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Montag, 30. April 2018

Fürbitten 1.Mai - eine gute Zukunft, Solidarität und Gerechtigkeit



1.Mai 2018 um Arbeit und eine gesicherte Zukunft für Alle

Auch wir Christen sollen ganz bewusst den 1.Mai feiern. Der internationalen Arbeiterbewegung verdanken wir ein Bewusstsein, das auch Papst Franziskus immer wieder anspricht. Wir brauchen gerechte Arbeitsstrukturen, der Kapitalismus darf die Menschen nicht auffressen, es gibt noch immer das Gefälle zwischen arm und reich. Auch bei uns. Eineinhalb Millionen Menschen sind auch in Österreich von Armut bedroht. Dazu kommen viele Fragen rund um die Zukunft der Menschen, die aus Krisengebieten zu uns gekommen sind. Auch die großen weltpolitischen Unruheherde machen Angst. Viele Menschen haben Sorge um die Zukunft.

Bitten wir heute – auch auf die Fürsprache des hl.Josef
Um den sozialen und gesellschaftlichen Frieden in Österreich.

Um Ehrlichkeit und Anstand in der Politik, dass um Gemeinsames gerungen wird anstatt Trennendes zu provozieren

Bitten wir für die Menschen, die in Österreich Zukunft suchen, dass wir menschenwürdige und richtige Lösungen für sie finden

Bitten wir für alle, die Arbeit suchen, für alle die Sorge um ihren Arbeitsplatz haben
Bitten wir für unsere Schulen,für unser Bildungssystem -  bitten für die Lehrer, aber auch die Eltern und die Kinder. Dass alle gemeinsam gute Weichen für die Zukunft stellen.

Gerade die Zukunftschancen für die Jungen sehen nicht rosig aus. Bitten wir ,dass alles getan wird, um die  Ausbildungs -und Arbeitplätze zu sichern. Dass man junge Menschen nicht in unsicheren Arbeitsverhältnissen ausnützt. Für Junge wird es immer schwerer, die Zukunft zu planen

Bitten wir für die alten Menschen, die Pflegebedürftigen, die Kranken, dass unser Gesundheitssystem aber auch unser Sozialsystem nicht ausgehöhlt – aber auch nicht  ausgenützt wird

Bitten wir in dieser Zeit der großen Verunsicherung für die Verantwortlichen in den Medien. Dass Journalisten und Meinungsmacher verantwortungsbewusst informieren, dass die Menschen nicht mit oberflächlicher Panik verunsichert werden, dass aber auch weiter Missstände aufgedeckt werden und kritisch berichtet wird.

Bitten wir für auch für uns selbst, um Freude an unserer Arbeit, dass sie nicht in Routine erstarrt oder in Arbeitswut ausartet - dass wir das richtige Maß in Allem finden, und um Geduld und Gelassenheit und um die Fähigkeit zur guten Zusammenarbeit


Guter Gott, hilf uns besonders als Christen solidarisch zu denken und solidarisch zu leben: dass wir das Miteinander und das Wohl aller suchen. Amen

AUFERSTEHEN? Muss man sich gut überlegen!


an den Tod 
will ich gar nicht denken


Der Tod ist groß.

Wir sind die Seinen
lachenden Munds.

Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen

mitten in uns.  

Rilke

Sonntag, 29. April 2018

Fürbitten 30.4. es gibt keine Menschen ZWEITER KLASSE



30.4.2018   Apg  14.5  auch wir sind nur Menschen Mo 5.OW 
Bescheiden bleiben

Zu allen Zeiten haben Menschen Gott gesucht. So viele Bilder, so viele Vorstellungen gibt es von Gott. Die Apostelgeschichte erzählt davon, wie es dem Apostel Paulus gelingt, einen Gelähmten zu heilen, ihn wieder auf die Beine zu bringen. Daraufhin werden Paulus und sein Gefährte Barnabas aber von einer Menschenmenge umringt, man will sie als Götter in Menschengestalt verehren, selbst die Priester des Zeus kommen, und wollen den beiden Männern opfern. Paulus weist all das entsetzt von sich: „auch wir sind nur Menschen, von gleicher Art wie ihr…“ Hier knüpft Paulus nun mit seiner Predigt von Jesus an. Aber würde es nicht auch heute so manchem, auch in der Kirche gut anstehen, sich bewusst zu machen, dass wir nur alle Menschen von gleicher Art sind. So bitten wir heute

Dass es auch Demut und sich bescheiden in den kirchlichen Hierarchen gibt, 

dass niemand nur aus seinem Amt das Bewusstsein ableitet, seine Meinung wäre unantastbar

dass wir als Christen nicht arrogant glauben, der Himmel „stünde UNS zu“, weil wir im Besitz der richtigen Religion sind

dass wir uns in unserem kleinen Alltag – aus innerer Überzeugung - immer wieder hinten anstellen - dass wir nicht nur bescheiden „tun“, sondern es innerlich auch sind

dass wir andere etwas gelten lassen, dass wir sie ermutigen und unterstützen
dass wir fähig zur Teamarbeit sind, und uns selbst zurücknehmen können

dass wir aus Überzeugung niemals auf andere herabschauen
dass es für uns keine Menschen zweiter Klasse gibt

bitten wir heute für alle Männer und Frauen, die in unserer Stadt, die in unserem Land
der Öffentlichkeit dienen
die Straßen kehren, die den Müll entsorgen,
die Öffis lenken, die mit den Krankenwagen fahren
die in Spitälern und Altersheimen arbeiten
bitten wir für Priester und Ordensleute 
für alle, die sich ehrenamtlich engagieren
bitten wir für die Lehrer und die
Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft

Herr segne ihre Arbeit für uns

Amen

Arthur am Sonntag 61 Was hat der Arthur mit Trauben zu tun?

Die Geschichtte HEUTE im Sonntagsbuch der Moa?
Also - die Moa macht sich keine Illusionen -
der Arthur nimmt bei diesem strahlenden Sommer
Wetter jetzt nicht zu ihren Füßen Platz um der
Sonntagsgeschichte zu "lauschen".
Der Arthur ist da pragmatisch, er wird sich denken:
Moa erzähl mir die Geschichte ein anderes Mal, bei
Schlechtwetter - oder bald wird er sagen: "okay Moa, wenn ich dann grad nix zu tun habe, dann lese ich die
Geschichte in deinem blog". Bald, bald wird es so sein.
Also, wenn die Moa realistisch ist, dann erzählt sie wohl immer öfter all diese Geschichten zunächst "nur sich selbst" - aber die Moa stört das nicht. Ganz im Gegenteil.
Bei allen Sonntagsgeschichten findet sie es spannend, dabei auch den Arthur

mitzudenken. Heute zum Beispiel handelt die Sonntagsgeschichte
"vom Weinstock und den Reben" ....
Na gut, obwohl man dem Arthur im Kindergarten den "Wortschatz eines 4jährigen"
attestiert hat - "Weinstock und Rebe"
sind ihm sicher kein Begriff.
Was aus den Reben gewonnen wird - Wein -
das schon eher. Wenn auch der Arthur lieber den Überbegriff verwendet
- ALKOHOL - und dieses Wort
immer dann laut hinauskräht, wenn er ganz absichtlich provozieren will.
"Alkooohoooool" "Alkoohoooool" ruft dann der Arthur,
laut und unüberhörbar
und dabei wankt und schwankt er ....
zum Glück lacht er dabei aber auch so sehr, dass man
sofort den Spaß versteht - wenn auch niemand von uns die leiseste Ahnung hat.woher Arthur seine
"Alkohol Performance hat". Denn Alkohol als ernstes Problem kennt der Arthur nur zu gut: immer wieder stoßen wir am Franz Josefs Bahnhof auf Männer, die von Alkohol gezeichnet sind - auch einen Sanitäts-Einsatz hat der Arthur in diesem Zusammenhang schon erlebt ...und war so voll Mitleid wie mit diesem anderen Mann, den Securites betrunken von einem Bahnhofsbankerl verscheucht haben.
"Kakao?" fragt der Arthur die Moa??? Sollen wir dem Mann beim Bahnhofs-Buffet Kakao kaufen?
Aber vom Alkohol handelt die Geschichte nicht.
Zunächst muss die Moa dem Arthur erklären, "Weinstock", nennt man das niedrige Bäumchen, an dem die Wein- Reben, hängen. Nur wenn diese Reben gut gedeihen, können daraus saftige Trauben werden.
Und die wiederum...also die können wir als Weintrauben essen oder sie werden eben zu Wein gemacht, Die Geschichte will nun sagen: NUR, wenn diese Reben ganz fest

und ganz gut mit ihrem Weinstock verbunden sind, nur dann können sie auch gut gedeihen.
Da denkt die Moa an den Arthur, sie denkt aber auch an die kleine Hannah, die Arthur Cousine:
auch die beiden, wie alle Kinder, sind so kleine Reben,
die erst - fest verwachsen - mit ihrem Weinstock:
also mit Mama und Papa -
heranwachsen, heranreifen müssen. Nur wenn diese
Verbindung mit dem Weinstock gut und sicher ist, nur dann
kann aus den kleinen Reben eine prallvolle Traube werden.
Das leuchtet ja total ein -
und doch wird der Moa plötzlich auch etwas anderes bewusst.
Eigentlich "UNTRENNBAR" ist diese Verbindung ,
weil jedes Kind - Kind von Mama und Papa bleibt - und DOCH -
Die TRENNUNG ist gleichzeitig schon eingebaut.
Wie irgendwann einmal nach einem guten Sommer, die Traube abgeschnitten wird, von ihrem Weinstock, um anderswo Freude zu machen - irgendwann ist das auch mit unseren Kindern so:
und es ist nicht nur die große Trennung beim Erwachsen werden - es beginnt ja JETZT schon, JETZT, in vielen kleinen Schritten

SPRECHSTUNDE war vorigen Donnerstag im
Kindergarten - zum ersten Mal seit dem Oktober hat da die verantwortliche Kindergarten-Tante ganz offiziell
BILANZ gezogen .... wie tut er sich so, der Arthur. Wie verhält er sich im Kindergarten, niemand von uns daheim weiß das ja - HIER, im KINDERGARTEN hat der Arthur ein Stück ganz eigenes Leben
Hier ist der Arthur nur eines unter vielen Kindern....
nicht mehr UNTRENNBAR mit Mama und Papa verbunden - ER, NUR der ARTHUR , ist dort im Kindergarten!!!  Ein Schritt der TRENNUNG von daheim, ein Schritt ins selbständig werden - Mama und Papa können es sich
nur erzählen lassen ... der Kindergarten selbst ist allein Arthurs Revier!!!
Das ist so, wie es der Weinstock nicht weiß, was nun wirklich mit seinen wunderschönen
Trauben passiert .... sind sie sauer oder schmecken sie?

Nein, die Moa erzählt hier nicht,

was für ein supertolles Zeugnis dem Arthur ausgestellt worden ist
- die Moa nimmt an, und hofft -
das bekommen doch hoffentlich alle Kinder
mit nach Hause
Der Arthur selbst allerdings fragt immer und immer wieder die Mama:
"Mama erzähl, was hat die Conni gesagt ..... "
Denn auch das ist eine neue Erfahrung für den Arthur: fremde Leute beurteilen ihn -
geben ihre Meinung ab, bewerten ihn ....
(und dieses "fremde" Lob kann der Arthur
nicht oft genug hören...)
Da fragt niemand mehr nach dem Weinstock -
(den Arthur Eltern)
Es zählen nur noch die Trauben, die müssen schmecken  (er, der Arthur)

ps. Das Gleichnis vom "Weinstock und den Reben"in der Sonntagsgeschichte der Moa hat natürlich noch viele andere Auslegungsvarianten .... aber die EINE wurde der Moa heute besonders bewusst:
LETZTLICH kommt es darauf an:    die Trauben müssen schmecken ....

AUFERSTEHEN? Muss man sich gut überlegen!


gibt es ein VORHER, 
gibt es ein Nachher?  

Nichts bleibt wie es ist
 
Ich träume mich satt
an Geschichten
und Geheimnissen

Unendlicher Kreis aus Sternen
ich frage sie
nach Ursprung Sinn und Ziel
sie schweigen mich weg

Den Orten die ich besuche
gebe ich neue Namen
nach den Wundern
die sie mir offenbaren

Nichts bleibt wie es ist
es wandelt sich
und mich

Rose Ausländer


Samstag, 28. April 2018

Fürbitten 5.Ostersonntag die Freude muss wachsen und die Liebe



29.4.2018 5.OS Joh.15.1  reiche Frucht

„Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht“ sagt Jesus heute im Evangelium und er verwendet dabei das Bild vom Weinstock und seinen Reben. Wenn sie mit dem Weinstock verbunden sind, bringen sie reiche Ernte. Wenn Reben aber verdorren, dann schneidet man sie ab und wirft sie weg.  Kann so ein Gleichnis nicht auch Angst machen? Müssen wir „reiche Frucht“ tragen, müssen wir Dividende abwerfen, werden wir von Jesus daran gemessen, was wir im Leben weitergebracht haben? Wird Gott einer sein, der aufrechnet und umrechnet, der abwägt und einschätzt, ob wir auch genug geleistet haben? Jesus ist kein Arbeitgeber, mit dem man am Ende des Tages abrechnet – Jesus ist ein Liebender, die Frucht, von der er spricht ist das MEHR an Liebe, das wir gewinnen werden. 
Bitten wir heute, dass diese Freude in uns wächst

um so viel Freude bitten wir,
dass wir aus Liebe geben, was wir geben können, aber niemals Angst haben, Gott könnte es zu wenig sein
um so viel Freude bitten wir,
dass wir uns in Liebe beschenken lassen können, ohne zu rechnen, was wir nun selbst dafür leisten müssen

um so viel Freude bitten wir,
dass wir liebevoll loslassen können, was uns nicht mehr gut tut

um so viel Freude bitten wir,
dass in der Liebe Enttäuschung und Resignation keine Chance haben

um so viel Freude bitten wir,
dass uns die Liebe ohne „wenn“ und „aber“ vertrauen lässt  

Um so viele Freude bitten wir
dass wir geborgen in der Liebe und ohne Angst offen für alles sind, was auch heute wieder auf uns zukommt

um so viel Freude bitten wir,
dass wir die Menschen um uns und auch uns selbst mit der Liebe Gottes sehen können.


Du guter Gott, lass uns keine frommen und ängstlichen Pflichten-Erfüller sein. Lass uns immer mehr Liebende werden, in denen die Freude wächst und die Dankbarkeit, im Namen Jesu – heute und morgen und in alle Ewigkeit. amen

AUFERSTEHEN? Muss man sich gut überlegen!

 
mit dem Tod ist doch alles aus
"Nachdem ich Dich als Den erkannt habe, Der mein erhöhtes Ich ist, 
lass mich, wenn meine Stunde gekommen ist, 
Dich unter der Gestalt jeder fremden oder feindlichen Macht wiedererkennen, 
die mich zerstören oder verdrängen will. 
Wenn sich an meinem Körper oder an meinem Geist die Abnutzung des Alters zu zeigen beginnt; 
wenn das Übel, das mindert oder wegrafft, mich von außen überfällt oder in mir entsteht; 
im schmerzlichen Augenblick, 
wo es mir plötzlich zu Bewusstsein kommt, dass ich krank bin und alt werde; 
besonders in jenem letzten Augenblick, wo ich fühle, dass ich mir selbst entfliehe, 
ganz ohnmächtig in den Händen der großen unbekannten Mächte, die mich gebildet haben; 
in all diesen düsteren Stunden lass mich, Herr, verstehen, dass Du es bist, 
der unter Schmerzen die Fasern meines Seins zur Seite schiebt, 
um bis zum Mark meines Wesens einzudringen 
und mich in Dich hineinzuziehen."

(Pierre Teilhard de Chardin, Gebet um einen guten Tod, in: Der Göttliche Bereich, 

Freitag, 27. April 2018

Fürbitten 28.4. BETEN: Betteln und Hausieren erlaubt




28.4.2018 Joh.14.7 wenn ihr mich bittet
Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, dann werde ich es tun,“ sagt Jesus im Evangelium.  Wir dürfen ihn ganz sicher „beim Wort“ nehmen. Bei ihm ist "Betteln und Hausieren" sozusagen erlaubt.So bitten wir heute

für alle die wir gern haben und die uns nahe stehen,
aber auch für alle, mit denen wir uns schwer tun, denen wir lieber aus dem Weg gehen
Jesus höre unsere Bitten für sie : wir bitten dich erhöre uns

für alle die krank sind, die Schmerzen haben, die pflegebedürftig und von anderen abhängig sind, und wir bitten für alle, die andere Menschen betreuen und pflegen

für die Menschen, die uns im Alltag begegnen, in der U Bahn, beim Einkaufen, auf der Straße, und auch für die, die uns fremd bleiben und die wir dir doch „im Vorübergehen“ anvertrauen:

für die Jugendlichen und Kinder die in den nächsten Wochen zur Erstkommunion und Firmung gehen: vor allem auch für ihre Eltern und Verwandten, die vielleicht nach langer Zeit wieder einmal mit Kirche in Berührung kommen

für alle die Menschen, von deren Schicksal wir nur aus den Medien hören. Die Opfer von Gewalt und Naturkatastrophen sind, Opfer von sinnlosen Kriegen und Machtspielen,

wir bitten und danken für alle Anzeichen von Entspannung und Frieden wie momentan in der historischen Annäherung zwischen Nord und Südkorea – wir bitten um Frieden in den Kriegs- und Krisengebieten der Welt
Jesus höre unsere Bitten: wir bitten dich erhöre uns

Amen

AUFERSTEHEN? Muss man sich gut überlegen!


es gibt aber wirklich größere Probleme?

Sehnsucht nach der Sehnsucht - eine Chassidische Erzählung  
Ein Schüler kam zum Meister, weil er sich unschlüssig war, ob er sich gläubig nennen durfte oder nicht. Der Meister fragte ihn: liebst du Gott? 
Der Schüler überlegte eine Weile und sagte: wenn ich ehrlich bin, kann ich es nicht sicher sagen.
Der Meister fragte weiter: hast du Sehnsucht nach Gott? 
Der Schüler überlegt eine Weile und sagte: Ich bin mir nicht sicher, ob ich Sehnsucht nach Gott habe.
Der Meister fragte weiter: hast du Sehnsucht nach der Sehnsucht? 

Martin Buber

Donnerstag, 26. April 2018

Fürbitten 27.4. Durchhalten - Weitermachen .Petrus Kanisius



27.4.2018 Petrus Kanisius:  durchhalten weitermachen

In der Kirche denkt man heute an Petrus Kanisius, einen der ersten Männer im neu gegründeten Jesuitenorden. Er wirkte zur Zeit der Gegenreformation als Seelsorger in Deutschland aber auch in Österreich, in Wien. Hier war Petrus Kanisius ab 1552 Hofprediger in der Kirche Maria am Gestade.  Vor allem aber engagierte er sich die für eine bessere theologische Ausbildung des Klerus und ein besseres religiöses Wissen der Gläubigen. Auch als Gefangenenseelsorger wirkte er.  Seine ganze Tätigkeit stellte Petrus Canisius unter das Motto: „Durchhalten, weitermachen“ Wie aktuell ist das für unsere heutige Situation in der Kirche. 
so bitten wir

Dass wir erkennen, wie wir weitermachen können, damit die Kirche für die Menschen wieder wahrhaftig und glaubwürdig wird:

dass wir erkennen, wie wir weitermachen können, um viele Wunden und Verletzungen – begangen auch innerhalb der Kirche - wieder gut zu machen

dass wir erkennen, wie wir weitermachen können, damit unsere Kirche wieder eine Kirche der Barmherzigkeit und eine Kirche für die Armen und Benachteiligten wird

dass wir erkennen, wie wir weitermachen können, damit wieder mehr junge Menschen, Frauen und Männer zu einem speziellen Dienst in der Kirche bereit sind

dass wir auch in unserer Gesellschaft erkennen, wie wir weitermachen können – wie wir Probleme und neue Herausforderungen gerade als Christen besser lösen können

dass wir für uns selbst erkennen, wie wir weitermachen können, dort wo wir unsicher sind und uns oft der Mut für Neues fehlt

Du guter Gott: Gib uns immer wieder Kraft und Zuversicht, zum „Durchhalten, zum Weitermachen“. Denn im Vertrauen auf dich werden auch unsere verschlungenen Wege zu unserem Ziel führen: zu DIR. So bitten wir im Namen Jesu amen

AUFERSTEHEN? Muss man sich gut überlegen!


schau dir die Welt an,wie sie ausschaut....
wo ist da Auferstehen?

Wir werden eingetaucht
und mit dem Wasser der Sintflut gewaschen,
wir werden durchnässt
bis auf die Herzhaut.

Der Wunsch nach der Landschaft diesseits der Tränengrenze
taugt nicht,
der Wunsch, den Blütenfrühling zu halten,
der Wunsch, verschont zu bleiben,
taugt nicht.

Es taugt die Bitte,
dass bei Sonnenaufgang die Taube den Zweig vom Ölbaum bringe,
dass die Frucht so bunt wie die Blüte sei,
dass die Blätter der Rose noch am Boden eine leuchtende Krone bilden.
Und dass wir aus der Flut,
dass wir aus der Löwengrube und dem feurigen Ofen
immer versehrter und immer heiler
stets von neuem zu uns selbst entlassen werden.
                                                        
Hilde Domin


Mittwoch, 25. April 2018

Fürbitten 26.4. sich selbst KLEIN machen, nicht andere


26.4.2018 Joh.13.16 Füße waschen
Nachdem Jesus seinen Jüngern die Füße gewaschen hatte“.. so beginnt heute das Evangelium.  Ja, so macht es Jesus. WIR, WIR sind da ein bissl anders. Wie oft müsste es da am Ende eines Tages heißen „Nachdem ICH den anderen wieder einmal gründlich den Kopf gewaschen habe…“ Denn dazu fühlen wir uns ja so oft verpflichtet: Dinge richtig stellen, - den Anderen auf die Sprünge helfen - mal sagen, wie es wirklich geht,- sich nicht für dumm verkaufen lassen – sich durchsetzen –Diese zärtliche Demut Jesu - noch dazu auch an einem Freund, der einen bald verraten wird.... werden wir jemals zu so etwas fähig sein?
Üben wir es heute wenigstens mit Güte und Geduld. So bitten wir

Dass wir uns klein machen können, um anderen gut zu tun
dass wir vor allem das GUTE in den Anderen sehen wollen
dass wir Andere ermutigen und ihnen etwas zutrauen

dass wir den Menschen die mit uns leben das Leben leichter machen

dass wir niemand unter Druck setzen mit unserer Vorstellung vom Leben

dass wir Anderen kein schlechtes Gewissen machen
dass wir nicht immer besser wissen, was anderen gut tut
dass wir uns selbst nicht so wichtig nehmen
dass wir im Zweifelsfall immer verzeihen und besser verstehen wollen

Dass wir heute ein bißchen mehr Güte und Geduld in unseren Alltag bringen, dazu hilf uns guter Gott. Hilf uns, einander gut zu sein und füreinander in Liebe da zu sein.Wie es uns Jesus vorgelebt hat, der ganz in deiner Liebe lebt, wie wir es einst tun werden.Amen




AUFERSTEHEN? Muss man sich gut überlegen!


an den Tod will ich gar nicht denken

Ich habe Angst vor dem Tod

Beim Einschlafen denke ich manchmal:
Was wird mit mir sein, 
wenn ich nicht mehr aufwache?

Ich denke mir dann oft,
dass ich vor der Geburt
von meiner Mutter umgeben war,
in ihrem Leib, ohne sie zu kennen.
Dann brachte sie mich zur Welt,
und ich kenne sie nun und lebe mit ihr.

So, glaube ich,
sind wir als Lebende von Gott umgeben,
ohne ihn zu erkennen. Wenn wir sterben,
werden wir ihn erfahren
so wie ein Kind seine Mutter,
und mit ihm sein.
Warum 
sollte ich den Tod fürchten?            

Carl Zuckmayer:Der Rattenfänger


Dienstag, 24. April 2018

Fürbitten 25.4. Auch wir schreiben ein "Jesus-Buch" - Fest hl.Markus



25.4.2018 Fest des Hl. Markus

Der hl.Markus ist der Verfasser des ältesten Evangeliums. Er hat als junger Mann Paulus auf dessen Missionsreisen begleitet und war auch zusammen mit Petrus in Rom. Petrus Erinnerungen sind auch im Markus Evangelium zu finden, das sicher vor der Zerstörung Jerusalems 70.n Chr. geschrieben wurde. Man glaubt, dass Markus vor allem in Ägypten gepredigt hat und dass er die Kirche von Alexandrien gegründet hat. Dort soll er auch als Martyrer gestorben sein. Seine Reliquien kamen im 9.Jahrh. auf abenteuerliche Weise nach Venedig, wo ihm der Markus Dom geweiht ist. Am Fest des hl. Markus gibt es noch in vielen ländlichen Gemeinden Bittprozessionen für eine gute Ernte.
Das Markusevangelium endet mit dem Aufruf Jesu vor seiner Himmelfahrt: „Geht hinaus in alle Welt und verkündigt das Evangelium allen Geschöpfen“ 
WIR sind es, die verkündigen sollen - So wie Markus sein Buch, sein Evangelium über Jesus geschrieben hat – so sollen letztlich auch wir durch unsere Art zu leben, ein „Jesus Buch“ schreiben. Sollten andere an uns ablesen können, was Jesus uns bedeutet und was wir in seinem Namen mitteilen wollen.

dass wir keine Angst und keine Scheu haben über unsere eigenen lebendigen Erfahrungen mit Jesus zu sprechen, von dem, woran wir glauben: in einfachen Worten und ohne theologische Floskel
Christus auferstanden – lass, dass unser Leben von dir spricht

dass wir uns den Glauben nicht vorkauen lassen, dass wir nicht stecken bleiben in Äußerlichkeiten, in eingelernten Formeln und Ritualen – sondern dass wir uns immer wieder auf einen eigenen Weg machen 

dass in unseren Kirchen so von Gott gesprochen wird, dass er kein Dogma in Lehrbüchern ist, sondern in seiner Liebe und Barmherzigkeit und Menschen-Nähe erfahrbar wird

dass wir nicht anständig und fromm sind, nur weil es „Pflicht“ ist, sondern dass wir mit unserem Leben und unserer ganzen Liebe hinter unserem „Glaubensbekenntnis“ stehen

dass wir spüren, wo wir eingefahrene Gewohnheiten ändern müssen, um Auferstehung für unser eigenes Leben zu erfahren - und dass wir diese Erfahrung mit anderen teilen wollen

dass in allem was wir tun und denken: Gott keine Verbotstafel in unserem Leben ist, sondern ein Hinweisschild für Freude

du guter Gott, lass uns Jesus immer wieder neu sehen, immer wieder neu hören, lass uns mit ihm immer wieder neu aufbrechen auf den Weg zu dir. Ein Weg, den wir nicht allein gehen, sondern gemeinsam mit all den Menschen, die du uns anvertraut hast. Dafür danken wir dir. Amen 

AUFERSTEHEN? Muss man sich gut überlegen!

so oft 
RATLOS

„Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr;
fremd wie dein Name sind mir deine Wege.
Seit Menschen leben, rufen sie nach Gott;
mein Los ist Tod, hast du nicht andern Segen?
Bist du der Gott, der Zukunft mir verheißt?
Ich möchte glauben, komm mir doch entgegen.  

Huub Oosterhuis 
Übers. Lothar Zenetti 

Montag, 23. April 2018

Fürbitten 24.4. Wie CHRISTEN ausschauen?




24.4.2018  Apg. 11.19  in Antiochia nannte man die Jünger zum ersten Mal Christen   

In der Apostelgeschichte erfahren wir heute, WO und WANN man zum ersten Mal die Anhänger des Jesus von Nazareth „Christen“ nannte. Es war in Antiochia, so schrieb es vermutlich Lukas.  Wir Christen sind heute ganz selbstverständlich „Christen“ ohne viel darüber nachzudenken – dabei gibt es ein ganz konkretes Anforderungsprofil für uns: „dass wir zum vollkommenen Menschen werden und Christus in seiner vollendeten Gestalt darstellen“ wie es Paulus im Epheserbrief schreibt. Der Philosoph Friedrich Nietzsche hat sich gewünscht, dass die Christen "erlöster aussehen"  Bitten wir heute

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus,
offen und ohne Vorurteile auf andere -Menschen zugehen wollen

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus,
Vertrauen in das Leben haben und uns nicht von Panikmache anstecken lassen

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus
Andere aufrichten und ermuntern können

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus
verzeihen und immer wieder neu anfangen können

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus
-        wenigstens versuchen wollen, für andere gut zu sein auch wenn es für uns Einschränkungen bedeutet
-         
Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus
bedingungslose Freude am Leben haben und es dankbar annehmen, wie immer es auch heute sein wird

so bitten wir, dass wir Jesus ähnlich sein dürfen auf unserem Weg zu dir. Voll Hilflosigkeit und Verzweiflung bitten wir aber auch heute für all die Menschen, die auf der Suche nach Frieden und Sicherheit und  einem besseren Leben sind. Hilf uns im Namen Jesu Wege der Mit-Menschlichkeit zu finden. amen

AUFERSTEHEN? Muss man sich gut überlegen!


gibt es ein VORHER, 
gibt es ein NACHHER?

"War ich ein Falter 

vor meiner Geburt 
ein Baum oder 
ein Stern 

Ich habe es vergessen 

Aber ich weiß 
daß ich war 
und sein werde 

Augenblicke 
aus Ewigkeit" 

Rose Ausländer


Sonntag, 22. April 2018

Fürbitten 23.4. Weihetag St.Stephan

Foto Stadt-Wien.at

23.4. 2018 Weihetag St.Stephan

Die Katholiken in Wien feiern heute den Weihetag von St.Stephan.
Schließen wir in unsere Bitten auch alle ein, die als Touristen diesen prachtvollen Dom besuchen und vor allem jene, die dorthin auch mit ihren Sorgen und Gebeten kommen. Bitten wir heute ganz bewusst für ALLE Menschen, die in Wien leben.

Bitten wir ganz besonders für alle, denen das Leben schwer fällt
für Kranke, Behinderte, Deprimierte, Verbitterte
für Asylanten und Flüchtlinge
dass wir uns alle ein offenes Herz für Notleidende bewahren
Christus höre uns – Christus erhöre uns

bitten wir für die Kinder :  dass ihr Bedürfnis nach Liebe und Sicherheit wahrgenommen wird  und dass wir selbst immer wieder für ein  kinderfreundliches Klima in unserer Stadt und in unserer Nachbarschaft sorgen
Christus höre uns – Christus erhöre uns

bitten wir für die Jugendlichen dass sie Mitgefühl und Solidarität lernen
dass sie in ihren Krisen nicht in Drogen und Alkohol flüchten
dass sie auf ihrer Suche nach Liebe glückliche Menschen werden
dass sie sich von Werbung und Konsum nicht für dumm verkaufen lassen
Christus höre uns – Christus erhöre uns

Bitten wir für Männer und Frauen, für Familien und Alleinstehende
dass jeder in seinem Bereich bereit ist
Verantwortung für den Nächsten und die Gemeinschaft zu übernehmen
Dass Alleinstehende nicht allein bleiben und Familien Verständnis erfahren
Christus höre uns – Christus erhöre uns

Bitten wir, dass die Lebensqualität in unserer Stadt erhalten bleibt
um ein gutes Miteinander von Menschen verschiedener Nationalität und Religion
bitten wir um Respekt vor anderen Lebensweisen, um Mitmenschlichkeit und Solidarität
Christus höre uns – Christus erhöre uns

Bitten wir für alle christlichen Gemeinschaften in Wien
für unsere Pfarren, Priester und Ordensleute,
dass es uns ALLEN gelingt unseren Glauben froh und für andere
hilfreich und heilsam zu leben
Christus höre uns – Christus erhöre uns


Du guter GOTT, wir bitten dich, behüte die Menschen in unserer Stadt, segne unser Zusammenleben und lass uns Christen einen guten Beitrag für unsere Gesellschaft leisten, denn in dir sind wir alle Schwestern und Brüder, auf einem gemeinsamen Weg.Amen   

Arthur am Sonntag 60 SCHAF und HIRTE sein ....

Jaja, die Sonntagsgeschichte der Moa!!
Bei schönem Wetter ist die Moa schon ein wenig faul
zum Geschichten erzählen - das muss sie zugeben -
und der Arthur hat dann ja sowieso kaum mehr ein Sitzfleisch. Obwohl - in ALLEN LEBENSLAGEN - kann der Arthur reden und reden und reden ...
ja ,und sogar zuhören, weil er keine Monologe führt,
sondern sich ständig wirklich unterhalten, sich
auseinander-setzen will. Da kann man nicht einfach "Jaja"
sagen, da fragt der Arthur nach und lässt sich nicht so leicht abspeisen. Zwischen dem Arthur und der Moa fliegen bisweilen auch "die Fetzen" - so sehr die Moa den Arthur liebt, aber manchmal treibt er es zu bunt ....und da hat die Moa doch unlängst gerufen: "führ dich nicht auf wie ein doofes Schaf"

"Du meine Güte", hat die Moa aber im selben Moment gesagt, "was ist denn das für eine dumme Aussage"
"Du Arthur, Schafe sind überhaupt nicht doof"
Wenn sie einen so niedlich angucken, dann schauen sie vermutlich sogar sehr aufmerksam und machen sich ihre eigenen Gedanken über uns Menschen.
Schafe wissen ganz genau, wem sie vertrauen können
und wem sie folgen, wenn er sie ruft.
Schafherden, die nicht in Umzäunungen leben und noch umherwandern, die haben ja HIRTEN, auf die sie hören. Klar, auch HIRTINNEN
Schafe sind klug, die unterscheiden nicht
nach Mann oder Frau
Schafe hören nur auf die Person, der sie auch
zutrauen, richtige Entscheidungen treffen
zu können. Wenn ich, sagt die Moa, zum
Beispiel ein paar Schafe rufen würde, und
ihnen befehlen wollte: "kommt hierher, kommt
hierher ...na dann zeigen die mir vermutlich
ihren Popsch", sagt die Moa. Für die Schafe bin
ich "niemand" - oder nur kurz von Interesse, wenn ich vielleicht etwas zum Füttern dabei habe. Aber vermutlich sind Schafe
sogar dann misstrauisch. Nein die laufen nämlich nicht

einfach jedem nach.
"Doofes Schaf" - das war ein Fehlgriff der Moa.
Schafe akzeptieren ganz sicherlich nicht
jeden Hirten, jede Hirtin.
Und Hirten, das sind auch keine "Anschaffer"
das musst du dir auch merken, sagt die Moa
zum Arthur: Hirten brüllen nicht herum,
Hirten kommandieren nicht, Hirten strafen nicht...
Hirten passen einfach rund um die Uhr gut darauf auf, dass es ihren Schutzbefohlenen GUT geht. Dass die Schafe gutes Gras zum Weiden finden
dass sie nicht in unwegsames Gelände kommen, dass sich kein Schäfchen verläuft

Hat sich aber einmal ein Schäfchen verlaufen oder verletzt: dann behandelt es der Hirte wie
ein kleines Menschenkind. Er sucht es, oft stundenlang, hat er es gefunden und ist es verletzt: dann trägt er sein Schäfchen in den Armen, er legt es sich um den Nacken,
der Hirt wird das Schäfchen verarzten so gut er kann und er wird es wohl auch zu
seiner Schaf-Mama bringen....Die Schafe wissen das sehr gut, dass ihr Hirte nicht nur so ein Herum-"Treiber "ist,
sondern dass sie sich total auf ihn verlassen
können. Aber noch etwas gehört dazu:
auch der Hirte verlässt sich auf seine Schafe.
Er geht ihnen nämlich gar nicht immer "voraus", wie man das auf Zeichnungen sieht

Der Hirte geht sehr oft den Schafen hinterher.
So sieht er am besten, ob ein Schaf auf
Nebenwege gerät - vor allem aber vertraut der Hirte auch seinen Schafen. Er weiß, dass die
nicht doof sind, seine Schafe haben beste
Instinkte, die finden selbst den Weg zu guten
Weideplätzen - der Hirte kann auch ihnen
vertrauensvoll nachgehen ....
Ja, er ist eben nicht nur "Anschaffer" -
er hört und sieht auch hin, auf das, was
seine Schäflein ihm zeigen.
Und noch etwas scheint der Moa wichtig:
so sehr wie Schafherden einen Hirten
brauchen - so sehr brauchen auch Hirten ihre Herden .....im übertragenen Sinn vergessen das zum Beispiel manche Kirchen-Hirten bisweilen.
Aber von den Kirchen-Hirten soll da keine Rede sein, das sagt dem Arthur gar nix
Der erinnert sich aber daran, dass die Moa ihm doch schon vor genau einem
Jahr eine Geschichte vom "Guten Hirten" erzählt hat.Was
hat sie damals gesagt?
"Am Weg zum selbst Groß-werden und selbst
immer besser entscheiden können,
brauchst du "GUTE HIRTEN - GUTE HIRTINNEN" -
Menschen, denen du am Anfang"blind" vertrauen kannst,wie Mama und Papa, Omas und Opa, Tanten und Onkel.  Ja, auch deinen Babyitter Mädels kannst du wohl vertrauen ...
Aber bald beginnt dein eigener Weg ...
das ist anders als bei den Schafen in der
Sonntagsgeschiche von der Oma
Du wirst deinen eigenen Weg gehen - aber immer wird es wichtig sein, dass dich "gute Stimmen" dabei begleiten .... und du selbst wirst später für andere ein "GUTER HIRTE" sein, wenn du
Verantwortung für sie übernimmst, wenn du dich sorgst und kümmerst ...

"Geh Moa, ruft da der Arthur, "das tue ich doch JETZT schon, ...
ich hab doch MEIN BABY!!!" 

Oh ja!!! Schon vor einem Jahr hat der Arthur
SEIN BABY mit sich getragen
Leute sind entzückt stehen geblieben ... 
denn der Arthur hat seine Babypuppe - 
ganz in rosarot -   nicht nur getragen, der Arthur 
hat "seinem" Baby dabei am Weg auch alles Wichtige
erklärt - na klar, mit erhobenem Zeigefinger!
Und dieses Baby ist unter der Obhut vom Arthur
ganz wunderbar herangewachsen - es ist noch immer 

"dasselbe Baby" - aber nun ist es ein fast "ebenbürtiger"
Bursche geworden,  (siehe rechts, im blauen Dress) 
mit dem der Arthur auch Fußball spielt.
ABER - das ABER hat der Arthur nicht vergessen:
"ABER BABY," sagt der Arthur
"Du bist noch klein
Du kannst noch nicht alles machen, 
was der Arthur macht
BABY, du kannst noch nicht IPad spielen, 
wie der Arthur
BABY, du darfst noch keinen Kopfhörer aufsetzen
BABY du kannst noch kein Eis essen
BABY du kannst noch nicht Roller fahren
ABER
ABER Baby ..... schau mir zu  - 
SO GEHT DAS ALLES!!!
Schau dem Arthur zu."....sagt der Arthur
Der Arthur sagt das nicht, weil er ein Anschaffer ist!!!
Der Arthur ist ein guter Papa-Hirte für sein Baby!!!
Kannst ihm vertrauen, Baby


PS Das Baby links am Foto ist das Badewannen-Baby, ja auch auf dieses passt der Arthur rührend auf 
und noch ein PS: 
momentan ist der Arthur gerade mit seinem Papa "Marathon schauen" - da schaut der Arthur!!!
Wird die Moa ab morgen schon mit ihm trainieren müssen?










AUFERSTEHEN? Muss man sich gut überlegen!


was soll ich denn "suchen" - 
in einem leeren Grab?
- was soll ich "finden"?
Wagnis:
Suchen, das ist das Ausgehen von alten Beständen 
und das Finden-wollen von bereits Bekanntem.
Finden, das ist das völlig Neue. 
Alle Wege sind offen, und was gefunden wird, ist unbekannt
Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer. 
Die Ungewissheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen...
die sich im Ungewissen geborgen wissen..
die sich vom Ziel ziehen lassen und nicht selbst das Ziel bestimmen.

Pablo Picasso