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Sonntag, 21. Juni 2015

Fürbitten 22.6 - immer zuerst sich selbst an der Nase nehmen Mt.7.1



22.6.2015 Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet – Mt.7.1
Es mag Stellen im Evangelium geben, von denen man sich persönlich nicht betroffen fühlt. „Nein, das ist nicht mein Problem“ denkt man sich vielleicht. Aber heute trifft Jesus wohl einen ganz wunden Punkt. Hört doch auf, über andere zu schimpfen oder sie auszurichten „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet“, sagt Jesus und er fragt uns unverblümt: Warum siehst du eigentlich immer nur den Fehler beim Anderen – warum nicht zuerst bei dir? „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht“
Ja, wir selbst haben oft ein ganzes Brett vorm Kopf – und kümmern uns doch nur darum, 
wie sich der Andere ändern müsste. Bitten wir heute

Dass wir schlechtes Reden über andere, sie ausrichten und tratschen, einfach bleiben lassen

dass wir aufhören darüber nachzudenken, was Andere alles falsch machen,
dass wir statt dessen erkennen, was wir an uns selbst ändern sollten

dass wir damit Schluss machen alles in Gut und Böse, schwarz und weiß einzuteilen, so einfach ist das Leben nicht

dass wir akzeptieren können, dass auch andere Meinungen als unsere eigene,
richtig sein können

dass wir in den Fehlern anderer und in ihren Schwächen nicht auch noch herumbohren

dass es uns immer besser gelingt, zuerst das Gute im Anderen zu sehen und ihm für das Besondere nicht neidig zu sein

dass wir aber auch uns selbst nicht „richten“ - dass wir uns mit den guten Augen Gottes sehen und uns selbst annehmen können, so wie wir die anderen annehmen

Du guter Gott, Du bist es, der uns alle ganz erfüllen will, damit wir über uns selbst hinauswachsen und immer mehr in die Liebe hineinwachsen. Hilf uns dazu durch Jesus unseren Bruder, Amen