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Montag, 13. April 2015

Fürbitten 14.4. - "...sie hatten alles gemeinsam, niemand litt Not" Apg.4.32



14.4.2015 Di 2.OW Apg.4.32  sie hatten alles gemeinsam
Der Text der Apostelgeschichte heute ist eine Provokation für uns als Christen in christlichen Gemeinden. Der Evangelist Lukas beschreibt in seiner Darstellung der frühen Kirchengeschichte, entstanden zwischen 80 und 90 nach Christus, die Lebensweise der ersten Christen in drei Schwerpunkten: 1. die jungen Gemeinden leben aus dem Glauben der Auferstehung – und das hat ganz konkrete ökonomische Konsequenzen:
denn 2.: niemand nennt etwas, das er hatte, sein Eigentum; sie teilen alles.
Und 3.: Niemand leidet Not, denn alle Wohlhabenden verkaufen ihre Immobilien und lassen deren Erlös von den Aposteln verteilen.
Wie schaut es bei uns aus? Obwohl die meisten von uns ganz sicher sozial engagiert sind: aber in dieser Radikalität leben wir nicht. Nicht zu Unrecht spricht man vom Ur-Kommunismus der ersten Christen. Erlauben wir uns heute ganz unrealistische Bitten

Wir bitten um eine Gesellschaft ohne Armut

Wir bitten um eine Gesellschaft, in der die Güter und Chancen gerecht verteilt sind

Wir bitten um eine Gesellschaft,  in der gerechte Löhne gezahlt werden

Wir bitten um eine Gesellschaft, in der wir uns füreinander verantwortlich fühlen

Wir bitten um eine Gesellschaft, die niemanden ausschließt

Wir bitten um eine Gesellschaft, in der es die Menschen miteinander gut meinen

Wir bitten um eine Gesellschaft, die in Güte und im Frieden lebt

so bitten wir und wissen, dass wir bei allem guten Willen weit hinter dem zurückbleiben ,was
Christ-sein bedeutet. Wir danken für Organisationen wie Caritas und Diakonie und bitten, dass du unsere Herzen und Hände immer wieder öffnest für die Not unserer Schwestern und Brüder.Amen