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Donnerstag, 31. Mai 2018

Fürbitten 1.6. HERZ-lich



1.6.2018  Herz Jesu Freitag - im Herz Jesu Monat

Herz Jesu Freitag ist heute – der erste Freitag im neuen Monat Juni – und der Juni gilt auch als Herz Jesu Monat. So wie der Mai ein Marien Monat ist. Nicht alle können mit den „Herz Jesu“ Bildern und Darstellungen etwas anfangen, aber was es heißt, ein schweres oder auch ein leichtes Herz zu haben, das wissen wir alle.  Bitten wir heute

für alle, die ein schweres Herz haben, die aus einer Lebenssituation keinen Ausweg sehen

für alle, die krank sind, gerade in diesen Sommertagen, die Angst vor einer Diagnose haben, Angst vor der Zukunft, Angst vor Schmerzen

für alle, die helfen sollen und helfen wollen: dass es nicht über ihre eigene Kraft geht

bitten wir für alle, die sich selbst eine Last sind, die Depressionen haben, die sich überfordert fühlen, denen alles zu schnell geht    

für alle, die oft gerade im Urlaub in eine Sackgasse geraten, wo Konflikte aufbrechen und Probleme oft besonders deutlich werden in der Gemeinschaft, mit einem Partner, mit Kindern

bitten wir für die Kinder, die jungen Menschen, die sich in diesen Tagen bemühen, vielleicht doch noch schlechte Noten in der Schule auszubügeln 

bitten wir auch für die alten und kranken Menschen, denen die momentane Hitzeperiode schwer
zu schaffen macht

Bitten wir für uns selbst, dass wir immer wieder dankbar sind, wenn wir ein leichtes Herz spüren  dürfen, Dankbarkeit, Freude und Vertrauen

So geben wir Alles in deine Hand, guter Gott. Segne unsere Tage. Amen



Arthur am Fronleichnamstag mit Haut und Haaren

haha, dieses Spiel mag der Arthur gar nicht
- oder doch ein bißchen, weil er dabei ganz wild
raufen kann. Raufen mit der Moa.
Wenn die Moa nämlich sagt: "Mit Haut und Haaren
liebe ich den Arthur und ..mmmhhhh .jetzt werde ich ihn gleich auffressen, ggrrmmmmm... mit Haut und
Haaren"" - da schreit der Arthur
"Aufhören, aufhören" - er stürzt sich
über die Moa, und dann kommt seine Retourkutsche:
"Ketchup, Ketchup" schreit der Arthur, er schmeißt sich über die Moa und fährt
ihr wie ein Wilder durch die Haare, als würde er ihr eine große Dose Ketchup über den Kopf gießen. Das Ketchup Spiel hat er sich übrigens bei der Taufe der
Hannah Cousine abgeschaut, als sie da mit Öl gesalbt wurde und mit Wasser getauft.
Aber bitte, was hat Fronleichnam

mit "Haut und Haaren zu tun" liebe Moa?
Der Arthur hat ganz sicher auch heuer keinen
"Fronleichnams-Umzug" gesehen, auch im Kindergarten war das wohl kein Thema, die Moa selbst war auch bei keinem Umzug, obwohl das früher für sie ganz selbstverständlich war: aber nun geht sie an diesem Feiertag am späten Vormittag stattdessen zur Omama ins Pflegeheim,. Und das hat, so meint die Moa, durchaus auch mit "Fronleichnam" zu tun.
Wie würde sie also dem Arthur Fronleichnam erklären wollen?
Menschen gehen singend und betend durch die
Straßen, ein Mann (leider immer nur ein Mann) trägt etwas, was man Monstranz nennt, und
darin ist ein kleines Brot eingesperrt - ein kleines Brot. Das wird durch die Straßen getragen
und viele Menschen begleiten dieses "kleine Brot" -  weil es ihnen sagt
"mit Haut und Haaren" werdet ihr geliebt und mit Haut und Haaren sollt ihr euch lieb haben.
Man könnte auch sagen: mit einer solchen HINGABE
werdet ihr lieb gehabt - so wie es sonst nur Eltern
für ihre Kinder aufbringen. Vielleicht soll man es nicht so pathetisch sehen: aber ohne so eine HINGABE, ohne totale HINGABE an diese kleinen Ungeheuer, wäre die Evolution ja schon längst zum Stillstand gekommen: dieses kleine Leben hat Vorrang vor allem -


und Mama und Papa geben ihr Leben dafür.
Mit "Haut und Haaren" lassen sie sich auffressen, investieren all ihre eigene Energie in dieses Kind:
und dieses Kind, und diese Kinder

sie brauchen diese Liebe und Hingabe
"wie ein Stückl Brot". Die Liebe braucht man wie ein Stückl Brot, sonst verhungert man -
und selbst wenn man nicht mehr klein ist, hört die Sehnsucht danach nicht auf.
"Wie ein Stückl Brot" möchte man dieses Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit
wie es Kinder haben, (zumindest träumen wir von diesem Normalfall)
wie es Kinder haben, die sich einfach in die Liebe ihrer Eltern plumpsen lassen können.
Keine Angst davor, die könnten einmal auslassen, wenn man springt ...

"Wie ein Stückl Brot" braucht unsere Gesellschaft 
all die Mamas und Papas, aber auch die vielen vielen anderen Menschen, die selbstlos für andere da sind. 
Die über die eigene Familie

hinaus bereit sind, 
sich zu verausgaben und hintanzustellen.
"Wie ein Stückl Brot" - brauchen wir Selbstlosigkeit und Hingabe und totale Solidarität Ja, "ein Stückl Brot"
ist heute, am Fronleichnamstag, durch viele Straßen ,
über viele Wege getragen worden, in der Stadt, am Land
Nur ein Stückl Brot ist da getragen worden ....
viele Menschen sind den Weg mitgegangen
ganz viele mit ganz offenem Herzen und der
Bereitschaft, einfach GUT zu sein, für andere
Den, den man liebt, "mit Haut und Haaren" auffressen zu wollen, ja das ist nur so "im übertragenen Sinn"daher gesagt: 
aber dieses Stückl Brot in der Monstranz, das kann man ja wirklich essen, und viele tun es und sagen, dass es ihnen Kraft und
Liebe gibt, Liebe, die sich teilen lässt .
Aber eines würde sich die Moa so sehr wünschen:
Ach, lasst die goldenen Monstranzen weg!
wir sollten dieses Stückl Brot in unseren nackten Händen tragen....
lässt es sich so nicht viel besser teilen?




"Ketchup, Ketchup" schreit der Arthur, das ist ganz sicher seine Art die Moa 
mit Haut und Haaren lieb zu haben - und nicht nur, wirklich nicht nur, die Moa.
Ja, wie ein Stückl Brot - brauchen wir selbst, diese Liebe vom Arthur








Meine Maria "im Leo"


Man muss vermutlich wie ich Generation 1945 sein, um noch zu verstehen was das heißt:   
„ im LEO sein“.  
Beim "Fangerl"-spielen, 
wenn wir Kinder einen bestimmten Baum erreicht haben, dann schrie man „Leo“ - dann war man unantastbar, dann konnte man von keinem mehr „abgeschlagen“ werden.

Meine erste Maria – war Maria „im Leo“

und das kam so: als ich 6 Jahre alt war, sind meine Eltern von einer größeren Stadt „aufs Land“ gezogen, berufshalber, und mit dem Beginn der Schule bin ich plötzlich ein „wildes“ Kind geworden. Das lag sicher an den „Land“buben, die nichts ausgelassen haben, um die Mädels zu ärgern. Ich habe mit Leidenschaft gerauft, vor der Schule, nach der Schule, in der Pause – meine Mutter war verzweifelt weil so viel Gwand kaputt ging. Aber größere Sorgen machte man sich als Eltern damals nicht. Wir Kinder waren den ganzen Tag „unterwegs“, auf der Gstättn oder sonstwo...
Anders als die meisten anderen Kinder konnte ich Rad fahren .. und wenn mir die Raufereien zu blöd wurden, bin ich irgendwohin losgefahren. Und entdeckte eines Tages ….
am Ortsrand,  eine kleine Kirche.
Foto rechts Elisabeth Vavra
In der Kirche eine kleine Kapelle, sie war mit Eisengittern abgesperrt, heraußen brannten Kerzen und drinnen sah man eine eigentlich schreckliche Statue – eine Pieta`, (mir allerdings kein Begriff, ich hatte bis dahin auch noch von keiner „Mutter Gottes“ gehört, erst in der Volksschule begann mein Religionsunterricht) –
Die Statue der verzweifelten Frau mit dem toten Mann am Schoss hat mir aber eigentlich keine Angst gemacht. 
DORT, bei den Beiden, war es einfach still und schön. Die Kerzen gefielen mir, es hat nach Weihrauch gerochen (dass das so hieß, wusste ich aber auch erst später) und manchmal lehnten viele bunte Fahnen innen an der Wand (Wallfahrer-Fahnen, verstand ich auch erst später)
Aber dort stand ich vor dem Gitter – ich ganz allein – mein Rad angelehnt, und alles war wunderschön. „Mein“ Geheimnis, kein anderes Kind verirrte sich in der Freizeit dorthin -
und so war DORT „mein LEO“
Ein Ort einer so wunderbaren Ruhe -
Zistersdorf, Bründlkapelle, Pieta 1672

So „ein Ort“ ist Maria für mich immer geblieben – heute noch ….
Wie ein Kind kann ich heute „bei ihr“noch verschnaufen – und das kämpfen und raufen
sein lassen. Ein wenig wenigstens.



Mittwoch, 30. Mai 2018

Fornleichnam gehen, gehen, gehen

Foto Irmgard Czerny


31.5.2018 Fronleichnam  den Weg gehen

Wir feiern Fronleichnam. Wir bekennen uns zu dem, woran wir glauben. 
Wir bekennen uns zu Jesus, und wir tun das in aller Öffentlichkeit, in unseren Fronleichnamsumzügen. Wir GEHEN unseren Weg mit Jesus. Und ER verspricht, 
dass er ganz bei uns ist. Im Evangelium haben wir heute die Worte Jesu beim letzten Abendmahl gehört. Ja, wir brauchen ihn auf allen unseren Wegen. So bitten wir

Auf all den oft kräfteraubenden Umwegen in unserem Leben,
Herr, da brauchen wir dich - wie ein Stück Brot: Jesus, geh mit uns

Auf den Irrwegen und den Abwegen, ob wir sie absichtlich oder unabsichtlich gehen.....
Herr da brauchen wir dich, - wie ein Stück Brot Jesus, geh mit uns

Auch auf unseren Schleichwegen, wenn wir uns das Leben manchmal ein bißchen leichter machen wollen...
Herr, da brauchen wir dich - wie ein Stück Brot: Jesus, geh mit uns

Auf den Rückwegen in unserem Leben, damit wir sie nicht mutlos antreten...
Herr da brauchen wir dich, - wie ein Stück Brot Jesus, geh mit uns

Auf den Kreuzwegen, dass wir ihnen nicht ausweichen...
Herr da brauchen wir dich, - wie ein Stück Brot Jesus, geh mit uns

An all den Weggabelungen, damit wir ohne Angst entscheiden können ….
Herr da brauchen wir dich, - wie ein Stück Brot Jesus, geh mit uns

Und auch da brauchen wir dich für unsere tiefe Freude:
auf all unseren Höhenwegen, mit ihren Herausforderungen und der Dankbarkeit, wenn man sie bewältigt hat...
Herr immer und überall: Wir brauchen dich, - wie ein Stück Brot
Jesus, geh mit uns

Jesus geh mit uns, Jesus sei uns Brot auf dem Weg
Jesus, lass, dass dich im Brot teilen – heute und morgen und alle Tage unseres Lebens

von Moses bis Einstein

Moses 
gab uns das Gesetz.
Rabbi Hehoschua von Nazareth 
gab uns die Liebe.
Karl Marx 
gab uns das soziale Gewissen.
Sigmund Freund 
brachte uns die Selbsterkenntnis.
Und Albert Einstein sagte: 
Alles ist relativ.


Für eine Kultur der "heiteren Dreifaltigkeit" - 
Leichtigkeit, Lockerheit, Lachen" 
Alfred Kirchmayr


Dienstag, 29. Mai 2018

Fürbitten 30.5. Bitte HINTEN anstellen




30.5.2018 Mk 10.32 wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein

Mit seinen engsten Freunden, den späteren Aposteln hat es Jesus nicht leicht gehabt. Immer wieder gibt es Unverständnis, immer wieder auch Eitelkeit und Wichtigtuerei. Heute hören wir im Evangelium wie Jesus von seinem bevorstehenden Leiden spricht, von seinem nahen Tod – aber zwei der Jünger, Jakobus und Johannes, gehen gar nicht darauf ein. Sie wollen nur EINES: Jesus möge ihnen versprechen, dass sie dann nach seinem Tod bei ihm im Himmel die besten Plätze bekommen. Links und Rechts von ihm. Die anderen Jünger ärgern sich, Jesus aber sagt allen, wie das wirklich funktioniert mit Nachfolge und Himmelreich. Wer hier der ERSTE sein will, der muss zuerst der SKLAVE aller sein. Da muss man sich hinten anstellen, da muss man bereit sein, der Unterste in der Hackordnung, der Dumme, der Verlierer zu sein. Ganz so tragisch muss es wohl jeden Tag bei uns nicht sein, aber bitten wir

dass wir nicht glauben, wir wären die NUMMER EINS und der Himmel „stünde uns zu“,
weil wir ohnehin so fromm und christlich sind

dass wir uns in unserem kleinen Alltag – aus innerer Überzeugung - immer wieder hinten anstellen
dass wir nicht nur bescheiden „tun“, sondern es innerlich auch sind

dass wir andere etwas gelten lassen, dass wir sie ermutigen und unterstützen
dass wir fähig zur Teamarbeit sind, und uns selbst zurücknehmen können

dass wir unseren Weg mit Jesus aus Liebe gehen, nicht aus Berechnung
weil wir auf Belohnung "im ewigen Leben" schielen

bitten wir heute für alle Männer und Frauen, die in unserer Stadt, die in unserem Land
der Öffentlichkeit dienen
die Straßen kehren, die den Müll entsorgen,
die Öffis lenken, die mit den Krankenwagen fahren
die in Spitälern und Altersheimen arbeiten
für alle, die sich ehrenamtlich engagieren
bitten wir für unsere Politiker und Minister
Herr segne ihre Arbeit für uns

Amen

ok


Wirf das Missvergnügen 
über dein Wesen ab!
Verzeihe dir dein eigenes Ich 

Friedrich Nietzsche



Verscherze dir nicht
die Gunst deiner Schwächen

Elazar Benyoetz


Montag, 28. Mai 2018

Fürbitten 29.5. was habe ich von all dem, wie ich lebe Mk.10.28



29.5.2018 Mk.10.28  wir haben alles verlassen

Diese Frage stellt sich oft in einer Liebesbeziehung: Ich habe ALLES für dich getan, und – was bekomme ich nun dafür? Im Evangelium sagt heute Petrus zu Jesus:   „Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt..." Es ist wohl ziemlich klar, was Petrus meint.
„Jesus, Hör mal, wir haben alles verlassen, wir sind dir nachgefolgt, wir haben genug Unannehmlichkeiten auf uns genommen – also: WAS HABEN WIR JETZT DAVON –
WAS KRIEGEN WIR DAFÜR?“  Jesus scheint die Apostel beruhigen zu wollen:
Letztlich werden die in seiner Nachfolge das Hundertfache erhalten....  und die Letzten werden die Ersten sein und die Ersten die Letzten....
Also, wird es sich schon „auszahlen“, wenn wir brav und gläubig bleiben?
Stellen wir uns heute in den Fürbitten einfach ein paar stille Fragen

Glaube ich, lebe ich religiös – damit dann hinterher etwas für mich herausschaut?

Würde ich anders leben, wenn DANACH, nach diesem Leben möglicherweise doch kein himmlischer Lohn folgt?

Will ich mit meinem Glauben nur auf Nummer sicher gehen?

Was liebe ich so sehr an Jesus, dass ich mit ihm gehe, ohne nach „Lohn“ zu fragen

Kann ich bedingungslos lieben – einfach, weil ich den Weg mit Jesus gehen will, gleich wohin er mich führt?

Mache ich Tauschgeschäfte mit Gott, will ich, dass etwas „für die Ewigkeit“ herausschaut?

Berechne ich meine Chancen für die Ewigkeit, richte ich danach mein Leben aus?

 Ohne „Lohn im Himmel“, was wäre ich bereit auf mich zu nehmen, nur einfach so – aus Liebe?

Bitten wir heute – nur um das eine
„dass wir lernen zu lieben – einfach so, nur um der Liebe willen …

So bitten wir dich, Gott, lass uns das „ewige Leben“ in jedem der Augenblick erkennen, in dem wir uns zur „Liebe“ entschieden haben: in all den unzähligen kleinen Momenten an jedem Tag, wo es uns gelingt GUT und GÜTIG zu sein, ohne Eigennutz und Berechnung. Allein in unserem Vertrauen auf Jesus. Amen

Lebe jetzt die Fragen



"Habe Geduld gegen alles Ungelöste in deinem Herzen 
und versuche, die Fragen selbst lieb zu haben ...
Forsche jetzt nicht nach Antworten, die dir nicht gegeben werden können, 
weil du sie nicht leben kannst und es handelt sich darum alles zu leben. 
Lebe jetzt die Fragen - 
vielleicht lebst du dann allmählich ohne es zu merken, in die Antwort hinein." 

Rainer Maria Rilke

Sonntag, 27. Mai 2018

Fürbitten 28.5. keine Angst vor dem "WENIGER" Mk.10.17



28.5.2018 Mk.10.17 was muss ich tun

Was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen, fragt heute im Evangelium ein junger Mann Jesus. Wir heute würden fragen: Was muss ich tun, damit mein Leben sinnvoll ist, dass ich nicht vergebens gelebt habe? Jesus gibt eine ganz tröstliche Antwort: es braucht keine außergewöhnlichen religiösen Turnübungen: sei ein anständiger Mensch, achte deine Eltern, respektiere die Menschen, tue niemand etwas Böses. Erst als der junge Mann meint, das alles hätte er ohnehin schon getan! – da geht Jesus einen Schritt weiter und sagt: DANN mach dich frei von deinem Besitz, von allem, was dich belastet …..
Wir leben in einer Zeit, in der die Angst bei vielen plötzlich groß ist, dass es in unserem Wohlfahrtsstaat nicht mehr für alle reichen könnte Bitten wir als Christen heute

Herr, lass uns sehen und verstehen, was du uns mit den Menschen sagen willst, die in Österreich, die in Europa, an die Türe klopfen und Sicherheit und ein Auskommen suchen.

Mach uns frei von der Angst, Andere könnten uns etwas wegnehmen

Mach uns frei von der Angst, es wäre nicht genug für Alle da
 
Mach uns frei von der Angst, wir könnten einander gar nicht verstehen

Mach uns frei von der Angst, fremde Kulturen und Religionen würden unsere überrennen und zerstören

Hilf uns, dass wir selbst gern bedürfnisloser leben und Freude am Teilen haben

Hilf uns, dass es uns immer besser gelingt, Unnötiges loszuwerden

Hilf, dass wir uns immer wieder frei machen für alles, was uns gut tun: Freundschaften, Musik, Bücher,  Hobbies 


um das bitten wir dich guter Gott – nimm von uns, was uns belastet. Wir vertrauen dir
heute und morgen und bis in deine Ewigkeit. Im Namen Jesu Amen

Die Hässlichste von allen - meine Maria im Mai


Vor einigen Jahren hat mir mein Sohn von einer Israel-Reise kleine Schnitzereien aus dem palästinensischen Bethlehem mitgebracht. Darunter ein Päckchen, als ich DAS aufmachte,
habe ich zunächst tief Luft holen müssen!
"Du meine Güte!! Eine kleine Muttergottes Statue -
aber sooo hässlich!!!
Ein schiefes, verzerrtes Gesicht hat die Maria ....
vielleicht die Zahnweh Madonna?
oder hat sie Mumps...?
Nein, nein, dem Jakob gegenüber
habe ich natürlich NICHTS von dem gesagt,
was mir spontan durch den Kopf ging.
Aber mein Sohn selbst erklärt:

"Weißt du Mama, 
DIESE Muttergottes habe ich genommen, 
weil sie im Geschäft
die Hässlichste von allen war
und ich dachte, die nimmt sonst keiner....."

WIE kostbar sie mir ist!!!! 


Unter deinen Schutz und Schirm

fliehen wir,

o heilige Gottesgebärin;
verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren,


o du glorreiche und gebenedeite Jungfrau,

unsere Frau,
unsere Mittlerin,
unsere Fürsprecherin.


Versöhne uns mit Deinem Sohne,
empfiehl uns Deinem Sohne,
stell uns vor Deinen Sohne.


Amen.

das ist angeblich das erste vollständig erhaltene Mariengebet, das auf einem Papyrus Ende des dritten Jahrhunderts in Oberägypten gefunden wurde

Ach Arthur 186 Du Barcelona, jetzt aber tschüssi

wird er, oder wird er nicht
der Arthur
HEUTE
Jetzt am vormittag
nun doch endlich aus Barcelona abheben?
Gestern war NADA - nix, einfach nix
Flug gecancelt
die Mama sagt: also das ist mir bisher aber
wirklich noch NIE passiert
der Papa sagt: also in meiner Zeit in
den USA ist jeder dritte Flug ausgefallen
und der Arthur sagt:
also am Franz Josefs Bahnhof da heißt es
ja auch immer: "Zug wird eingezogen
bitte nicht einsteigen"
Ein Streik in Marseille ist "Schuld" an
dem Zusatztag in Barcelona

und so kommt die Arthur Familie doch noch
zur Heiligen Familie .....
zur Sagrada Familia - Touristen Hotspot,
der berühmte Gaudi Bau

128 Jahre Bauzeit - 2026 soll er vollendet
sein, zum 100.Todestag Gaudis.
Die Tage zuvor stand so viel anderes am Programm:
also Danke lieber Streik:
jetzt hat der Arthur die Basilika auch noch gesehen. Gar nicht leicht eine Foto Einstellung ohne Baukran!!)
Chillen am Strand war dann auch noch drinn
Eines allerdings will der Arthur gerne noch wissen:
WAS IST EIN STREIK?
Wenn das Flugzeug kaputt wäre und nicht
fliegen kann, ja das verstünde er - aber STREIK?


Jaja, sagt die Moa, genau so ist das wenn du dich nicht wickeln lässt
KEINE WINDEL  KEINE WINDEL  
ARTHUR STREIK
Da haben wir auch schon unseren D Wagen versäumt zum Franz Josefs Bahnhof!!!!

also hoffentlich, die Moa hält alle Daumen
zu MITTAG
wird der Arthur doch noch abheben
die Moa verfolgt das: Airport Barcelona 
DEPARTURE
(noch ist der Flug Vienna im Programm, noch!)


Du RUACH heilige Geistin Gottes



das Dreifaltigkeitsfresko aus Urschalling -   

Teil einer figurenreichen Wand- und Deckenbemalung aus dem 14. Jahrhundert - es lässt sich auf vielerlei Weise deuten. Die mittlere Gestalt gleicht einer Frau, das weibliche Prinzip Gottes, entsprechend dem hebräischen Wort für Geist: "ruach" - weiblich "die Geistin". Die göttliche allumfassende Liebe ist für uns Menschen ohne "weibliches" Prinzip eigentlich undenkbar  


DU
 rûaḥ
Ruach Jahwehs
Ruach Elohim
heilige Geistin Gottes
Heiliger Geist, 
in allen, die Gott suchen
Du Atem Gottes! 
Spenderin des Lebens!

Überrasche mich 
mitten in meinem täglichen Leben.
Verfolge mich 
bis in meine Pläne hinein
Erfülle mich 
mit all Deinen Gaben.
Hole mich ein, 
wenn ich fliehe
Sammle mich auf, 
wenn ich ziellos irre
Treibe mich, 
wenn mich nichts freut
Eile mir entgegen, 
wenn ich Dich suche
Gehe neben mir, 
wenn ich in Gedanken bin
Gib mir Einsicht, 
wenn ich nicht verstehe
Brich mich auf, 
wenn ich erstarre
Durchglühe mich, 
wenn ich erkalte
Überflute mich, 
wenn ich selbstgefällig bin
Durchströme mich
wenn ich traurig bin
Umarme mich, 
wenn ich einsam bin
Bete in mir, 
wenn ich wortlos bin
DU
die du mich aus meiner Erstarrung holst
Lebendigmacherin




Samstag, 26. Mai 2018

Fürbitten Dreifaltigkeitssonntag


das Dreifaltigkeitdsfresko aus Urschalling -
   
Das Fresko ist Teil einer figurenreichen Wand- und Deckenbemalung aus dem 14. Jahrhundert - und lässt sich auf vielerlei Weise deuten. Die mittlere Gestalt gleicht einer Frau, das weibliche Prinzip Gottes, entsprechend dem hebräischen Wort für Geist: "ruach" - weiblich "die Geistin". Die göttliche allumfassende Liebe ist für uns Menschen ohne "weibliches" Prinzip eigentlich undenkbar 

 27.5.2018 Dreifaltigkeitssonntag

Weil wir Menschen sind, brauchen wir Bilder und Worte, um uns mitzuteilen. Wir machen uns auch ein Bild von Gott, weil wir über ihn sprechen wollen. Wir halten uns zwar an Jesus, wenn er sagt, „wie du Vater in mir bist und ich in dir bin – so sollen auch sie in uns sein“ Auch wir sind in diese Göttlichkeit miteinbezogen. Gerade das heutige Fest will aber wohl auch das EINE sagen: Gott ist ganz ANDERS.
So bitten wir an diesem heutigen Festtag

im Namen des Vaters
dass wir nicht stecken bleiben in Äußerlichkeiten, in leeren Formeln und Ritualen
dass wir nicht hängen bleiben an alten Bildern und Geschichten -

im Namen des Sohnes
dass wir uns vom „Glauben“ nicht die schnelle Lösung unserer Probleme erwarten
dass wir nicht nur „brav und fromm“ sind, weil es „Pflicht“ ist

im Namen des Heiligen Geistes
dass wir mit immer mehr Liebe und Sehnsucht Gott suchen
dass wir immer mehr in Gottes ANDERS-sein hineinwachsen dürfen   

So bitten wir im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes:
dass wir auch in die Tiefen unserer eigenen Person hineinwachsen, 
dass wir auch unser eigenes Anders-sein annehmen 
dass wir in allen anderen Menschen deren „anders sein“ respektieren und achten, 
als einen Widerschein des dreifaltigen Gottes.

So lass uns AMEN sagen, im Namen Jesu. Amen


Ach Arthur 185 baba Barcelona

Baba Barcelona, sagt der Arthur in diesen Minuten, 
schon sitzt er wieder mit seinen Eltern im Taxi,
unterwegs zum Flughafen. So schnell sind die Tage verflogen - 
gestern noch im Picasso Museum und danach einen Halbtag durch El Borne flaniert



sagt Barcelona zum Arthur 
Gracias! Gracias! 
ruft der Arthur zurück
und für Wien
hat er schon eine tolle Idee im Kopf, der Arthur


Straßenkünstler wird er 
und den Hut aufhalten-
nur das "ruhig stehen" muss er halt noch ein bissl üben
unser Engerl Bengerl


oh, soeben erfährt die Moa, Arthurs Rückflug nach Wien gecancelt - wegen Streik
in Marseille ....na servas, also das wird noch ein Abenteuer - 

Brutto



"Der Mensch will brutto geliebt werden, 

nicht netto." 

Christian Friedrich Hebbel

Freitag, 25. Mai 2018

Fürbitten 26.5. KIND sein Mk.10.13



26.5.2018  Mk.10.13.wie ein Kind

„Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind – der wird in das Reich Gottes nicht hineinkommen“ sagt Jesus. Was heißt das: „sein, wie ein Kind“? Kinder sind nicht nur kleine Engelchen - man braucht sich nur auf Spielplätzen umzusehen. Jesus war kein Romantiker, ihm ging es ganz sicher nicht um „brave Kinder“.
Denken wir nach und bitten wir, was wir uns vielleicht von den Kindern abschauen sollten: 

dass wir ganz im Augenblick leben können –
dass wir neugierig bleiben

dass wir über einer Sache alles vergessen können –
dass wir in Allem die Freude suchen

dass wir nicht immer schon alles wissen  -
dass wir keine großen Pläne brauchen

dass wir tief vertrauen können –
dass wir Sorgen nicht den ganzen Tag mit uns schleppen

dass wir unbekümmert immer wieder von Neuem anfangen
dass wir hinfallen und immer wieder unverdrossen aufstehen

dass wir weinen können wenn wir traurig sind
dass wir uns aber auch trösten lassen

dass wir keine Angst vor Berührung haben –
dass wir auch selbst umarmen können


Herr lass uns nicht erstarren als würdevolle Erwachsene
lass dass wir innerlich nicht alt werden, dass wir nicht immer schon alles wissen
lass uns jeden tag etwas tun was uns selber Freude macht, bewahre uns vor Grant und Trübsinnigkeit – darum bitten wir an der Seite Jesu. Amen