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Montag, 19. März 2018

Fürbitten 20.3. wenn einen der Mut verlässt



20.3.2018 Num 21.4  unterwegs verlor das Volk den Mut Di 5.FW

„Unterwegs verlor das Volk den Mut“ hören wir heute in der 1.Lesung. Die Israeliten, von Moses aus Ägypten herausgeführt, wandern jahrelang auf ihrer Suche nach dem versprochenen „Gelobten Land“.  Es reicht ihnen, lieber möchten sie zurück in die Sklaverei Ägyptens. Wie gut wir das vermutlich aus eigener Erfahrung kennen! Man hat einen Plan, ein Ziel, ein Projekt, eine Vorstellung – man geht alles optimistisch und zügig an – und dann, mitten drinn: Stillstand. Nichts geht weiter. Vielleicht glaubt man auch, sich verrannt zu haben. Ja und manchmal ist es auch wirklich so: viel Energie ist in etwas investiert worden, was dann nicht zu realisieren ist. Wie aber geht es erst den Menschen, die auf der Flucht sind, auf der Suche nach neuen Lebenschancen?
Bitten wir heute

Für alle, die verzweifelt unterwegs sind und nicht wissen, wie es mit ihnen weitergehen soll

Für die europäischen Regierungen, dass ihnen mehr Mut für Menschlichkeit und Solidarität  zuwächst

Für uns Menschen in Europa, dass wir alle mehr Mut und Vertrauen haben, uns auf neue Situationen einzustellen

Bitten wir für uns selbst: um einen langen Atem und Geduld für alles, was wir planen
um Gelassenheit, dass wir auch Misserfolge wegstecken können

um Großzügigkeit, dass wir auch andere in unser Leben mit einbeziehen
um Unerschrockenheit, dass wir viel offener in die Zukunft schauen

bitten wir auch um die Erkenntnis, zu sehen, was wirklich wichtig ist und wofür es sich lohnt,  Schwierigkeiten und Durststrecken auszuhalten

Du guter Gott, wenn uns der Mut verlässt, wenn wir müde werden und resignieren wollen: lass uns nach oben schauen, lass uns auf das Kreuz Jesu schauen, gib uns die Kraft weiter zu gehen und sei an der Seite aller Menschen, die heute nicht wissen, wohin ihr Weg sie führen wird. Amen