kraft zum Weitermachen fehlt
immer dann, wenn wir uns mit einer Situation nicht abfinden können
immer dann, wenn wir glauben, dass nichts mehr geht,
immer dann bitten wir dich: „Hilf uns neu anzufangen“

immer dann, wenn wir resignieren wollen oder verbittert sind
immer dann, wenn wir wie tot sind vor Kränkung und Enttäuschung,
immer dann, wenn wir keinen Schritt mehr auf einen anderen zugehen wollen, weil
Versöhnung unmöglich scheint
immer dann bitten wir dich: „Hilf uns neu anzufangen“

immer dann, wenn wir uns und Anderen nichts mehr Neues zutrauen
immer dann, wenn wir aufhören wollen uns einzumischen und zu engagieren, weil ohnehin nichts einen Sinn hat
immer dann, wenn uns die Zukunft Angst macht
immer dann bitten wir: „Hilf uns neu anzufangen“

immer dann, wenn wir eigentlich nicht mehr viel Neues erwarten
immer dann, wenn wir glauben, „ICH bin halt wie ICH bin und da kann man nichts machen“ immer dann, wenn wir eigentlich alles so lassen wollen, wie es ist
immer dann bitten wir: „Hilf uns neu anzufangen“

Du guter Gott, du allein weißt, wie oft wir erschöpft und mutlos sind, wie oft wir uns „wie tot“ fühlen. Lass uns vertrauen, dass der Abschied von Altem ein Zugehen auf etwas Neues sein wird, und dass DU es bist, der uns schützt und behütet – heute, und über dieses Leben hinaus.  amen